Online-Petition gestartet
Empörung über Aus für Großveranstaltungen in Odonien
Auf dem Open-Air-Gelände des Kulturzentrums Odonien in Neuehrenfeld wird es zukünftig vorerst keine Großveranstaltungen geben. Die Bauaufsicht der Stadt Köln hat das Gelände wegen fehlender Sicherheitseinrichtungen für Veranstaltungen mit mehr als 300 Teilnehmern geschlossen. Im Netz reagieren viele User empört. Innerhalb von einem Tag haben über 3.600 Personen eine Online-Petition gegen die Schließung unterzeichnet.
Zwei Gutachten, die Rumpf in Auftrag gegeben habe, kommen zu dem Ergebnis, dass kein zweiter Rettungsweg erforderlich sei. Bei der Stadt hält man die Gutachten jedoch nicht für "stichhaltig". Auch der Vorschlag des Betreibers, den Rettungsweg durch eine Mauer zu trennen, sei nicht akzeptabel, so Amtsleiter Detlef Fritz.
Vergangenen Mittwoch hat das Bauaufsichtsamt der Stadt nun eine Ordnungsverfügung erlassen, die Veranstaltungen mit über 300 Personen verbietet. Die Auflagen sehen außerdem eine Zeitbegrenzung bis 22 Uhr vor und ein Werbeverbot. Für Betreiber Rumpf ist dies das Ende des Kulturzentrums. "Das ist ungefähr so, als dürfte man eine Bäckerei betreiben, aber kein Brot verkaufen", so der Künstler gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger.
Internetnutzer machen mobil
Im Internet reagieren viele Nutzer mit Empörung auf das Verbot. "Wie kann die sogenannte 'Kulturhauptstadt' eine der einzigen kulturellen Orte zum Partymachen verbieten?" kommentiert beispielsweise Frank R. auf der Facebook-Seite des Odonien. "Einer der letzten Plätze Kölns, an dem die absolute Freiheit regiert, darf nicht auch noch durch die Stadt zerstört werden" fordert unterdessen User Alex A.
Darüber hinaus wurde eine weitere Facebookseite mit dem Titel "Rettet Odonien"-Seite eingerichtet, der bereits über 1.800 User folgen. Mit einer Online-Petition wollen die Nutzer die Stadt dazu auffordern, ein neues Gutachten erstellen zu lassen, welches "eine objektive Sicht vorweist und nicht im Interesse Dritter handelt überprüft wird". Innerhalb von einem Tag haben bereits über 3.600 Personen die Petition unterschrieben. Darüber hinaus sind Demonstrationen in Planung. Genauere Informationen sollen in Kürze auf der Facebook-Seite "Rettet Odonien" bekanntgegeben werden.
(Erstellt am 24. Mai 2012 - 8:59 Uhr; aktualisiert 24. Mai 2012 - 21:08 Uhr)
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Kommentare
Dem Wirt ist es gelungen
Dem Wirt ist es gelungen seine Gäste als Lobby zu mobilieren. Die streiten jetzt mit Hilfe der Presse mit der Stadt. Wenn die Politik sich einmischt ist der Kölsche Klüngel perfeckt. Der Wirt lacht sich ins Fäustchen--:) Niemand will das Lokal schließen! Es ist lediglich nicht für Großveranstaltungen geeignet! Der Wirt sieht seine Felle schwimmen. Der Wirt kann dann nicht mehr genug verdienen! Es geht ihm nicht um den Inhalt der Veranstaltungen sondern nur um seinen Verdienst. Hier sind die Gäste gegen Kommerz und Unternehmertum und setzten sich eben dafür ein. Überlegen diese Menschen nicht oder haben sie durch Alkohol und andere Drogen ihr Gehirn beiseite gelegt?
Was genau geschah, wann ein
Was genau geschah, wann ein Versanstalter wann wusste, wann er hätte reagieren können oder nicht, darüber kann man hier nur spekulieren.
Eins ist aber sicherlich auffällig und sehr schade.
Köln (die Stadt, die ich sehr liebe), sieht sich gerne als weltoffene, vielfältige und bunte Stadt, tolerant und bunt.
Versteht man unter Bunt diverse Discotheken oder die hundertste austauschbare Cocktailbar oder eine Fülle "hipper" Systemgastronomie Betriebe, so muss man sagen: ja, Köln ist bunt. "Ey, in Köln kannste super Party machen"...
