Gegen Komasaufen an Karneval
Elfi Scho-Antwerpes wirbt für "keine Kurzen für Kurze"
"Keine Kurzen für Kurze" - das ist auch in diesem Jahr das Motto der Kampagne der Stadt Köln, mit der an Betreiber und Angestellte der Kölner Gastronomie appelliert wird, keinen Alkohol an Minderjährige zu verkaufen. Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes warb am Donnerstag in Begleitung von Bundespolizei und Ordnungsamt am Hauptbahnhof für die Aktion.
"Diese Zusammenarbeit ist sehr wichtig, weil hier natürlich sehr viele Jugendliche aus dem Umland ankommen", erklärte Scho-Antwerpes, "und die wollen sich hier natürlich Alkohol zum Vorglühen beschaffen." Um so wichtiger ist es, die Jugendlichen vom Trinken abzuhalten, auch weil Bundespolizei und Ordnungsamt an den tollen Tagen immer wieder Schwierigkeiten mit betrunkenen Teenagern haben.
Alkoholkonsum nimmt zu
Zwar hat das öffentliche Trinken bei Jugendlichen gegenüber der Vergangenheit abgenommen, dafür wird der Konsum immer heftiger und auch die Mädchen würden inzwischen genauso zulangen wie die Jungs, resümmierte die Bürgermeisterin: "Es ist in Köln inzwischen Kult geworden, mit der Bierflasche unterwegs zu sein. Noch schlimmer sind allerdings die harten Sachen wie Wodka und Whiskey." Die Aktion, so hofft sie, wird wenigstens das exzessive Trinken im Bahnhofsbereich unterbinden.
Die Aktion "keine Kurzen für Kurze" läuft bereits seit dem Jahr 2000. Scho-Antwerpes: "Die meisten Wirte hier kennen uns schon, trotzdem muss man immer wieder daran erinnern, weil doch jedes Jahr wieder neue Mitarbeiter dabei sind, die uns und die Aktion noch nicht kennen. Das ist ein bisschen wie Haareschneiden, das muss man immer wieder machen." (cr)
(Erstellt am 4. Februar 2010 - 16:49 Uhr; aktualisiert 4. Februar 2010 - 17:22 Uhr)
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