Kölsch richtig gezapft
"Das Trinken lernt der Mensch zuerst, viel später erst das Essen, drum soll der Mensch, so lang er lebt, das Trinken nicht vergessen".
Diesen bei vielen Kölschgenießern beliebte Trinkspruch hört man ein ums andere Mal in fröhlicher Runde in den Brauhäusern oder Biergärten der Domstadt, wenn sich mit einem frischen und kühlen Obergärigen samt Bilderbuchschaumkrone zugeprostet wird.
Während in den großen Brauhäusern und Biergärten das kühle Kölsch üblicherweise aus einer großen Anlage gekonnt gezapft ins Glas und anschließend in die Kehle rinnt, tauchen bei Umtrunken im heimischen Garten des öfteren Probleme auf. Zwar haben Pittermännchen und Partyfässchen im Rheinland eine lange Tradition, doch Fehler beim Zapfen sind aber nicht nur bei Imis oft zu beobachten: Zuviel Schaum, schales Bier oder die falsche Temperatur sind Übel, die sich mit ein wenig Fachwissen jedoch leicht vermeiden lassen.
Wer über dieses Fachwissen verfügt und bescheid weiß, wie man ein Kölsch professionell zapft, um einen optimalen Biergenuss zu erreichen, ist Theo Mörs. Der Leiter der Abteilung "Gastronomieservice und Events" der Privatbrauerei Gaffel, nennte fünf goldene Regeln, um ein Kölsch perfekt zu zapfen. Befolgt man diese, darf man sich auch zuhause auf ein "lecker Kölsch" freuen:
- Kühlung
Kölsch sollte mit 3-4 Grad gezapft werden. Pittermännchen 72 Stunden kühlen, Partyfässchen 24 Stunden. - Trinktemperatur
Optimal sind sechs Grad. - Kühle Gläser
Wenn kaltes Kölsch auf warme Gläser aufschlägt, schäumt es stark. Gläser müssen abgeschreckt (vorgekühlt) werden. - Saubere Gläser
Spüli-Reste verhindern eine schöne Schaumkrone. Ausreichend mit Wasser durchspülen. - Pittermännchen zapfen
Dichtungsgummi des Zapfhahns eine halbe Stunde anfeuchten. Zapfhahn mit ein bis zwei Schlägen ins Fass einschlagen. Wenn das Fass nicht mehr läuft, durch Deckelöffnung mit Zapfventil oder zweiten Zapfhahn Luft reinlassen.
(Foto mit freundlicher Genehmigung von Gaffel-Brauerei)








