Infoabend am Mittwoch
Heumarkt-Baustelle: Flutung am Wochenende?
Die U-Bahn-Baustelle am Heumarkt muss womöglich schon am Wochenende geflutet werden. Wegen Tauwetter und Regenfällen wird Ende der Woche der kritische Pegel von sechs Metern erwartet. Stadt und KVB wollen am Mittwochabend im Gürzenich Rede und Antwort stehen.
Bildergalerie: Baustelle am Heumarkt ist fertig zum Fluten
Der Leiter der Hochwasserschutzzentrale Köln, Reinhard Vogt, hält es für möglich, dass die Baustelle am Heumarkt, in deren Schutzwand etliche Stahlbügel fehlen, bereits bei einem Pegelstand von sechs Metern geflutet werden muss. Das berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger" in seiner Dienstagsausgabe. „Bei sechs Metern müssen wir uns die Situation genau ansehen und dann eine Entscheidung treffen“, so Vogt gegenüber dem Blatt. Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) wollen die Baugrube ab einem Pegel von 6,5 Metern fluten.
Weiterhin erklärte der Hochwasser-Experte: "Die Entscheidung, die Baugrube unter Wasser zu setzen, müsse sich danach richten, wie stark das Grundwasser am Heumarkt steigt." Auf Grund des Tauwetters und der zu erwartenden Regenfälle werde die kritische Marke eines Rhein-Pegelstandes von sechs Metern wahrscheinlich Ende der Woche erreicht.
Schotts am Heumarkt sind dicht
Eine Flutung wäre jederzeit möglich - die Schotts, die eine unkontrollierte Ausbreitung des Grundwassers verhindern sollen, sind seit Montag fertig. Nach Informationen der "Kölnischen Rundschau" würde es jedoch sechs bis zehn Stunden dauern, die Baustelle zu räumen. Die Flutung würde nach Schätzung der KVB dann weitere 32 Stunden in Anspruch nehmen. Um den Grundwasserspiegel auszugleichen, würden dann die Pumpen, die zur Zeit das Grundwasser aus der Grube herauspumpen, auf einen Betrieb in umgekehrter Richtung eingestellt. Sie fördern derzeit laut KVB stündlich etwa 800 Kubikmeter Wasser. Durch die Flutung soll der Druck von den nicht vorschriftsmäßig errichteten Grubenwänden genommen werden.
Im Moment seien 40 Bauarbeiter mit dem Einbau einer Zwischendecke beschäftigt, die statt im Juni jetzt schon Mitte März fertig werden soll. Dadurch solle zusätzliche Stabilität erreicht werden. Nach Einbau der Zwischendecke müsse erst ab einem Pegel von 8,50 Metern geflutet werden, heißt es bei der KVB.
Infoveranstaltung für Bürger am Mittwochabend
Am Mittwochabend wollen KVB und Stadt Köln die Bürger über die aktuelle Lage auf den Baustellen für die neue Nord-Süd-Bahn informieren. Die Veranstaltung findet um 19.30 Uhr im Gürzenich statt. Thematischer Schwerpunkt soll nach Angaben der KVB die Haltestelle Heumarkt sein, da die weiteren Bauabschnitte aufgrund des Rohbau-Fortschritts nicht durch Hochwasser gefährdet seien.
Neben KVB-Vorstand Walter Reinarz und dem zuständigen Projektleiter haben auch Stadtdirektor Guido Kahlen, Ordnungsamts-Chef Robert Kilp, Feuerwehr-Direktor Stephan Neuhoff sowie Reinhard Vogt ihre Teilnahme angekündigt.
(Erstellt am 23. Februar 2010 - 11:19 Uhr; aktualisiert 23. Februar 2010 - 14:02 Uhr)
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Kommentare
Ob Flutung oder nicht ist
Ob Flutung oder nicht ist im Moment vollkommen egal. Wir müssen jetzt einfach viel weiter denken.
Nach den Bauschlampereien wird dies ja nun nicht die letzte Flutung bleiben!
Es muss jetzt mit der Entwicklung eines U-Bahn-U-Bootes begonnen
werden, da die KVB künftig die Passagiere von einem Ende des
Unterwasser-Heumarktes zum anderen Ende transportieren müssen.
Zum Beispiel ist es jetzt überaus wichtig darüber nachzudenken, ob der Einstieg in das U-Bahn-U-Boot von der rechten Seite oder von der linken Seite her erfolgen sollte.
Danke Ersnt_G! Es ist
Danke Ersnt_G!
Es ist wohltuend in der Diskussion auch mal eine wirkliche Meinung zu lesen, die nicht an klarer Argumentation entbehrt.
Es ist nur allzu kölsch, dass die Meisten nun das Trommelfeuer der Verschmähung auf Bilfinger Berger abhageln lassen.
Aber ganz so einfach ist das nicht. Wir erinnern uns:
Die KVB durfte als Bauherrin selber die Bauaufsicht führen und auch Protokolle erstellen, entgegennehmen und abzeichnen.
Nun? Wie gut war denn in der Sache die Bauaufsicht wohl offenbar?
