Im Siebengebirge

Durchs älteste Naturschutzgebiet Deutschlands

Die Wanderung durchs Annatal hinauf zur Ruine der Löwenburg führt auf 10 Kilometern durchs älteste Naturschutzgebiet Deutschlands: das Siebengebirge. Man kommt vorbei an den Fachwerkhäusern Bad Honnefs,Streuobstwiesen und durch ursprünglichen, wildromantischen Mischwald.

Der Band "Das Siebengebirge" aus der Reihe "Tippeltouren" versammelt die schönsten Rundwanderwege im Siebengebirge, dem Kottenforst und dem Drachenfelser Ländchen. Zusätzlich bietet der Wanderführer eine Streckenwanderung entlang des Rheinsteigs von Oberkassel bis zur Erpeler Ley. Das Buch ist eine Mischung aus Wander-wegbeschreibung, Erlebtem, Überliefertem und Erzähltem, angereichert mit Geschichte und Geschichten. In 23 Touren mit vielen Varianten führt der Wanderführer in das Herzstück der Region Bonn und an die bedeutenden Stätten ihrer wechselvollen Geschichte.

Wegbeschreibung:

Wir beginnen unsere Tour in Rommersdorf und wählen als Startpunkt für den Aufstieg durch das schöne Annatal das „Annaplätzchen“ aus, wo Hieronymus Eck 1923 seiner Vaterstadt Honnef einen Brunnen gestiftet hat. Wir lesen „Annatal“ im Stein, wandern am alten Torbogen unter einer großen Linde über die „Rommersdorfer Straße“ hinweg und folgen der „Wilhelmstraße“, wie die Straße hier noch heißt, in Richtung Annatal. Vorbei am alten Weinhaus „Steinbach“ von 1752 (mit deutlich wilhelminischen Erweiterungen) wandern wir auf der „Möschbachstraße“, an schönen Fachwerkbauten vorüber, dem Bachlauf entgegen, der hier noch, wie in alter Zeit, von Haustür zu Haustür springt.

Wo die „Möschbachstraße“ endet und der „Finkenpfad“ beginnt, unterquert der Bachlauf die „Schaaffhausenstraße“, die rechts nur noch für Anlieger befahrbar ist. Ihr folgen wir nun rechts, den Bach zur Linken. Gegenüber Haus 44 finden wir am Ende des Ortes eine Sitzgruppe und kommen nun in den Wald, wo der Bachlauf in Terrassen im Schatten hoher Buchen fließt. Es geht an einem Holzbrückchen vorüber, wir bleiben auf dem Rheinsteig-Zugangsweg diesseits des Bachlaufs, vorbei an einem zweiten Brückchen von 1999, bachaufwärts weiter und vorüber an der „Römerquelle“, die Hubert Schaaffhausen 1847 anlegen ließ, um seine Villa unterhalb mit Wasser zu versorgen.

Der Bach im engen Kerbtal ist nun weit naturbelassener als noch im Ort. In seiner nächsten Biegung, wo man ihn befestigt hat, führt uns ein hölzernes Brückchen auf sein rechtes Ufer und hoch in der Böschung hinauf, wo schon ein Geländer nötig ist. Zur Kaiserzeit war dies der meistempfohlene Spazierweg der Gemeinde mit „balsamischen Düften“ und dem „Lebensodem der frischen Morgenluft“, wie es im „Neuesten Führer“ des Jahres 1904 vermerkt ist: „Hier ist ein Ort der Abgeschlossenheit, ein ewiger Feiertag der Natur, die in feierlicher Stille den ruhedürstenden Wanderer in ihre heiligen Hallen aufnimmt.“

So erreichen wir den weitläufigen Platz an der Rommersdorfer Hütte, wo es eigentlich zwei Hütten gibt: Zweimal ist der Bach gestaut und zum „Amphibien-Lebensraum“ gestaltet worden. Unter der Kastanie orientieren wir uns am Hinweisstein und folgen dem Weg „Löwenburg 3 km“ im Annatal hinauf, den Bachlauf weiterhin zur Linken, während der Rheinsteig-Zugang rechts durchs Tretschbachtal verläuft. Der fest geschotterte Weg steigt unter Buchen, Eichen, Esskastanien und Lärchen stetig an, bald ist vom Bach nichts mehr zu ahnen. Gut einen halben Kilometer nach den Hütten passieren wir eine alte Streuobstwiese zur Rechten. Als wir die Wiese hinter uns gelassen haben, gabelt sich bald darauf der Weg: Links steigt er ab ins Annatal, wir bleiben geradeaus und gehen gleich darauf vor dunklem Fichtenwald nach rechts.