Es ist aber schon irgendwie auffällig, dass in letzter Zeit fast systhematisch Heimathäfen von Subkulturen (Papierfabrik in Ehrenfeld, Heliosgelände, jetzt Odonien) in ihrer Wirkungsfähigkeit beschnitten oder ganz entfernt werden sollen.
Urbanes Leben bekommt seinen Reiz durch das Vorhandensein von Subkulturen und verschiedenen Lebens- und Freizeitformen. Gut, Leute, die es unheimlich individuell finden, mit Köln Schuhen zu flanieren, werden diesen Gedanken nicht in jedem Fall teilen, wirken doch Subkulturen zugehörige Individuen zuweilen in ihren Augen eher befremdlich. Man muss leider sagen, dass viele deutlich kleinere Städte als Köln in Deutschland bezglich Subkultur deutlich urbaner sind als unsere "Millionenstadt".
Köln, welches sich ja alle Mühe gibt, sich die Million Einwohner zusammenzuklauben, besticht aber leider mehr und mehr eher durch provinzielles denken. Das möchte ich nicht am Thema Odonien festmachen. Wie gut verdienend der Betreiber des Odonien ist, wie es hier geschrieben wurde, weiss ich nicht. Es ist auch, um das einmal anzumerken, kein Widerspruch, gegen Kommerzialisierung zu sein und Odonien zu unterstützen, auch wenn es einen Betreiber gibt, der Geld verdient.
Es geht bei der Ablehnung von Kommerzialisierung nicht darum, zu ächten, dass jemand Geld verdient sondern darum dafür einzutreten, den kommerziellen Aspekt nicht alleine über alle anderen in einer Unternehmung oder einem Viertel etc. vorhandenen Werte zu stellen.
Ich würde mich einfach freuen, wenn Odonien in der bisherigen Form erhalten bleibt, ohne hier Stellung beziehen zu wollen (und auch zu können), ob die Stadt hier Spielraum hat, und wer welche Fristen nicht gehalten hat. Das weiss nur die Stadt und der Betreiber. Sollte Odonien nur in der eingeschränkten Form weiterbestehen können, so wäre es leider wieder ein Verlust für Köln.
Dieser "Subkultur" und
Dieser "Subkultur" und ALternativquatsch geht mir eh auf den Senkel. Wenn jemand zu den Alternativen gehören will um anders zu sein, dann ist er ja doch wieder wie alle anderen (alternativen)!
JA einfach mal so sein wie man ist und nicht irgendeiner behämmerten Subkultur angehören wollen, so solls sein!
Niemand muss irgendwas
Niemand muss irgendwas angehören. Jeder soll machen, was er meint. Das ist absolut richtig. Bin auch ein Gegner von elitären Szene-Gedanken und Szene- Getue. Nach dem Motto, wir sind die einzigen, dies eigentlich begriffen haben.
Wenn sich aber Leute dafür engagieren dass ein Platz, den man mag, in der jetzigen Form erhalten bleibt, ist das aber doch wohl legitim. Diese als willige Handlanger von Gastronomen zu sehen, ist doch leider ziemlich kurz gedacht.
Nichts desto trotz ist Vorhandensein von Subkultur ein Merkmal für Urbanität. Auch wenn Du, lieber Horse-T, dies anders siehst. Dann sehen wir uns sicher auf dem Kölsch Fest.
Der absolute Witz ist ja
Der absolute Witz ist ja wohl die 22.00 Uhr Regelung.Wozu?
Weit und breit keine Anwohner.Oder fühlen sich etwa die Horizontalakrobatikerinnen von nebenan gestört?
Man könnte glatt drüber lachen wenns nicht so traurig wäre.
Lachen kann man hier aber
Lachen kann man hier aber über "Akrobatikerinnen". Muss richtig heißen: "Akrobatinnen". Nicht zu verwechseln mit "Batikerinnen", die ein bestimmtes Textilfärbeverfahren namens Batik anwenden.