Schramma da völlig rauszuhalten geht auch nicht, denn: selbst am Rathaus zeigten sich Risse und der traditionelle Teil des Rathauses senkte sich sogar. Es wurde der Heiratsbetrieb deswegen aus Gründen der Bauunsicherheit sogar untersagt.
Keiner was gewusst? Keiner was geahnt? Keiner was geschnallt? Rein gaaaar kein Klöngel?
Mit Sicherheit gab es da im negativen Sinne einen Klöngel, denn sonst hätte man schon frühzeitig reagiert anstatt alle Anzeichen einer Gefahr derart runter zu spielen. Sogar dann noch runter zu spielen, wenn das Haus in dem er arbeitete in Teilen zeitenweise als unsicher galt!
Was war mit den kölner Amtstellen, die neben der KVB
ebenfalls Teilbereiche verantwortlich zu kontrollieren hatten?
Wir erinnern uns: Es wurde nach Protokollen viel mehr Wasser abgepumpt als in Wirklichkeit. Das hat man flockig unterschrieben, aber rausgefahren ist das wohl nie jemand?
Man hätte nur die Pumpen und ihre Pumpleistung ansehen müssen und schnell wäre klar gewesen: hier wird nie im Leben genug abgepumpt!
Alles Dinge die nicht der Aufsicht durch Bilfinger Berger unterstanden.
Rein gaaaar kein Klöngel???
Wie kann man es dann erklären, dass die Staatsanwaltschaft Köln der KVB, den städtischen Stellen und der Baufirma eine Frist von 4 Wochen einräumte in der diese Beteiligten FREiWiLLG Beweismaterial einreichen konnten?
Das heipt doch im Klartext: ihr habt vier Wochen die Übelsten Dinge verschwinden zu lassen.
Sagt mal Kinners...wo gibt es das denn so noch?
Nee, iss klar: Köln und Klöngeln; ach was, das ist doch nur Gerede.
Edd hätt doch och enns imma jood jejange, oder ?
NEIN hat es nicht und das wird es auch nicht, wenn man nicht endlich mal gründlich wird und auch nicht vor Stadtfürsten zurückschreckt zu richten sondern mal voll drauf zu geht.
Es ist also nicht so, dass die Baufirma allein schuld ist und es ist auch nicht so, dass die Stadt Köln inclusive der KVB völlig schuldlos ist!
Nur wenn ihr die Augen auflasst und die Wunschblick-Brille bei Seite legt wird mehr von der Wahrheit ans Tageslicht kommen.
Das Problem mit den Pumpen
Das Problem mit den Pumpen war nicht, dass die Pumpen weniger amgepumpt haben als in den Protokollen stand.
Ganz im Gegenteil. Es wurde viel mehr abgepumpt als von dem Sachverständigen im voraus genehmigt wurde (wenn ich mich nicht irre waren vier Pumpen genehmigt, tatsächlich liefen aber zwölf). Dabei wurde nicht nur Grundwasser abgepumpt, sonder auch der Untergrund unter dem Archiv, wodurch es zu einem Hohlraum und dem späteren Einsturz kam.
Ach, hat der Klüngel jetzt
Ach, hat der Klüngel jetzt Internet?
Ich kann den Anwesenden nur die Lektüre der relevanten Rechts- und Verordungstexte nahlegen. Bauaufsicht, Rechenschaftspflicht und so weiter. Da sind die Zuständigkeiten geregelt.
Da hier aber einige die Sache einem Bauarbeiter im Alleingang in die Schuhe schieben wollen, sie nur kurz dran erinnert: Pfusch am Bau gab es schon in der Antike. Wir haben mittlerweile Mechanismen, das so etwas *eigentlich* verhindern soll. Und die das *eigentlich* auch schaffen. BB hat sich in der Vergangenheit nicht durch kollabierende Baugruben ausgezeichnet. Warum hier und warum jetzt?
Was Düsseldorf angeht: Machen wir uns nichts vor. Das System Erwin unterschied sich vom System Schramma durch wenig mehr als durch die Gelacktheit, die schlechtere Fußballmannschaft und die fehlende Überschuldung.
Nach dem Schiefen Turm hätte eine gründliche und sachkundige Überprüfung der Bauunterlagen stattfinden müssen. Bei den Rissen im Archiv hätten alle Alarmglocken klingeln müssen. Wurde eine Überprüfung durchgeführt? Wurde Alarm gegeben und, wie hier, eine ständige Kontrolle und Absicherung durchgeführt?
"Wenn, dann nicht gründlich und sachkundig", und "nein" sind die Antworten auf diese Fragen.
Und bei so vielen Fragen, wie damals bei der Sache mit dem Turm aufkamen, kann nicht nur eine Person in der Verwaltung kriminell gehandelt haben. Und eine ganze Menge Menschen hätte wegschauen müssen.
