Pokalspiel gegen Unterhaching
Für den FC heißt es: „Ärmel hochkrempeln und Attacke“
Vor dem DFB-Pokalspiel bei Drittliga-Spitzenreiter Unterhaching plagen FC-Trainer Holger Stanislawski einige Personalsorgen. Dennoch fordert der Coach von seinen Jungs „vollen Einsatz“. Denn der Hamburger weiß: „Im Pokal zählt nicht die Liga oder der Etat – da zählt nur der Sieg.“
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Von Cora Finner
„Wenn der 1. FC Köln am Samstag (15.30 Uhr) im DFB-Pokal auf die SpVgg Unterhaching trifft, erwartet Trainer Holger Stanislawski „einen heißen Pokalfight“. Und das ist durchaus wörtlich zu nehmen. „Wir stellen uns auf 35 bis 38 Grad ein. Bei solchen Temperaturen muss man auch den Willen haben, zu marschieren“, sagte der Hamburger. Denn marschieren ist laut Stanislawski das A und O, will man beim Drittliga-Spitzenreiter bestehen. „Unterhaching ist wahnsinnig laufstark – offensiv und defensiv. Das müssen wir annehmen und dagegen halten“, forderte der Coach.
Wem genau er diese Kampfbereitschaft zutraut, wollte der Hamburger noch nicht verraten. Klar ist nur, dass er an diesem Wochenende neben Christian Clemens auch auf Adam Matuschyk und Adil Chihi verzichten muss. Dafür rücken Tobias Strobl und Fabian Schnellhardt in den Kader. „Wir fahren mit 16 Spielern nach Bayern – das ist alles was wir derzeit haben“, erklärte Stanislawski. Doch klagen wollte der 42-Jährige nicht – im Gegenteil: „Jetzt heißt es Ärmel hochkrempeln und Attacke.“
"Mini-Etat gegen die meistren Schulden"
Rund 1.500 FC-Fans werden das Team dabei vor Ort unterstützen. Sie alle hoffen nach nur einem Punkt aus zwei Spielen auf den ersten Kölner Saisonsieg. „Natürlich erwartet jeder, dass sich der Zweitligist gegen den Drittligisten durchsetzt“, weiß Stani um den Druck, der auf den Geißböcken lastet. Doch auch wenn Unterhaching mit gerade einmal 800.000 Euro den geringsten Etat aller deutschen Profivereine hat, als klaren Favoriten sieht der Trainer sein Team nicht. „Am Samstag heißt das Duell Drittliga-Mini-Etat gegen die meisten Schulden der zweiten Liga – mal schauen wer das Rennen macht“, scherzte er. Aber natürlich zähle für den FC nur das Weiterkommen: „Wenn’s sein muss dann auch erst im Elfmeterschießen.“
Speziell üben lässt Stanislawski das Elfmeterschießen im Übrigen nicht. „Das habe ich noch nie gemacht und ich glaube auch nicht, dass man diese Drucksituation trainieren kann“, so der Coach. Wenn es so weit käme würden sich schon fünf Schützen finden, ist der 42-Jährige optimistisch. „Aber wir wollen ohnehin lieber vorher gewinnen.“
Ein Sieg wäre nicht nur sportlich wichtig
Es wäre ein wichtiger Sieg für Köln – sportlich und finanziell. Der Einzug in die zweite Pokalrunde würde rund 250.000 Euro in die klamme FC-Kasse spülen. Wichtiger ist dem Trainer aber das Selbstvertrauen, das seine Spieler dadurch tanken könnten. „Die Jungs müssen einfach mal erfahren, wie sich ein Sieg anfühlt. Das würde ihnen einen unheimlichen Schub geben – auch für die Liga“, ist sich der Hamburger sicher.
Doch bis es soweit ist, wartet in Unterhaching noch ein hartes Stück Arbeit auf das junge FC-Team, weiß auch Stanislawski: „Im Pokal spielen Liga, Wetter oder Etat keine Rolle. Das ist ein Spiel elf gegen elf und da müssen wir als Sieger vom Platz gehen.“ Sonst wäre der Fehlstart in die Saison wohl endgültig perfekt.
(Erstellt am 16. August 2012 - 16:23 Uhr; aktualisiert 17. August 2012 - 10:06 Uhr)
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Kommentare
Moment mal, Stani spricht
Moment mal, Stani spricht doch von einem Drittligisten?
Übt er schon für die nächste Saison?






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