Das Odonien gibt es schon
Das Odonien gibt es schon seit einigen Jahren und jetzt auf einmal bemerkt die Bauaufsicht, dass da was nicht stimmt (trotz Gutachten mit gegenteiliger Aussage). Vergleiche mit Duisburg (hier in den Kommentaren) sind ein bisschen weit hergeholt, da kennt wohl jemand das Gelände nicht wirklich. Aussagen wie "Besucht andere Veranstaltungen, es gibt ja weiß Gott genug davon in dieser Stadt." sind wirklich alles andere als konstruktiv und zeugen von kulturellem Unverständnis. De facto werden solche "Veranstaltungen", d.h. die alternative Szene / Subkultur in Köln sehr rar, da sie (aus kommerziellem Interesse (und kölchen Klüngel??)) nach und nach ausgemerzt werden (siehe Papierfabrik, Schrebergarten, etc...). Irgendwann bleibt dann nur noch der von der Polizei gut besuchte Ring und die Zülpicher übrig.
Die Kommentare (bisher) hier gegen das Odonien finde ich schon sehr fragwürdig und in der Argumentation schwach. Die Unterstützer für das Odonien fordern in erster Linie ein weiteres unabhängiges Gutachten, das sollte ja nicht allzu problematisch sein (oder könnte es besagen, dass alles in Ordnung ist, was machen Leuten quer liegen könnte?).
Irgendwie erweckt das den Eindruck, dass da Interessen dritter hinterstecken. DAS ist kölscher Klüngel und wäre sicher nicht der erste Fall.
Was soll denn diese
Was soll denn diese bescheuerte alternative Szene sein??? Und wenn man "alternativ" ist, muss man dann einer Szene sein??? Mann schließt euch zusammen, kauft euch ne CD und spielt euch den Gschiss zuhause, und trefft euch im Park und so, was soll denn das? Es kann doch jeder so sein wie er will auch ohne irgendeine Location dafür! Und wenn jetzt irgendein Musiker nach ner Eventlocation sucht, der wird auch ne andere finden! Da wird keiner sagen "ey hier in Kölle spiel isch nit, wegen dem Odonien!". Aber Menschen regen sich halt gerne über Dinge auf...
Da gibt es doch nur eins zu
Da gibt es doch nur eins zu tun. Das Bauamt mit mails bombardieren und den Betrieb durch einen sehr großen Ansturm von Menschen lahm legen. Keine Demo, sondern einfach nur den Betrieb durch Anfragen, egal welcher Art behindern. Das nennt man dann zivilen "Ungehorsam". Wir Bürger müssen unsere Macht selbst in die Hand nehmen und auch zeigen!
So beginnt der Kölner
So beginnt der Kölner Klüngel! Erst lässt der Veranstalter Termine verstreichen. Die Stadt Köln handelt nach dem Gesetz. Dann schreit der Veranstallter die Stadt wolle seinen Laden schließen (was definitiv nicht stimmt!). Schon gehen die Gäste auf die Barrikaden. Zu guter letzt schaltet sich die Politik ein. Der Klüngel ist komplett! Der Grund für all das Streiten: Die Umsätze des Veranstalters (er mußte schon Veranstalltungen in 5 Stelliger Höhe absagen!). Warum denken die Menschen nicht nach bevor sie sich zu einer sollchen Unterstützung hinreißen lassen? Der Wirt wusste bereits seit 6 Monaten was die Stadt vorhatte. Warum zog er erst jetzt die Gutachten aus der Tasche? Hier kann man ein Stück Kommerz lernen. Das wogegen angeblich die Gäste sind. Stattdessen spielen die Gäste Lobby für einen gutverdienden Unternehmer. Ein Lehrstück für Wirte und Veranstalter. Lobbyarbeit - Kölscher Klüngel!
An alle, für die
An alle, für die Partymachen über alles geht:
Die zuständigen Behörden werden schon ihre berechtigten Gründe haben. Viel zu oft glänzen sie doch schon im Vorfeld durch mangelnde Kompetenz und laxe Untätigkeit, also schaltet Euren Verstand ein und lasst sie ihre Arbeit nun auch gefälligst tun! Besucht andere Veranstaltungen, es gibt ja weiß Gott genug davon in dieser Stadt.
Soso, da haben direkt mal
Soso, da haben direkt mal 3600 Leute unterschrieben. Bin mal gespannt, ob das die gleichen sind, die sofort "Verrat und Mord" schreien, wenn so was passiert wie in Duisburg bei der loveparade und die sofort die Behörden wegen Nichtstun anprangern....
3.600 Unterschriften? Wunder
3.600 Unterschriften? Wunder mich immer wieder, wie leichtfertig die Leute mit ihren Unterschriften umgehen, nicht nur in diesem Fall.





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