Museum Ludwig
Frau Pechstein hinterm grünen Sofa wiedergefunden
Gewusst hat man es irgendwie, doch erst bei den Vorbereitungen für eine Ausstellung im August nahm man sich die Bilder routinemäßig genauer vor. Und entdeckte dabei wieder, was Max Pechstein, Ernst Ludwig Kirchner und Alexej Jawlensky auf den Rückseiten ihrer Bilder gemalt hatten. Kuratorin Julia Friedrich und Restauratorin Petra Mandt vom Museum Ludwig stellten jetzt ihre drei Entdeckungen vor.
Rätsel gibt der Umgang mit dem Pechstein-Bild auf. Bis 1965 zeigte man die heutige “Rückseite”: Die Ehefrau des Künstlers vor einem Strauß Sonnenblumen und einem Spiegel. Warum man es dann umdrehte und bis heute die Frau mit Katze zeigt, die sich auf einem “Grünen Sofa” lümmeln, weiß keiner mehr. Im August wird “Frau Pechstein” nach 47 Jahren erstmals wieder Blickkontakt mit den Museumsbesuchern aufnehmen dürfen
Vor großen Ausstellungen ist es üblich, sich alle Exponaten genau anzusehen und gegebenenfalls zu restaurieren. So geschah es auch bei diesen Bildern. Hier macht vor allem die Qualität der Farben und ihre mangelnde Haftung auf dem Malgrund Sorgen. Jetzt wird überlegt, wie man die drei Bilder so ausstellen kann, dass der Besucher Vorder- und Rückseite betrachten kann. (js)
(Erstellt am 15. Mai 2012 - 14:20 Uhr; aktualisiert 15. Mai 2012 - 15:02 Uhr)
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