Ein Machtwort des OB, und der ganze Betrug wäre aufgeflogen, das Stadtarchiv stünde noch, es wären nicht 2 Bürger gestorben und dutzende zeitweilig aus ihren Häusern vertrieben worden, und ein enormer Schaden an Geld und Image wäre von Köln abgewendet worden. Aber es kam kein Machtwort. Klüngel ermöglicht ja nicht nur Korruption, sondern auch schnelle Kommunikation und unbürokratisches Handeln. Aber da kam nichts dergleichen.
Und noch 2 Dinge - eines, das wir niemals erfahren werden; eines, das woir gottseidank wissen.
Zum einen: hätten die Düsseldorfer auch ohne die Warnung aus Köln das Problem bemerkt? Oder wäre es so gelaufen: "Haha, die Kölschen können alles, nur kein Bier brauen und Tiefba*KRÄSCH*"?
Zum anderen: Stellen Sie sich bitte einmal vor, die Sache wäre nicht aufgeflogen, und am Samstagvormittag würde das Hochwasser in die Heumarktbaustelle einbrechen. Wird da dann dort in voller Besetzung gearbeitet, oder hätte es keine solche Gelegenheit zur Vorwarnung gegeben? Denken Sie an das Loch am Waidmarkt, und dann schauen Sie sich mal die Heumarktbaustelle an. Die ist ein bißchen umfangreicher, und liegt an einem etwas wichtigeren Infrastrukturachse...
Klüngel und Schuldfrage hin oder her - wie man sieht, geht es ja doch mit der Verantwortung. Mit den zeitigen Flutungsvorbereitungen ist (hoffentlich) ein Nackenschlag von Köln abgewendet worden, von dem sich unsere Stadt und Heimat so schnell nicht wieder erholt hätte, zumal in diesen wirtschaftlich schweren Zeiten.
Also wie selber gesagt
Also wie selber gesagt Baupfusch gab es immer und wird es trotzt aller Kontrollen immer geben, denn keine Kontrolle kann während der gesamten Arbeitszeit an den Objekten jederzeit vor Ort sein. Immer nur die Schuld ganz oben zu suchen, ob nun OB oder Vorstand der Firma ist Unsinn. Sicher tragen sie die Verantwortung, aber Schuld oder gar Systemversagen heranzuziehen um Straftaten zu entschuldigen ist und bleibt der falsche Weg. Wäre genauso, als wenn man die Polizei dafür verantwortlich macht, wenn irgendwo ein Verbrechen gegangen wird.
Bauaufsicht soll verhindern, dass gepfuscht wird am Bau, aber jede Aufsicht hat ihre Lücken und wer diese kennt, kann sie auch nutzen - und genau das scheint hier der Fall zu sein.
Das ständige nach weiteren Schuldigen suchen führt nur zu einer falschen Sachdiskussion. Denn im Mittelpunkt muss stehen:
1. Welcher Schaden ist entstanden
2. Wie kann man den Schaden geseitigen/mindern
3. Wer haftet für den Schaden
4. Wie kann man künftig derartige Schäden vermeiden.
Um Frage 3 zu beantworten, muss ermittelt werden, wer Täter und Mittäter sind. Das geschieht gerade durch die Staatsanwaltschaft und die Beteiligten. Warten wir doch ob, was dabei letztendlich herauskommt.
Alles Andere führt sowieso zu nichts außer vielleicht Gallensteinen ...
Man sollte mal nachprüfen,
Man sollte mal nachprüfen, ob die Lärmschutzeinhausung an der A1 auch manipuliert wird. Da ist auch die gleiche Firma am Werk.
Naja, da jetzt in
Naja, da jetzt in Düsseldorf beim U-Bahn-Bauprojekt auch gefälschte Bauprotokolle aufgetaucht sind, die nach Meldungen des WDR von denselben Bauarbeitern gefälscht worden sein sollen, hat das wohl weniger mit Kölschem Küngel als mit kriminellem Fehlverhalten Einiger zu tun.
Fluten! Fluten! Dann
Fluten! Fluten! Dann Schramma und alle Klüngel-Konsorten in Gummiboten drauf aussetzen und am Wochenende zum Spot aller Kölner veröffentlichen.
Schämt Euch!
Hallo HaraldS., wenn man von
Hallo HaraldS.,
wenn man von nichts eine Ahnung hat, allerdings davon ganz viel, sollte man sich nicht melden, denn diese Sache hat weder mit Schramma noch wie geschrieben mit allen Klüngel-Konsorten zu tun. Also erst Gehirn einschalten wenn eins vorhanden sein sollte.
Wir fluten den Heumarkt! Und
Wir fluten den Heumarkt! Und das Agrippabad gleich mit!!!
Und dein Gehirn fluten wir
Und dein Gehirn fluten wir mit .
Hihi, mein Gehirn!
Hihi, mein Gehirn!
Das ist doch alles nicht zu
Das ist doch alles nicht zu fassen. Ist man hier in Köln wirklich die Klüngel-Metropole? Ich glaube ja.
Ist MAN hier in Köln die
Ist MAN hier in Köln die Klüngelmetropole? Also ich bin in Köln... ich bin keine Metropole! Johannes Gabriel ist eine Metropole! Horsti nicht!









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