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Neue Ausstellung im Schokoladenmuseum

Kölner Dom in Schokolade

Zum Reinbeißen lecker - das ist jetzt auch der Kölner Dom. Eine neue Ausstellung im Kölner Schokoladenmuseum widmet sich ganz dem Kölner Wahrzeichen und man hat ihn hier - wie sollte es anders sein - in Schokolade gegossen.

Bildergalerie: Kölner Dom-Skulpturen in Schokolade

Dabei wurde allerdings nicht der ganze Dom versüßt, sondern einzelne Details aus der Fassade, den Altären, Türmen und Nischen der Kathedrale. Insgesamt wurden 31 Skulpturen in Schokolade gegossen, einige davon als Model, andere in Originalgröße. Die heilige Katharina beispielsweise wiegt allein 40 Kilogramm und würde es, sofern man sie vertilgen würde, auf 200.000 Kilokalorien bringen.

Video: Der Dom in Schokolade

Ein Jahr hat die Vorbereitung für die Ausstellung gedauert, der sich Maitre Chocolatier Josef Amel gewidmet hat. Der Altmeister der Schokoladenherstellung ist für die besonderen Aufgaben des Hauses zuständig und arbeitet bereits seit 59 Jahren mit der süßen Masse. Mit Begeisterung hat er sich an die Aufgabe gemacht. "Schokolade ist und bleibt mein Leben." Doch brauchte er auch jede Menge Geduld für die Herstellung der Figuren. "Die Aushärtung dauerte 24 Stunden," so Amel, denn die Figuren bestehen aus massiver Schoklade und sind keine Hohlkörper.  

Hexe, Wildschein und Betriebsrat

Zu bewundern sind allerdings nicht nur Heilige - ein Trompeter, eine Hexe, ein Drache, ein Wildschein und sogar ein Betriebsrat sind mit dabei. "Die Besucher werden erstaunt sein, was sich alles am Dom befindet", freut sich Museumsdirektorin Maria Mrachacz über die faszinierenden Gebilde. 

Auch Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner ist begeistert von der Zusammenarbeit und den süßen Skulpturen. "Vielleicht gucken die Leute danach auch beim Dom selber im Detail hin", so die Dombaumeisterin. Oft würde man ihn nur als gesamtes Kunstwerk betrachten, doch gerade in den kleinen Feinheiten sehe man "die Qualität der Steinmetze". Ihren persönlichen Liebling hat sich die Dombaumeisterin bereits auserkoren: ihre Namenspatin die heilige Barabara ist auch zu Schokolade geworden.

Die Idee für die Kooperation der beiden meistbesuchten Touristenmagnete entstand vor längerer Zeit, als Domprobst Bernard Henrichs in den Ruhestand verabschiedet wurde (2004). Da er der Schokolade sehr zugetan war und mit Zweitnamen Martin hieß, überlegte sich die Dombaumeisterin gemeinsam mit weiteren Weggefährten, die Skulptur des heiligen Martin, die sich an der Fassade befindet, in Schokolade zu gießen. Diese Skulptur wurde Henrichs als Abschiedsgeschenk überreicht. Die wiederum teilte er aber ganz getreu seinem Namenspaten zufolge mit den Kindern einer Kölner Tagesstätte.

Skulpturen werden nach Ausstellungsende versteigert

Zum Verzehr geeignet sind die Skulpturen, die noch bis zum 15. Februar 2012 am Rheinauhafen zu sehen sind, leider nicht. Die Werke wurden aus Fehlproduktionen und abgelaufenen Schokoladenstücken produziert. Zudem wurden sie in Silikonformen ausgegossen, die nicht für Lebensmittel geeignet sind. Die kleinen Kreuzblumen hingegen, die seit Ausstellungsbeginn im Shop des Museums erhältlich sind, dürfen gegessen werden. Zwei Euro des Verkaufspreises (6 Euro) gehen an den Zentral-Dombau-Verein (ZDV).

Doch nicht nur hiervon profitiert der ZDV - nach Ausstellungsende sollen die Domskulpturen meistbietend verteigert werden und der Erlös kommt in voller Größe dem Verein zugute, der sich um die Erhaltung des Wahrzeichens kümmert. Gebote für die einzelnen Skulpturen können bereits über die Homepage des Schokoladenmuseums (www.Schokoladenmuseum.de) abgegeben werden. (kb)

(Erstellt am 10. November 2011 - 15:56 Uhr; aktualisiert 14. November 2011 - 16:59 Uhr)


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