111 Tage Lentpark
Die Schwimm- und Eissportanlage übertrifft alle Erwartungen
Am 1. Oktober 2011 öffnete der Lentpark seine Pforten. Seitdem stürmten fast 143.000 Schwimm- und Eissportfreunde in die Kölner Anlage. „Bisher sind alle unsere Erwartungen erfüllt worden“, freute sich Berthold Schmitt, Geschäftsführer der Kölnbäder über die Besucherresonanz. Und auch sonst zieht er nach 111 Tagen Lentpark ein durchweg positives Fazit.
Von Cora Finner
Bildergalerie: Der neue Lentpark
„Ich erinnere mich noch genau an den ersten Tag“, erzählte der Geschäftsführer der Kölnbäder, Berthold Schmitt. „Draußen waren es 27 Grad und wir eröffnen eine Eishalle und ein Hallenbad.“ Doch auch wenn die Voraussetzungen damals, am 1. Oktober 2011, nicht die besten waren, erfreute sich der Lentpark von Anfang an großer Beliebtheit. Insgesamt knapp 143.000 Schwimm- und Eissportfreunde strömten in den vergangenen 111 Tagen in die Anlage. „Bisher sind alle unsere Erwartungen erfüllt worden“, freute sich Schmitt über das positive Zwischenergebnis.
Bis zu 3.500 Schwimmer und Schlittschuhläufer besuchten täglich den Lentpark. Gerade in den Schulferien war das Interesse besonders stark. „Am ersten Samstag in diesem Jahr hatten wir 3.942 Gäste. Das ist bislang der Spitzenwert“, so der Kölnbäder-Chef. Das sei zwar „grenzwertig“ gewesen, „aber auch das haben wir ohne Probleme geschafft“. Vor allem der Andrang auf der Eisfläche hat sich seit der Eröffnung von Monat zu Monat gesteigert. Während im Oktober noch 12.831 Besucher kamen, waren es im Dezember schon mehr als dreimal so viele.
Neben Privatpersonen und Familien nutzen auch immer mehr Vereine die Eisarena des Lentparks. Das Angebot reicht von Eiskunstlauf über Curling bis hin zum Sledge-Hockey, der Eishockey-Variante für Behinderte. „Als eine von wenigen Hallen ist unsere Eisfläche barrierefrei zu begehen, sagte Lentpark-Betriebsleiter Dirk Bremermann stolz.
Lange Schlangen, kaputte Treppen
Aber nicht alles lief in den ersten 111 Tagen so glatt. Aufgrund des großen Besucherandrangs – vor allem in der Eishalle – bildeten sich zum Teil lange Schlangen an der Kasse oder beim Ausleihen der Schlittschuhe. „Da lassen wir uns was einfallen“, versprach Bauermann bis zur nächsten Saison Besserung. Ein weiteres Problem, das bereits kurzfristig behoben werden soll, sind die kaputten Treppenstufen. „Die sind im Grunde jetzt schon sanierungsbedürftig“, seufzte der Bereichsleiter. „Besonders die Treppenkanten leiden deutlich mehr unter den Schlittschuhkufen, als wir das erwartet hätten.“
Bis zum Ende der Osterferien müssen die Treppen aber noch durchhalten. Danach ist die Schlittschuh-Saison beendet und es wird bis September keine Eisfläche mehr geben. Konkrete Pläne zur zwischenzeitlichen Nutzung gibt es zwar noch nicht, dafür aber schon jede Menge Überlegungen. „Wir nutzen diesen Sommer, um einfach mal ein paar Dinge auszuprobieren“, verriet Schmitt. Nach dem Erfolg der wöchentlich stattfindenden Eis-Disco sei es beispielsweise eine Überlegung, im Sommer regelmäßige Partys auf Inlineskatern anzubieten. Auch eine Nutzung als Minigolfanlage oder für einzelne Events und Ausstellungen sei eine Möglichkeit, sagte der Kölnbäder-Geschäftsführer.
Naturfreibad und Saunalandschaft vervollständigen das Angebot
„Wir sind mit den ersten 111 Tagen sehr zufrieden“, lautete Schmitts Fazit. Und damit das auch in Zukunft so positiv ausfällt, sind die nächsten Attraktionen schon geplant: Ab dem 15. Mai startet der Lentpark mit der Eröffnung des Naturfreibads in die Sommersaison. Neben einem 50 Meter langen Becken warten hier auch eine Breitrutsche, ein Sprungfelsen und ein Nichtschwimmerbereich auf die Besucher. Damit die Außenanlage auch ein Erfolg wird, hat Schmitt aber noch einen Wunsch: „Hoffentlich haben wir in diesem Jahr endlich mal wieder einen richtigen Sommer.“
Im Herbst komplettiert schließlich die Saunalandschaft das Angebot des Lentparks. Finnische Aufguss-Sauna, Kräutersauna und Dampfbad laden dann zur Entspannung ein. „Bis es soweit ist, werden aber noch einige Schwimmer und Eisläufer ihre Runden im Lentpark drehen“, schmunzelte Schmitt – damit dürfte er wohl Recht behalten.
(Erstellt am 24. Januar 2012 - 15:25 Uhr; aktualisiert 24. Januar 2012 - 16:54 Uhr)
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Kommentare
Notfalls dreht man kurz mal
Notfalls dreht man kurz mal den Chlorgashahn ordentlich auf - und schon hat man eine neue Schlagzeile! PR vom Feinsten!
Sehr geehrte Damen und
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin Anwohner des neuen Lentparks. Seit Eröffnung finden die Anwohner mit Parkausweis keinerlei Parkplätze mehr im Wohnviertel. Alle Anreisenden des Lentparks ignorieren den Parkplatz an der Inneren Kanalstraße. Grund: Die meisten Besucher haben ein NAVI und geben Lentstraße ein und landen dann automatisch in den Nebenstraßen Neußer Wall, Fontanestraße, Stormstraße, Hülchrather Straße, Merlostraße und Blumenthalstraße. Sie parken hier ohne Parkticket und die Anwohner können trotz Parkausweis keinen Parkplatz finden. Besonders schlimm ist es am Wochenende !!!!
Zum Beispiel das Rheinenergiestadion. Hier werden alle Besucher durch Barrieren der kleinen Nachbarstraßen daran gehindert, in diesen Straßen zu parken. Anwohner und Freunde der Anwohner kommen nur mit Besucherausweis in diese Straße. Eine solche Maßnahme wäre hier unbedingt erforderlich.
Änderung der vorherigen Adresse in "Lentpark an der Inneren Kanalstraße", dann findet das NAVI auch den Parkplatz an der Inneren Kanalstraße voder Kennzeichnung der vorhandenen Parkplätze "nur für Anwohner".
Alle Anwohner des Agnesviertels wären sehr dankbar über eine Änderung der Parkvoraussetzungen.
Sorry, aber diese Euphorie
Sorry, aber diese Euphorie kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Klingt mir zu stark nach PR-Kampagne.
Ja aber da kann man
Ja aber da kann man schwimmen gehen!









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