Erste Etappe des Eifelsteiges

Auf Holzstegen durchs eindrucksvolle Hochmoor

Entlang der ersten Etappe des Eifelsteiges geht die Wanderung über 14 Kilometer von Kornelimünster nach Roetgen. Der neuangelegte Fernwanderweg mit dem Motto „Fels und Wasser“ führt durch die vielfältigen Landschaften und malerischen Städtchen der Nord- und Südeifel.

Die erste Etappe ist ideal zum Einlaufen, denn sie beginnt behutsam, ohne Anstrengungen. Längere Zeit verläuft die Wanderstrecke im Tal der Inde. Dann geht es in den Wald und hinauf zur beeindruckenden "Struffelt Heide", dem Höhepunkt der Tour. Zum Ausklang folgt eine Route durch offene, typische Venn-Landschaft mit endloser Weite rund um Roetgen.

Wegbeschreibung:

Vom Marktplatz gehen wir über das Flüsschen Inde und wandern einige Meter auf der Hauptstraße (B 258) nach links. Mit der Straße „Unter den Weiden“ schwenken wir nach rechts und bleiben eine geraume Zeit an der Seite der Inde. Schließlich überqueren wir einen Bach, wandern über eine Holzbrücke nach links, wenige Meter weiter, an einer Straße, geht es geradeaus in ein schönes Tal – das der Inde.

Wir folgen dem Zeichen über ein Wiesengelände und gehen auf einem schmalen Pfad unter der Talbrücke hindurch. An einem Reiterhof steigen wir über Stufen hinauf bis zur Anhöhe. Es folgt eine kurze Waldpassage, die uns wieder hinab ins Tal bringt, aber schon bald geht es erneut über steile Stufen aufwärts. Oben angekommen, folgen wir einem traumhaften Grasweg bis nach Walheim. Am ersten Haus geht es nach links leicht abwärts bis zu einer Querstraße, hier ebenfalls nach links bis zur „Hahner Straße“. Wir wandern nach rechts, nach ca. 150 m nehmen wir die Fußgängerbrücke über die Inde und setzen unsere Wanderung auf der anderen Seite des Bachs nach rechts fort.

Gegen die Fließrichtung folgen wir dem Bach im Tal bergwärts. Mit der Markierung queren wir abermals den Bach, passieren die Bushaltestelle (Hahn-Steinbruch) und wandern nach links unmittelbar am Bach entlang aus dem Ort. Schnell erreichen wir den Wald. Kurz darauf überqueren wir erneut die Inde und gelangen in ein Naturschutzgebiet. Nochmals geht es über die Inde und anschließend leicht bergan.

Vor einem imposanten „Trichterofen“ geht es über eine Holzbrücke über eine tiefe Schlucht. Unser Weg macht einen Schwenk nach rechts. An einem Parkplatz halten wir uns spitzwinkelig links bis zu einem grandiosen Freizeitgelände mit Spielgeräten aller Art. Weiter geht es nach rechts in Richtung „Friesenrath“. Durch Buchenwald führt der Weg oberhalb des Bachs bis zu einer Straße. Mit dem Zeichen halten wir uns nach rechts bis zu einer Straßengabelung. Hier wenden wir uns nach links (Friesenrather Weg) und wandern, neben dem Bach, im Ort aufwärts. Am Ortsende verlassen wir die Straße, überqueren abermals die Inde und gehen nach links in den Wald. Auf einem Forstweg steigen wir in einem Seitental hinauf.

Schnell tritt der Wald zurück, Pferdekoppeln nehmen das Tal ein. Es geht leicht bergan bis zu einem Teersträßchen. Die Markierung weist nach rechts, weiterhin leicht aufwärts. Auf der Anhöhe passieren wir einen Unterstand sowie ein Haus und wandern auf einem Teerweg hinauf zum Waldrand. An einem Anwesen (Kitzenhaus) stoßen wir auf einen Querweg, gehen kurz nach rechts und anschließend nach links hinauf. Es folgt eine schnurgerade Wegstrecke in den Wald. An einer Wegkreuzung kommen wir an einer Schutzhütte vorüber und wandern weiterhin geradeaus. Allmählich senkt sich unser Weg wieder. Kurz vor dem Austritt aus dem Wald verlassen wir den Forstweg.

Durch Fichtenwald geht es mit dem Zeichen, auf einem kaum wahrnehmbaren Pfad, hinab ins Tal. Am unteren Ende stoßen wir auf einen Bach (Vichtbach) und überqueren ihn über eine Holzbrücke (Uelenfurt-Brücke). Die Zeichen sind hier etwas irreführend angebracht. Der Pfeil zeigt nach rechts, wir müssen uns aber nur kurz links halten, um anschließend nach rechts im Hang aufzusteigen. Nach wenigen Metern erreichen wir eine Straße, überqueren sie und wandern geradewegs in den Wald. In lichtem Fichtenwald geht es anfangs hinter den Häusern von Rott sanft bergan. Noch ist der Pfad unscheinbar, die Markierung ist aber ausreichend.

