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"Modernste Schule Kölns"

Friedrich-Wilhelm-Gymnasium kehrt an Waidmarkt zurück

„Die modernste Schule Kölns“, schwärmt Schuldezernentin Agnes Klein vom neuen Friedrich-Wilhelm-Gymnasium. Am 27. August, zum neuen Schuljahr, wird es wiedereröffnet. Die Hälfte der rund 1.100 Schüler wird dann aus dem dreieinhalb Jahre dauernden Exil an den Waidmarkt zurückkehren können. Rund 26 Millionen Euro kostet die Generalsanierung.

Geplant war sie schon lange. Begonnen werden sollte mit neuen Fenstern und energetischen Maßnahmen. Dann kam der 3. März 2009: Das gegenüberliegende Stadtarchiv stürzte ein – und auch das Schulgebäude aus den 1950er Jahren war statisch nicht mehr sicher. Die Schule wurde ausquartiert, unter anderem in das VHS-Gebäude am Neumarkt.

Die Stadt reagierte schnell: Statt der geplanten Nach-und-Nach–Sanierung mit der entsprechenden Störung des Unterrichts entschloss sie sich zu einer Radikallösung in einem Schritt: Wenn die Schule wieder bezogen werden kann, dann soll sie „fertig“ sein. Das entsprach auch dem Wunsch der Schulleitung, der Schüler und der Eltern.

Doch der „Altbau“ brachte manche teure Überraschung. So hatte man die Fundamentplatten aus Stahlbeton seinerzeit einfach über die Hohlräume des Trümmergrundstücks gelegt. Nun entdeckte man Korrosionsschäden, die nur von unten beseitigt werden konnten. Oder die Fliesen der Fassaden: Ging man zunächst davon aus, nur 10 Prozent müssten erneuert werden, waren es am Ende 70.

Das alles trieb die Baukosten in die Höhe: Aus ursprünglich geschätzten 14 Millionen wurden 26. Dazu trugen auch neue Brandschutzvorschriften bei oder die moderne Stromversorgung: gab es früher nur eine Steckdose pro Schulklasse, sind es heute für modernste Kommunikationstechnik zehn, so Engelbert Rummel, Leiter der städtischen Gebäudewirtschaft.

Teuer ist auch die Samstag- und Sonntagarbeit: Um den Termin 27. August einzuhalten, wird seit diesem Jahr auch an den Wochenenden gearbeitet. Weitere 800.000 Euro kostete allein die Ausstattung der Fachräume mit modernstem Standard. Derzeit werden täglich 130.000 Euro „verarbeitet“, darin auch enthalten die Transportkosten für die Schulmöbel, die seit diesem Donnerstag aus der VHS zurück gebracht werden.

Die Oberstufe, zur Zeit noch an der Hohen Pforte untergebracht, wird allerdings erst im Januar oder März 2013 an den Waidmarkt zurückkehren können. Erst dann wird der Erweiterungsbau fertig sein, ebenso Aula und die beiden Turnhallen. (js)

(Erstellt am 9. August 2012 - 15:26 Uhr; aktualisiert 10. August 2012 - 10:40 Uhr)


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