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Weniger verkaufsoffene Sonntage

Handelsexperte: "Viele Veedels-Geschäfte werden schließen"

2016 gibt es deutlich weniger verkaufoffene Sonntage in den Kölner Veedeln. Der Handelsverband Aachen-Düren-Köln ist alarmiert und warnt: viele inhabergeführte Geschäfte werden aussterben!

Die Zahl der Sonntagsöffnungen in Köln schrumpft, und schrumpft, und schrumpft. Durch ein neues Ladenöffnungsgesetz wurde vor einigen Jahren die Zahl der möglichen Sonntage für eine Stadt wie Köln durch den Gesetzgeber stark reduziert. Ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom November 2015 verbietet nun "Verkaufoffene Sonntage als reines Kaufvergnügen". Es müssen Anlässe (Straßenfest, Musikfestivals o.Ä.) geschaffen werden, die mehr Besucher locken als die Ladenöffnung selbst.

Das ist für viele Kölner Veedel kaum zu stemmen, warnt Jörg Hamel, Geschäftsführer des Handelsverbands NRW Aachen-Düren-Köln. Schließlich würden Veranstaltungen in den Veedeln meist vom persönlichen und finanziellen Einsatz der Werbegemeinschaften und der örtlichen Vereinen getragen.

Tschüß, Tante Emma? Bye bye, schöne Boutique?

Kein "Event", kein verkaufsoffener Sonntag. Vor allem die kleineren Geschäfte, abseits der großen Einkaufsstraßen, leiden unter der neuen Regelung: Ihnen wird die Möglichkeit genommen, sich außerhalb der gängigen Geschäftszeiten zu präsentieren und so neue Kunden zu gewinnen. Sie haben schon jetzt mit dem Strukturwandel zu kämpfen - immer mehr Discount-Giganten (Aldi, Lidl und Co.) und internationale Modeketten (H&M, Jack&Jones, Vero Moda & Co.) erhalten Einzug in die Einkaufstraßen. Hinzu kommt der Online-Handel (Amazon, Ebay, Zalando etc.), der von montags bis einschließlich sonntags, 24 Stunden rund um die Uhr verfügbar ist.

"Das Engagement des örtlichen Handels für sein Veedel wird auf Dauer eingestellt und die fehlende wirtschaftliche Basis wird dazu führen, dass viele Händler ihre Geschäfte schließen werden", so die Einschätzung von Hamel. Und er geht noch weiter: "Nach und nach werden weitere Strukturen in diesen Vierteln verschwinden - kulturelle und soziale Angebote werden ebenso hierunter leiden wie die Versorgung mit Lebensmitteln oder die mit ärztlicher Leistung."

Mehr Entscheidungsfreiheit gewünscht

Um dieses Worst-Case-Szenario zu verhindern, müsse die Politik ihre Marschroute verändern. "Der stationäre Handel braucht eine Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten, um bestehen zu können", fordert Hamel. "Wenn der stationäre Handel verschwunden ist, wird er nicht mehr wiederkommen", prophezeit der Handels-Experte. "Das lässt sich in vielen Kommunen bereits jetzt leidvoll beobachten."

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