Flucht aus JVA Aachen
Gefängnis-Ausbrecher nahmen Geisel in Köln
Nach Hinweisen aus der Bevölkerung wurde in der Nähe des Essener Baldeneysees nach den Flüchtigen gesucht. Auch der Einsatz von Hubschraubern mit Wärmebildkameras brachte aber keinen Erfolg.
Am Freitag zwangen die beiden eine 19-jährige Kölnerin, sie mit ihrem Auto nach Essen zu fahren. An der Kettwiger Ruhrbrücke ging der Frau jedoch der Sprit aus und der Wagen blieb stehen. Die beiden Männer flüchteten zu Fuß weiter. Die Frau blieb unverletzt und gab eine Beschreibung der Täter ab. Einer der beiden 50 und 46 Jahre alten Männer hat sich inzwischen den Oberlippenbart abrasiert.
Nach den bewaffneten Schwerverbrechern war seit Donnerstagabend im gesamten Bundesgebiet sowie im benachbarten Ausland gefahndet worden. Sie hatten am Donnerstagabend gegen 20.00 Uhr im Bereich einer Eingangschleuse zum Gefängnis einen Justizmitarbeiter bedroht und überwältigt. Danach kam den Männern offenbar der Zufall zu Hilfe. Sie konnten ein Taxi kapern, das gerade einen Freigänger zurück zur JVA gebracht hatte.
Von dem Taxi ließen sie sich zunächst nach Kerpen-Buir fahren. Dort sollen sie gemeinsam mit dem Taxifahrer in ein anderes Taxi umgestiegen sein, das sie zum Vorplatz des Kölner Hauptbahnhofs brachte. Von dort aus flohen sie zu Fuß in die Kölner Innenstadt, wo sich zwischenzeitlich ihre Spur verlor.
Bediensteter der JVA Aachen festgenommen
Zwei Waffen aus dem JVA-Bestand sollen im Besitz der Männer sein. Die Pistolen mit jeweils acht Schuss Munition waren bei der Flucht aus einem Tresor an der JVA-Pforte entwendet worden.
Die Bevölkerung wurde davor gewarnt, sich den Männern zu nähern. Die wegen Mordes, Mordversuchs und Raubes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilten Männer hätten sich in der Vergangenheit brutal und rücksichtslos gezeigt.
Vor ihrer gelungenen Flucht an der JVA-Schleuse für Fahrzeuge mussten die Männer fünf Türen überwinden, um bis dorthin zu kommen. Zum Tatzeitpunkt waren rund 40 JVA-Mitarbeiter im Dienst.
Persönliche Konsequenzen lehnte die Ministerin zum jetzigen Zeitpunkt ab. Sie werde die Ermittlungen abwarten und dann die «notwendigen Maßnahmen» ergreifen, sagte Müller-Piepenkötter. Die SPD-Opposition forderte eine lückenlose Aufklärung. «Sollte sich der Verdacht einer Fluchthilfe durch einen oder mehrere Bedienstete bestätigen, müssen die Hintergründe vollständig aufgedeckt werden», sagte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Ralf Jäger.
(27. November 2009 - 16:35)
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Kommentare
Hallo , Mich erschreckt es
Hallo ,
Mich erschreckt es richtig , wie viele kriminelle es alleine in deutschland gibt.
Wo war die letze spur von ihnen ?
In NRW oder in Köln ?















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