Brauerei zieht Bilanz für 2008
Gaffel trotzt Negativtrend im Kölschmarkt
Die zweitgrößte Kölschmarke zeigt sich krisenfest: Trotz Negativtrend im Biermarkt legte die Privatbrauerei Gaffel bei Gastronomie- und Handelsverkäufen zu. Die Traditionsmarke sieht sich durch Kosteneinsparungen im vergangenen Jahr gut aufgestellt für den zunehmend schärfer werdenden Wettbewerb.
Die Kölner trinken weniger: ein Minus von zwei Prozent verzeichnete der Kölschmarkt im Jahr 2008. Die Privatbrauerei Gaffel konnte jedoch ein Absatzplus verbuchen und ihren Anteil am Gesamtmarkt auf 21 Prozent steigern. Somit ist das Traditionsbier die zweitgrößte Kölschmarke.
Die Marktführerschaft in der Kölschgastronomie konnte um drei Prozent auf knapp 30 % Prozent ausgebaut werden - damit ist jedes dritte in der Gastronomie gezapfte Obergärige ein Gaffel. Als Ursache für den allgemein aber rückläufigen Konsum sieht man unter anderem auch das 2008 eingeführte Rauchverbot: "Insbesondere die traditionelle Gastronomie leidet stark unter den veränderten Rahmenbedingungen," berichtete Vertriebsleiter Andre Oos.
Auch bei den Kennzahlen im Handel muss sich bei Gaffel niemand verstecken. Hier legte man um 8,4 Prozent bei der Flasche und um 18,6 Prozent beim Partyfässchen zu. Als „Kölsch der Fußballfans“ werden die Vereine 1. FC Köln, Bayer 04 Leverkusen und Fortuna Köln unterstützt - zuletzt mit Sonderaktionen wie dem FC-Partyfässchen. Auch 2009 wirbt die Kultband Brings wieder für Gaffel Kölsch.
Nach Kosteneinsparungen in der Vergangenheit blickt man nun entspannt in die Zukunft: „Wir sehen uns mit diesen Maßnahmen für den sich zunehmend verschärften Wettbewerb im Bier- und Kölschmarkt bestens aufgestellt“, resümmierte Heinrich Becker, Geschäftsführender Gesellschafter des Braukonzerns.
(Erstellt am 22. Januar 2009 - 10:36 Uhr; aktualisiert 22. Januar 2009 - 12:02 Uhr)
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