Zur "Josef-Erdmann-Hütte"

Nach mehr als 300 Metern schwenkt der Weg dann wieder links und stößt bei einer Sechseckhütte auf einen Querweg, den wir links verfolgen, weiterhin in Richtung „Löwenburg“. Zur Rechten steigt neben uns die Fritscheshardt an. Nach ca. einem halben Kilometer passieren wir einen Querweg, der links ins „Annatal“ hinunterführt und für Rommersdorf 2,9 Kilometer berechnet, während unser Weg laut Hinweisstein 200 Meter kürzer ist. Hier steht hinter dem Wegekreuz die viereckige „Josef-Erdmann-Hütte“. Wir wandern hier am großen Hinweisstein vorüber, bei der Gabelung nur wenig später links und erreichen gleich darauf ein Wegedreieck mit großem Hinweisstein, 3 Kilometer oberhalb von Rommersdorf, zur Löwenburg noch einen, wie wir lesen.

Wir gehen links, nun wieder mit dem Zugangsweg des Rheinsteigs. Zweihundert Meter weiter, wo es links mit dem Rheinsteig „über die Breiberge“ geht, steht beim Hinweisstein auch eine Bank. Hier schwenkt der Weg nach rechts, und wir wandern nun hoch über dem Rhöndorfer Tal, nach etwa 100 Metern zweigt rechts der Rundweg um den Kegel der Löwenburg ab („Löwenburg“ ist hier rechts markiert!). Wir bleiben mit dem Rheinsteig auf dem Oberrand des tiefen Tals, kommen an einem Brünnchen vorüber und passieren wieder einen Weg ins Annatal, auch den „Lohrberg-Rundweg“, und erreichen nach den Streuobstwiesen zuletzt die Passhöhe am „Löwenburger Hof“.

Gleich, ob man einkehrt oder nicht, der Weg zurück führt dann am „Löwenburger Hof“ vorüber und bei der Gabelung nicht links und längs der Wiesen, sondern mit dem Rheinsteig rechts, 250 Meter weit bis an die nächste Gabelung. Halblinks führt der Rheinsteig nun hinab ins Schmelztal, halbrechts läuft der Rundweg um die Löwenburg. Rechts, und bei der rot-weißen Schranke spitz zurück und geradewegs den Berg hinauf, führt der Rheinsteig-Zugangsweg (gelbe Markierung), der bei einer Bank nach kurzem Aufstieg links schwenkt, halb um den Berg herum verläuft und bei der unmarkierten Gabelung (der schmale Pfad führt geradewegs hinab zum „Löwenburger Hof“) wieder rechts und aufwärts steigt, bis wir das Mauerwerk der Löwenburg erreichen und rechts, durch einen Durchlass, in das Innere der Burg gelangen.

Von der Ruine in Richtung Bad Honnef

Der Blick zum Ölberg hin ist hier von Eschen zugestellt. Im Inneren indes, rings um den wuchtigen Vermessungspunkt (455 Meter über dem Meer), gibt es viel zu sehen. Wir verlassen die Ruine so, wie wir gekommen sind und gehen auf dem Zugangsweg zurück. Dann folgen wir dem absteigenden Rheinsteig in Richtung Schmelztal („2,3 km“). Der Schotterweg ist ausgesetzt am steilen Hang des Possbergs, es geht durch dunkle Fichten, dann wird er flach, schwenkt rechts und führt uns an ein Wegekreuz mit einem Schleppweg gegenüber. Hier halten wir uns rechts in Richtung auf Bad Honnef (Hinweisstein: „3,4 km“). Ein dünner Wasserfaden hat sich tief zur Linken eingekerbt.

