Fit für einen Marathon

Laufvorbereitung auf gut kölsch

Kurz vor einem Marathon beschäftigen sich viele Läufer mit der "bangen" Frage, "Ich möchte ja wenigstens ins Ziel kommen, aber ob ich das schaffe?".  Jürgen Wicharz, Projektleiter und Headcoach der Kölner Ausdauer- und Laufschule (www.diaita-laufschule.de), gibt Tipps, wie man auf gut kölsch gut ins Ziel kommt.

Viele trainieren schon lange Zeit nach einem persönlichen Trainingsplan. Einigen ist das Ziel, einen Halbmarathon oder Marathon zu laufen von Anfang an sehr klar. Andere beschäftigen sich mehr oder weniger mit der „bangen“ Frage, „Ich möchte ja wenigstens ins Ziel kommen, aber ob ich das schaffe???“

Kurz vor dem Tag X ist man meist voller Vorfreude und in positiver Spannung. In solch positiver Grundstimmung findet man auch die notwendige Gelassenheit, mit der man die Früchte des fleißigen Trainings ernten kann.

Laufen mit allen Sinnen für ein positives „Kopfkino!“

Alles steht und fällt mit der Tagesverfassung. Diese ist von so vielen äußeren und inneren Faktoren abhängig, die man mehr oder weniger bewusst oder unbewusst wahrnehmen wird. So ist „Jede Jeck an jedem Tag anders!“ Man  kann stimmungsmäßig für beste Startbedingungen sorgen, in dem man sich auf den Start freut, keinen Leistungsdruck aufbaut und sich auf seine  Vorbereitung und den „Lieben Gott“ verlässt.

Die viel gerühmte rheinische Lebensart, wie die „Leichtigkeit des Seins“, die Pflege von gegenseitiger Unter-stützung, die Fröhlichkeit und die unkonventionelle Art Pflichten und Arbeit zu erfüllen, funktioniert auf der Basis von 11 spezifisch Kölner Lebensweisheiten, deren Artikel auch eingraviert in Fensterwänden des Köln-Bonner Flughafens zu finden sind. Die Aussagen der ersten 4 Artikel stellen für jeden Langläufer hervorragende Anleitungen dar, um einen Wettkampf erfolgreich zu absolvieren.

Artikel 1: „Et es wie et es!“ = „Es ist wie es ist“! oder „Sieh den Tatsachen ins Auge“!

Ob kalt oder warm, regenerisch oder sonnig, jetzt musst Du laufen und die Dinge so akzeptieren wie sie sind. Passe Dich den Bedingungen an! Freue Dich über die Chance, mit internationalen Lauffreunden rund um den Kölner Dom zu laufen. Dich und Deine Einstellung kannst Du positiv beeinflussen, das Wetter und die aktuellen Rahmenbedingungen nicht, Sage Dir also z. B. „Ich nutze die Chance mit internationalen Lauffreunden die Strecke zu meisten!“

Artikel 2: „Et kütt wie et kütt!“. = „Habe keine Angst vor der Zukunft!“.

In welcher zeit auch immer Du den Zielstrich „überläufst, im Ziel kannst Du feiern! Dazwischen liegen erwartete und unerwartete Höhen und Tiefen. Du wirst sie meistern. Sage Dir z. B., „Ich nutze die Chance, Schwächen zu überwinden und meine Stärken auszuspielen!“

Artikel 3: „Et hätt noch immer jot jejange!“ = „Lerne aus der Vergangenheit!“

Bleibe realistisch, sachlich, laufe eher zu langsam als zu schnell! Lass die „Jecken“ rasen, Du wirst Sie später langsam überholen. Wähle Deine Lauftaktik nach der 51-49 Regel. Daraus leitet sich für Dich z. B. bei einer HM-Zielzeit von 01:40:00 nachstehende Konsequenz ab: die erste Hälfte, 10,5 Km, läufst Du in 51% der geplanten Zielzeit, also in ca. 51 Minuten (= 04:50 Min./Km) und die zweite Hälfte, 10,5 Km, laufen Sie in ca. 49 Minuten(= 04:40 Min./Km).

Bei einer HM-Zielzeit von z. B. 02:20:00 Std. sieht es so aus: die erste Hälfte, 10,5 Km, laufen Sie in 51% der geplanten Zielzeit, also in ca. 72 Minuten (= 07:12 Min./Km) und die zweite Hälfte, 10,5 Km, läufst Du in ca. 69 Minuten(= 06:54 Min./Km).

Sie können natürlich Ihre eigene Lauftaktik wählen. Sie sollte jedoch immer dem vorstehend beschrieben Muster entsprechen. Wenn Sie die 1. Hälfte in einem für Sie angemessenen Tempo langsamer angehen als die zweite Hälte, dann sparen Sie die Kohlenhydrate, die Sie „hinten raus“ für die Fettverbrennung dringend benötigen. Die Läufer, die in der ersten Hälfte zu schnell laufen, erleben in großer Zahl ihr Waterloo in der zweiten Hälfte.

Artikel 4: "Wat fott es es fott." = "Jammere den Dingen nicht nach."

Hast Du Deine Zielzeit nicht erreicht, dann gibt es keinen Grund zur Tristesse. Denke daran, „Jede Jeck es an jedem Tag anders!“ Viele innere und äußere Faktoren arbeiteten gegen Deine Planung. Oder Du warst auf der 1. Hälfte zu gierig. Auf jeden Fall hast Du als Finisher eine grandiose Leistung erbracht. Danach geht es wieder weiter mit Artikel 3, „Et hätt noch immer jot jejange!“ = „Lerne aus der Vergangenheit!“

Je positiver Ihre Spannung und Stimmung sein wird, um so erfolgreicher werden Sie laufen.

Informationen zur Kölner Ausdauer- und Laufschule unter: www.diaita-laufschule.de

article
228954
Fit für einen Marathon
Laufvorbereitung auf gut kölsch
Kurz vor einem Marathon beschäftigen sich viele Läufer mit der \"bangen\" Frage, ob sie es schaffen werden. Jürgen Wicharz von der Kölner Ausdauer- und Laufschule, gibt Tipps, wie man auf gut kölsch gut ins Ziel kommt.
http://www.koeln.de/koeln/freizeit/freizeitsport/laufen/laufvorbereitung_auf_gut_koelsch_228954.html
http://www.koeln.de/files/koeln/jogging05_ddp_225x150.jpg
Firmenvideos von Kölner Unternehmen