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Serie: Einzigartig Einkaufen

Bassgewummer, Discokugeln und Maulwurfschreck

Es war einmal ein junges Ehepaar aus den Niederlanden, das im Alter von Mitte 20 im Februar 1961 in der Kölner Innenstadt unter dem Namen „Spezialhaus für Radiobastler“ ein Geschäft für Elektronik aller Art eröffnete.

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Über 50 Jahre später stehen die beiden Inhaber immer noch täglich hinter der Ladentheke, die auch noch aus dem Jahr 1961 stammt, um den Kunden zum Beispiel auf der Suche nach einer guten alten Glühbirne zu helfen. Der eine vormittags, der andere nachmittags – so, wie sie es bereits seit über 50 Jahren handhaben.

„Wenn man etwas aufgebaut hat, sieht man gerne, wie es weitergeht“, begründet Maria van der Meyden, warum sie und ihr Mann jeden Tag, abwechselnd vormittags und nachmittags, mit fast 80 Jahren noch selbst in ihrem Laden gegenüber von Karstadt stehen. „Das haben wir schon immer so aufgeteilt“, erklärt Maria van der Meyden, „damit wir uns um die Kinder kümmern konnten.“ Die, in Person von Tochter Katja und Sohne René, werden das Fachgeschäft für elektronische Bauteile, Lautsprecher, Show-, Überwachungs- und, Messtechnik, Werkzeuge und Haushaltselektronik eines Tages übernehmen. Bis es so weit ist, können beide samt dem Angestellten und fast schon Ziehsohn Antonio Murillo auf das Wissen der Inhaber zählen, wenn es zum Beispiel darum geht, aus den unzähligen Schubläden und Kästchen das jeweils richtige Ersatzteilchen herauszufischen.

„Wir haben noch viele Einzelteile, die es sonst fast nirgendswo mehr gibt“, sagt Maria van der Meyden und berichtet von Kunden, die verzweifelt zu ihnen kommen. „Wir versuchen, auch seltene Einzelteile schnell zu bekommen.“ Viele kleine Bauteile von Technik, die es mitunter nicht mehr zu kaufen gibt, sind in dem kleinen Läden, der etwa zehn Jahre nach seiner Gründung mit einem Durchbruch nach links um einen Raum vergrößert worden ist, dagegen ständig vorrätig. Wie zum Beispiel bei Röhren-Fernsehern. „Da haben wir noch einige Bestände an Ersatzteilen“, berichtet Antonio Murillo. Wie gelingt es den Elektronik-Experten jeweils genau das Teilchen zu finden, das die Kunden benötigen, das sie aber oft nur wage, geschweige denn mit den richtige Fachbezeichungen beschreiben können? Maria van der Meyden: „Wir fragen so lange nach, bis wir genau wissen, was gemeint ist.“ Das gehe aber auch nur, weil sie ihre Arbeit auch einfach gerne tun.

Disco-Kugeln, Autolautsprecher und Maulwurf-Schreck

Ob Disco-Kugeln, Lautsprecher für das Auto, Maulwurf-Schreck-Geräte, Mini-Überwachungskameras, Potentiometer, Wanzenfinder, Crimpzangen und Schrumpfschläuche – absoluter Verkaufsschlager sind derzeit die Glühbirnen, die in der europäischen Union seit Mitte 2009 wegen ihrer geringen Energieeffizienz nicht mehr hergestellt werden dürfen. Die van der Meydens haben sich rechtzeitig mit einigen tausenden Exemplaren der der mittlerweile schon historischen Glühlampen aus Restbeständen eingedeckt. „Was tut denn ein guter Kaufmann? Er sorgt für die benötigte Ware, um den Leuten helfen zu können“, erklärt Maria van der Meyden und berichtet von Kunden, die sich mit so vielen Glühbirnen eindecken, dass diese wohl bis zu ihrem Lebensende ausreichen werden.

Maria van der Meyden und ihr Mann Martin van der Meyden sehen unterdessen die heutige Wegwerfgesellschaft durchweg kritisch. Kleinere Reparaturen führt ihr Geschäft seit jeher selbst durch, selbst Kabel und Adapter fertigt es nach den Wünschen der Kunden an. „Man könne fast alle elektronischen Geräte reparieren“, sagt indes Martin van der Meyden. Zumindest, wenn man, wie der ausgebildete Elektriker, die entsprechenden Ersatzteile zur Verfügung hat. Und auch seine Ehefrau pflichtet ihm bei: „Man braucht nicht gleich alles wegzuschmeißen.“ (sar)

Adresse Breite Straße 101, 50667 Köln Im Stadtplan | Öffnungszeiten Mo bis Fr 9:30 - 18:30 Uhr, Sa 10 -16 Uhr | ÖPNV Appellhofplatz Zur Fahrplanauskunft Telefon 0221 – 257 63 69 E-Mail info@vandermeyden.de Webseite www.vandermeyden.de

 

Kölsche Tradition pur, größte Auswahl oder einzigartiges Konzept? Kennen Sie ein besonderes Geschäft in Köln, das wir in der koeln.de-Serie „Einzigartig Einkaufen“ noch nicht porträtiert haben? Schicken Sie doch per E-Mail einen Vorschlag, und begründen Sie darin kurz in einen oder zwei Sätzen, warum es sich um ein einzigartiges Geschäft handelt.

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