Am Dreiweg nach 400 Metern verlässt uns der Rheinsteig nach links, wir überqueren den Possbach und wandern in der Böschung weiter geradeaus („Bad Honnef 3 km“), zunächst durch Fichtenwald, nach einer Geländekerbe dann durch Buchenhochwald. Einen Dreiviertelkilometer nach der letzten Abzweigung passieren wir erneut ein Wegedreieck, bleiben hier halblinks und stoßen gleich bei einer Sechseckhütte und einer Wanderwegetafel auf den Rheinhöhenweg mit Hinweisstein. Hier gehen wir nun links („Bad Honnef“). Ehe wir den Wald verlassen, beschreibt der Weg eine Kehre nach links. Wir schauen auf Bondorf hinunter durch die Spitzen hoher Edeltannen und kommen bei einer grün-weißen Schranke an das heutige Ende der „Bergstraße“. Der Parkplatz rechts gehört zu Hohenhonnef.

Gleich dahinter folgen wir dem unmarkierten Weg hinunter von der Reichenberger Höhe, stetig fallend in einer flachen Kerbe auf der Grenze zwischen Wald und Gärten, bis wir zuletzt zwischen zwei weißen Häusern Bad Honnef erreichen und halblinks weiter abwärts steigen („Am Reichenberg“). Unten, auf der „Reichenberger Straße“ wandern wir nach rechts, durch den beneidenswertesten Teil von Honnef, seit 1939 Bad Honnef, auf die kahlen Felsenwände der Wolkenburg zu.

Schließlich, nach über 300 Metern, stoßen wir auf das Ende des Sträßchens „Am Buchebonne“ und gehen halblinks mit der „Bismarckstraße“ weiter, noch durch ihren leichten Linksknick und vorüber an der Straße „Im Gier“, die links abzweigt, und nehmen dann schräg gegenüber, zwischen zwei Fachwerkhäusern, den Fußweg nach rechts. Der Weg führt am Siebengebirgsgymnasium vorüber und dahinter links hinab („Im Krahfuß“) und durch die „Spießgasse“ oder die „Rommersdorfer Straße“ zurück.

Die Wanderung stammt auszugsweise aus:

Das Siebengebirge mit Kottenforst und Drachenfelser Ländchen
23 Tippeltouren. Mit Rheinsteig bis zur Erpeler Ley
Peter Squentz
264 Seiten, mit 186 farbigen Abbildungen und 25 Karten
12,5 x 20,0 cm, kartoniert

Erschienen im Bachem-Verlag, März 2007
14,95 Euro (ISBN: 978-3-7616-2048-9)

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Anfahrt:
Mit dem Pkw über die B 42 bis Rhöndorf, über „Rhöndorfer Straße“, „Frankenweg“ bis Rommersdorf, im Stadtbild parken in Höhe „Schaffhausen-“ oder „Möschbachstraße“.
Mit der Bahn (RE 8, RB 27) bis Rhöndorf, dann mit Buslinie 566 bis Rommersdorf (VRS Tel. 01803/50 40 30).
Dauer: 3 Stunden
Länge: 10 km, deutliche Steigung
Varianten: Der Weg lässt sich um den Lohrberg-Rundweg erweitern und mit Weg 10 (diesen ggf. in Gegenrichtung) zu einer großen Runde verbinden.
Gasthäuser: Weinhaus Steinbach, Spießgasse 2, 53604 Bad Honnef, Tel. 02224/24 66 www.weinhaus-steinbach.de
Löwenburger Hof, Tel. 02223/244 46 www.loewenburger-hof.de
Auskunft: Bad Honnef-Rhöndorf Tel. 02224/184-0; www.badhonnef.de

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Im Siebengebirge
Durchs älteste Naturschutzgebiet Deutschlands
Die Wanderung durchs Annatal hinauf zur Löwenburg führt auf 10 Kilometern durchs älteste Naturschutzgebiet Deutschlands: das Siebengebirge. Man kommt vorbei an den Fachwerkhäusern Bad Honnefs, Streuobstwiesen und durch ursprünglichen Mischwald.
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