Vor einer Futterstelle im Wald und einem Ansitz wandern wir nach links hinauf bis zur Landstraße. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite führt ein Waldweg hinauf in das Naturschutzgebiet „Struffelt Heide“. Wir folgen unserem Zeichen stetig leicht bergan, über einen Querweg und an Birkenschlägen vorüber, immer geradeaus bis zur Höhe. Hier bringt uns die Markierung nach rechts, durch einen offenen Birkenwald mit meterhohen Heidelbeersträuchern und Adlerfarnen. Wir haben mit knappen 500 m die höchste Erhebung unserer Wanderung erreicht.

Schließlich senkt sich der Weg, geht in einen Holzsteg über und führt durch eine sehr eindrucksvolle Landschaft. Über die Holzstege wandern wir weiter talwärts, an einer Abzweigung, die an einem Moorsee vorbei nach rechts weggeht, bleiben wir geradeaus bis zum Ende des Stegs und nehmen den Weg, der zu Tal führt. Es folgt eine Waldpassage durch Fichtenbestand. Wo der breitere Weg nach rechts abknickt, gehen wir geradeaus, auf einem kaum erkennbaren Pfad (Zeichen kommt nach 50 m). Wir erreichen ein Sträßchen vor der Staumauer der Dreilägerbachtalsperre. Auf diesem wandern wir nur wenige Meter nach rechts abwärts.

Unmittelbar an einem Eisentor führt unser Pfad nach links, steil im Hang bergab, anfangs nicht als Wanderpfad erkennbar (Zeichen folgen nach ca. 10 m). In Kehren gelangen wir hinab zur Straße (L 238). Wir queren die Landstraße, gehen mit der Straße „Filterwerk“ über den Vichtbach und vor der Anlage nach links. Auf einem breiteren Weg steigen wir wieder leicht bergauf. Oberhalb der Wasseraufbereitungsanlage nehmen wir einen Waldweg nach links. An einem Wegweiser knickt ein schwer erkennbarer, aber ausgeschilderter Pfad nach links in den hohen Fichtenwald ab. Nach nur einer kurzen Passage treten wir wieder aus dem Wald und genießen den wunderschönen Weg, der uns auf halber Höhe über dem Grölisbach durch die Wiesen bringt – ein idealer Abschluss einer abwechslungsreichen Wanderung.

Die Wanderung stammt auszugsweise aus:

Fels und Wasser: Der komplette eifelsteig
von Aachen bis Trier!

15 Tagesetappen durch die wild-romantische Eifel
- von Aachen bis Trier
Christiane Rüffer-Lukowicz, Jochen Rüffer
192 Seiten, mit 134 farbigen Abbildungen und
16 Karten, inklusive GPS-Daten
12 x 20,5 cm, kartoniert

Erschienen im September 2008, Bachem-Verlag
14,95 Euro (ISBN: 978-3-7616-2209-4)

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Anfahrt:
Mit dem PKW: von Köln die A 4 bis AK Aachen, dann die A 44 bis Aachen-Brand und weiter auf der B 258 bis Kormelimünster
Mit ÖPNV (die schlaue Nummer für Bus & Bahn 0 18 03/50 40 30): mit der DB bis Aachen, dann mit dem Bus, Linie 63, bis Kornelimünster
Schwierigkeitsgrad: einfache Wanderung
Anstiege: 360 m
Abstiege: 160 m
Länge/Dauer: 14 km, ca. 4 Std. reine Wanderzeit
Wegbeschaffenheit: Pfad/Waldweg: 46,5 %, befestigter Weg: 21,5 %, Straße: 32 % Wald: 46,5 %, Waldrand: 0 %, offene Landschaft: 53,5 %
Einkehrmöglichkeiten: keine
Rückkehrmöglichkeiten zum Ausgangspunkt: mit dem Bus, Linie 63, Richtung Aachen (AVV)

Mehr Information zum Naherholungsgebiet Eifel 

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Erste Etappe des Eifelsteiges
Auf Holzstegen durchs eindrucksvolle Hochmoor
Unser Wandertipp führt über 14 Kilometer auf der ersten Etappe des Eifelsteiges durch das Inde-Tal, das Naturschutzgebiet „Struffelt Heide“ und die Ausläufer des Hohen Venns. Start ist in Kornelimünster, Ziel im Eifelörtchen Roetgen.
http://www.koeln.de/koeln/freizeit/freizeitsport/wandern/auf_holzstegen_durchs_eindrucksvolle_hochmoor_160380.html
http://www.koeln.de/files/koeln/bachem_wan_eifelsteig01-01_225x150.jpg
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