Feiern und frieren
Glasverbot im Karneval: "Prosecco aus Plastikflasche schmeckt nicht"
Trotz eisigen Windes und Minustemperaturen haben am Donnerstag Zehntausende Jecken den Beginn des Straßenkarnevals gefeiert. Neu war das befristete Glasverbot, das in der Altstadt und Teilen des Studentenviertels eingeführt wurde, um so Verletzungen durch Scherben vorzubeugen.
Wer dennoch mit Alkohol in Flaschen am Rand der Sperrzone erschien, für den hatte das Ordnungsamt eigens Container aufgestellt. Die Kioskbesitzer, die um ihr größtes Geschäft des Jahres bangten, hatten kurzerhand große Bestände an Dosenbier aufgekauft.
Doch nicht jeder ließ sich durch den höchstrichterlich bestätigten Glasbann beeindrucken. «Prosecco aus der Plastikflasche schmeckt einfach nicht», behauptete jedenfalls eine aufgebrezelte «Carmen», die den italienischen Perlwein eigenen Angaben zufolge «im Dekolleté» in die Sperrzone geschmuggelt hatte. Wenn sie mit der Flasche vom Ordnungsamt erwischt worden wäre, hätte sie 35 Euro Strafe zahlen müssen. Dieselbe Buße erwartete jeden, der Hauseingänge oder Mauern den reichlich aufgestellten Dixi-Klos vorzieht.
Das Glasverbot und die Kälte führten dazu, dass etliche
Kostümierte auf Softdrinks und Fruchtsäfte umstiegen, die dann mit
Hochprozentigem angereichert wurden. So hatten die Rettungsdienste
schon relativ früh mit stark alkoholisierten Jecken zu tun.
Nach Angaben der Polizei wurde bis zum Abend tatsächlich kein Zwischenfall im Zusammenhang mit Glasscherben gemeldet. Auch ansonsten verlief Altweiber für die Kölner Polizei bis zum frühen Abend eher unauffällig. Die etwa 40 Platzverweise würden «sich im Bereich des Üblichen bewegen», sagte eine Sprecherin. (ddp)
(Erstellt am 11. Februar 2010 - 16:38 Uhr; aktualisiert 11. Februar 2010 - 19:38 Uhr)
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Kommentare
Ich kann die Ansichten
Ich kann die Ansichten vieler hier wirklich nicht verstehen.
Anstatt dass hier eine begangene Ordnungswidrigkeit geahndet wird (nämlich der unsachgemäße Umgang mit Glas), wird wieder einmal mit dem Kamm über alle Karnevalisten gefahren und der alleinige Besitz einer Flasche mit 35,- Euro geahndet. Diese Entwicklung ist beängstigend.
In zehn Jahren darf niemand mehr Auto fahren, da man eventuell jemand anderen damit verletzen könnte.
torsten bleib ruhig in
torsten bleib ruhig in Ehrenfeld
Was bringen die Kontrollen
Was bringen die Kontrollen bitte am Anfang und Ende der Zülpicherstraße, wenn man jederzeit über die Kyffhäuser und Heinsberger mit allem was man dabei hat auf die Zülpicher maschieren kann... Zumindest habe ich mich das gestern gefragt.
Naja, heute morgen sah es im Viertel auf jeden Fall besser aus, als die letzten Jahre. Es hat also doch irgendwas gebracht. Bestimmt noch ausbaufähig.
Ich wohne in der Altstadt
Ich wohne in der Altstadt und finde das Glasverbot klasse. Von mir aus könnte man die Verbotszonen künftig sogar noch weiter ausweiten.
Klasse, Stadt Köln! Die
Klasse, Stadt Köln!
Die Eventstadt beeindruckt wieder einmal mit Kreativität bei der Lösung von Problemen.
Anstatt von allen, die Glasflaschen vertreiben, eine geringe Pauschale zur späteren Stadtreinigung zu verlangen, geht es schnellen Schrittes mit Hunderten von Gesetzeshütern in Richtung Überwachungsstaat. Ein Tipp: Die Nacktscanner können auch hier wunderbar zum Einsatz kommen.
Mir ist nicht bekannt, dass die Kölner Krankenhäuser sich in den letzten Jahren über eine unkontrollierbare Fülle von Glasverletzungen beschwert hat.
Brauereien laufen zu Recht Sturm. Kioskbetreiber müssen ihr halbes Sortiment austauschen. Jugendliche steigen auf hochprozentige Mischgetränke um, anstatt sich der plötzlich so gefährlich gewordenen Bierflasche hinzugeben.
Kölle Alaaf und im nächsten Jahr bitte wieder weg mit diesem steuerfinanzierten Mist! Ich freue mich auf ein Karneval in Ehrenfeld, wo Glas zum Glück noch nicht diskriminiert wird.
Gute Idee, bitte geh nach
Gute Idee, bitte geh nach Ehrenfeld. Und nimm alle, die du kennst, mit.
Habe ich gemacht. Die
Habe ich gemacht. Die Gastronomie hat´s gefreut. :-)
Klasse, Stadt Köln! Die
Klasse, Stadt Köln!
Die Eventstadt beeindruckt wieder einmal mit Kreativität bei der Lösung von Problemen.
Anstatt von allen, die Glasflaschen vertreiben, eine geringe Pauschale zur späteren Stadtreinigung zu verlangen, geht es schnellen Schrittes mit Hunderten von Gesetzeshütern in Richtung Überwachungsstaat. Ein Tipp: Die Nacktscanner können auch hier wunderbar zum Einsatz kommen.
Mir ist nicht bekannt, dass die Kölner Krankenhäuser sich in den letzten Jahren über eine unkontrollierbare Fülle von Glasverletzungen beschwert hat.
Brauereien laufen zu Recht Sturm. Kioskbetreiber müssen ihr halbes Sortiment austauschen. Jugendliche steigen auf hochprozentige Mischgetränke um, anstatt sich der plötzlich so gefährlich gewordenen Bierflasche hinzugeben.
Kölle Alaaf und im nächsten Jahr bitte wieder weg mit diesem steuerfinanzierten Mist! Ich freue mich auf ein Karneval in Ehrenfeld, wo Glas zum Glück noch nicht diskriminiert wird.
Wo ist da das Problem? Es
Wo ist da das Problem? Es gibt auch noch andere Getränke!




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