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Stellungnahme des Vereins

FC: Hooligans nicht für Pezzonis Abgang verantwortlich

Nachdem die Trennung von Kevin Pezzoni eine bundesweite Debatte über den Umgang mit Hooligans ausgelöst hat, veröffentlichte der 1. FC Köln nun eine offizielle Stellungnahme an Fans und Mitglieder. Darin erklärt die Vereinsspitze, dass die Vertragsauflösung in keinem Zusammenhang mit den Bedrohungen gegenüber dem Spieler zustande gekommen sei.

Waren nicht sportliche Gründe ausschlaggebend für die Auflösung von Kevin Pezzonis Vertrag, sondern  hat der 1. FC Köln möglicherweise vor Hooligans kapituliert? Darüber diskutieren seit vergangenen Freitag nicht nur die Fans, auch bundesweit zeigen Stellungnahmen wichtiger Fussballfunktionäre, darunter Ligapräsident Reinhard Rauball und Bundestrainer Joachim Löw, dass der Fall Pezzoni dem deutschen Fussball keine Ruhe lässt.

In einem offiziellen Brief wendet sich der 1. FC Köln nun vier Tage nach der Trennung von Pezzoni an seine Vereinsmitglieder und Fans, um "transparent" über den Vorfall zu informieren und alle Fakten darzulegen. Darin schreibt der Verein: "Kevin Pezzoni und der 1. FC Köln haben den Vertrag nicht wegen ein paar Chaoten aufgelöst, die den Spieler bedrängt haben." Es sei "absurd" anzunehmen, dass der Verein vor dem aggressiven Verhalten einzelner Störer kapituliere".

So rechtfertigt der FC die Vertragsauflösung

Angeblich hätte sich Pezzoni seit einigen Wochen mit dem Gedanken eines Wechsels beschäftigt, schreibt der FC weiter; dann hätte die Entscheidung allerdings sehr schnell fallen müssen. Grund sei eine neue DFL-Regel, nach der vertragslose Spieler auch nach dem Ende der Transferperiode (31. August) jederzeit bei einem neuen Club in Deutschland beginnen können. Der FC habe trotz fehlenden Ersatzes für den Abwehrspieler nicht auf die Vertragserfüllung bestanden, da es dem Club in erster Linie um die sportliche Zukunft des Spielers gegangen sei.

Gegen die Vorwürfe, der Verein hätte seine Fürsorgepflicht gegenüber Kevin Pezzoni verletzt, wehren sich Vorstand und Geschäftsführung mit den Worten: "Als bei Facebook am Dienstag letzter Woche der Aufruf zum 'Aufmischen' gegen 'Pezzoni & Co' erschien, hat der FC zum Schutz seines Spielers sofort Strafanzeige gestellt wird." Diese Anzeige hätte auch die Polizei veranlasst, bei ihren Streifenfahrten verstärkt den Wohnsitz von Kevin Pezzoni im Auge zu behalten.

Kritik an der Presse und an Meistertrainer Jürgen Klopp

Die Wucht der Reaktionen über den Abschied des Abwehrspielers habe den Verein überrascht, heißt es weiter. Doch seien diese Reaktionen von Personen angetrieben worden, die die Details des Vorgangs und der Gespräche mit dem Spieler nicht gekannt hätten.

Frank Schaefer pflichtet dem bei: In einer Sendung des FC-Stammtisches bemängelt der sportliche Leiter des FCs, dass sich zu viele Unbeteiligte in die Diskussion eingemischt hätten. Auch Dortmund-Trainer Jürgen Klopp, der den FC und seine Vorgehensweise bei "Liga Total" am Freitag attackiert hatte, habe am gleichen Abend noch begriffen, dass er nicht zu allen Themen zu anderen Vereinen seinen Senf dazu geben müsse. (Zu hören in Teil 2 des Interviews ab Minute 13)

 

FC-Stammtisch mit Frank Schaefer 04.09.12 - Teil 1

FC-Stammtisch mit Frank Schaefer 04.09.12 - Teil 2

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(Erstellt am 5. September 2012 - 9:58 Uhr; aktualisiert 6. September 2012 - 14:53 Uhr)


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Kommentare

Hallo liebe

Hallo liebe FC-Verantwortliche,

meint ihr nicht es gibt wichtigeres zu tun, als sich über Leute zu ärgern, die sich bei einem so emotionalen Thema zu Wort melden, wenn sie gefragt werden?

Wie wäre es, wenn sich die FC-Verantwortlichen mal mit Kevin Pezzoni eindeutig solidarisch zeigen würden, indem sie z.B. bekannt gäben, dass der Vertrag zwar aufgelöst sei, aber er sein Gehalt weiter bekommt, schließlich hat sich Pezzoni im Prinzip nur krank gemeldet?

Und warum wundert man sich, dass sich Leute äußern, obwohl sie nicht alle Details des Vorgangs kennen? Woher soll die denn jemand kennen????
Wenn man bewußt nix sagt, weil das dem Wunsch von Kevin Pezzoni entspricht, dann sollte man das auch so sagen, aber einfach gar nichts zu sagen????

Ich vermisse Idden des FC, wie man sich von diesen "Fans" distanzieren will.
Man könnte ja schonmal juristisch prüfen lassen, ob man die ermittelten Personen als FC wegen Rufschädigung anklagen kann. Evtl. ist auch Schadenersatz fällig, wenn z.B. die Sponsoren weniger zahlen wollen.

Aber bitte tut was, außer darauf hinzuweisen, dass es sich nicht nur um ein Kölner Problem handelt, was natürlich richtig ist, aber wenn sich alle damit zufrieden geben, dass es anderwo auch schlimm ist, wird nie etwas besser.

Ich seid die Verantwortlichen im Verein, und somit tragt ihr schon vom Wort her Verantwortung!

Und selbst wenn ihr nicht wisst, wie es weitergehen soll, dann zeigt zumindest eure Betroffenheit, und nicht, dass ihr beleidigt seid, weil andere mit dem Finger auf euch zeigen.

Wer sich von gewaltbereiten "Fans" distanziert, läuft möglicherweise Gefahr diese "Fans" zu verlieren, ohne diese Distanzierung werdet ihr aber viel mehr Fans verlieren!

Und was soll daran "absurd" sein, dass der Verein vor dem agressiven Verhalten einiger Chaoten kapituliere. HALLO????
Schwäche zeigen ist durchaus vertretbar!
Was ich viel schlimmer finde, ist die Behauptung, dass Pezzoni schon früher an einen Wechsel gedacht hat (er hat aber ja auch schon früher eins auf die Nase bekommen), und NUR aus sportlichen Gründen der Vertrag aufgelöst wurde.
Wer soll das denn glauben???

Momentan finde ich es sehr schwer FC-Fan zu sein. Macht mich bitte stolz, indem ihr aktiv werdet!

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