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Serie: Einzigartig Einkaufen

Praktische Kunst auf dem Boden zum Betreten

Robust, wasserabweisend, widerstandsfähig, bildschön. Suleika Ulmen und Ariane Hahn Hahn lassen eine alte Kunst aufleben. Sie fertigen gemalte Teppiche zum Betreten, die die Wohnung verschönern und praktischerweise auch noch den Boden schützen.

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Nacheineinhalb Jahren Erprobung wagten sich Suleika Ulmen und Ariane Hahn mit ihren Kunstbodenkleidern bei den Passagen 2013 an die Öffentlichkeit. 28 ihrer bis zu zwei mal drei Meter großen Werke zeigten sie damals in der Christuskirche am Stadtgarten. „Wir mussten die Besucher auffordern, auf die Teppiche zu treten“, sagt Suleika Ulmen. Die beiden Künstlerinnen kennen die Scheu, die Kunstwerke zu betreten – gerade mit Matschschuhen wie bei den Passagen. So richtig könnten sich die wenigsten unter Floorclothes etwas vorstellen, erklären sie beim Besuch in ihrem Atelier auf der Zülpicher Straße. „Die Floorclothes sind mit der industriellen Herstellung des Linoleums Ende des 19. Jahrhunderts verschwunden“, berichtet Ariane Hahn. Zum Schutz von Holzböden oder wertvollen Teppichen waren zuvor besonders häufig in England bemalte Wachstücher, die mit Farbschichten wasserdicht gemacht worden waren, in Wohn-, Küchen- und Arbeitsbereichen eingesetzt worden.

Vor längerer Zeit hatte sich Kostümbildnerin Ariane Hahn einmal ein Buch über alte Handwerkstechniken gekauft. Auch Maskenbildnerin Suleika Ulmen, mit sie eine langjährige Zusammenarbeit und Freundschaft, zunächst beim Film und später in diversen Kunstprojekten, verband, besaß zufällig ein Exemplar dieses Buches. „2003 habe ich einfach mal ausprobiert, einen solchen Teppich herzustellen“, erinnert sich Ariane Hahn. Das Bodenkleid mit einem aus dem Buch abgemalten Motiv liegt seitdem in ihrer Wohnung. „Das i-Tüpfelchen für die Küche.“ Eben wie es sich gehört. Freunde und Bekannte sprachen Ariane Hahn in der Folge häufig auf den besonderen Teppich an. „Im Laufe der Jahre ist er absolut erprobt durch Kind und Kegel.“ Und Suleika Ulmen ergänzt: „Je älter er wird, umso schöner wird er, passt sich dem Boden an, und entwickelt eine Patina.“ So entstand schließlich die Idee, sich im Atelier vermehrt mit den Bodenkleidern zu beschäftigen.

Für die betretbaren Kunstwerke verwenden Ariane Hahn und Suleika Ulmen schweres Segeltuch – 600 Gramm pro Qudratmeter wiegt es. Nachdem die beiden die Größe des Teppichs festgelegt haben, säumen sie das Tuch und grundieren es. „Danach behandeln wir es wie ein Bild“, sagt Suleika Ulmen. „Es wird bemalt, collagiert, bedruckt – hauptsächlich mit Farben auf Acrylbasis.“ Abschließend wird das Teppichbild-Unikat bis zu viermal mit Fußboden- oder sogar Bootslack versiegelt, um es stoß- und trittfest zu machen, und erhält zudem auf der Rückseite eine Gummi-Beschichtung, damit es besser auf dem Untergrund haftet. „Die Teppiche haben dann eine Oberfläche wie Linoleum und können wie andere versiegelte Böden auch gesaugt und feucht gewischt werden“, erklärt Ariane Hahn aus Erfahrung. „Wir haben selbst nicht gedacht, wie langlebig die Teppiche sind.“

Ihren Stil bei den Motiven beschreiben die Kölnerinnen wie folgt: „Von Popart über Barock bis zum klassischen Landhausstil. Wir experimentieren gerne.“ Nur Imitationen von Kachel- oder Marmorböden, wie die Floorclothes heutzutage in den Vereinigten Staaten noch gerne zum Einsatz kommen – das machen Suleika Ulmen und Ariane Hahn nicht. Die beiden fertigen in der historischen Technik schließlich „Bodenbilder zum Betreten, Bilder, auf die man ohne weiteres gehen darf.“ Suleika Ulmen: „Sonst darf man doch nicht auf Bildern rumlaufen.“ „Unsere Bodenkleider sind richtig amtlich zu benutzen“, fügt Ariane Hahn hinzu. Wobei einige Käufer die Teppiche auch schon an die Wand gehängt haben. „Das dürfen sie auch“, sagt Ariane Hahn. „Dann sind es statt Bodenbildern eben Wandbilder.“ (sar)

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