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Serie: Einzigartig Einkaufen

Es ist Zeit zum Einwecken

Es ist Zeit zum Wecken, zum Einwecken – und zwar das ganze Jahr über in Köln-Sülz. Neben Pesti, Pastasaucen, Fruchtaufstrichen und Likören gibt's in der „Weckzeit“ auf der Berrenrather Straße bis zu 20 verschiedene Chutneys.

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In ganz Deutschland gebe es keine weiteren Laden, der sich so auf die Chutney-Herstellung spezialisiert habe, sagen die beiden Inhaberinnen Silvia Lemaitre und Ines Breuer, die völlig auf die Verwendung künstlicher Aromen und Farbstoffe sowie auf Geschmacksverstärker verzichten.

Bei einem Mauritius-Urlaub von Lemaitre und Breuer, die sich bereits seit der gemeinsamen Berufschulzeit kennen, entdeckten sie im Jahr 2000 die Chutney-Leidenschaft für sich. „Wir haben dort in einer Familie gewohnt, und die Frau hat die meiste Zeit am Herd gestanden und leckere Chutneys gekocht“, erinnert sich Lemaitre im Gespräch mit koeln.de. „Da haben wir gesagt: ,So etwas machen wir auch.’“ Allerdings hat es acht Jahre gedauert, bis Lemaitre und Breuer, den Schritt von gut bezahlten Jobs in die Selbständigkeit mit der Weckzeit wagten. „Als wir beide Anfang 40 waren, haben wir gesagt: ,Entweder wir machen es jetzt oder wir lassen es für immer sein.“

Von Anfang an entschieden sich die Weckzeit-Inhaberinnen dafür, weder künstliche Aromen und Farbstoffe noch Geschmacksverstärker zu verwenden. Auch Streck- und Bindemittel wie Kartoffelstärke und Maismehl kommen den beiden nicht in die offene Küche in ihrem 50 Quadratmeter großen Laden. Statt billigem Sonnenblumenöl benutzen sie wertvolleres Olivenöl. Lemaitre und Breuer wollen für „reinen Genuss, außergewöhnlichen Geschmack, ausgewählte Zutaten und innovative Produkte“ stehen. Der Verzicht auf Zusatzstoffe mache sie zu einem „Eldorado für Allergiker“, so Lemaitre. „Wir kaufen unsere Produkte selbst auf den Markt ein und wählen sorgfältig aus. Bei einem Fruchtgehalt von über 60 Prozent schmeckt ein Produkt schon von selbst lecker“, erzählt sie. Chemie werde nämlich nur benötigt, wenn billig produziert werde.

20 bis 30 kleine, weiße Tellerchen stehen auf einem Bistro-Tisch gegenüber der offenen Küche, wo Breuer gerade ein neues Chutney kocht. Kleine Löffel stecken in den Schälchen, in denen Chutneys und Pesti gelb, braun, orange oder grün leuchten. „Bei uns kaufen Sie nicht die Katze im Sack“, sagt Lemaitre und lädt zum Probieren der würzigen, süß-sauren oder pikanten Saucen mit frischem Baguette ein. „Die Kunden können bei uns alles testen, was im Regal steht.“ Bewusst entschieden sich die schon immer „experimentierfreudigen“, passionierten Köchinnen für eine offene Schauküche. „Bei uns wird nicht gepanscht“, erläutert Lemaitre weiter. „Unsere Kunden können uns jederzeit in die Kochtöpfe schauen.“

Obwohl Breuer und Lemaitre laut einem Bericht des „Stadt-Anzeigers“ am liebsten eine „Alltagsadresse“ sein wollen, ist die Weckzeit eine prima Fundstelle für Geschenke – auch für kölsche Souvenirs abseits von Produkten mit Dom-Embleme. So gibt es zum Beispiel das Apfel-Zwiebel-Chutney „Bovve & Unge“, den Johannisbeer-Mandel-Fruchtaufstrich „Kölle Ruut-Wiess“ sowie die Aufstriche „Bärbelchen“ und „Hänneschen“. Besonders empfehlen die beiden Frauen ihr Wildkräuter-Pesto mit 25 bis 30 verschiedenen Kräutern, wie Ackerhellerkraut, Beifuß, Spitzwegerich und Fette Henne. Für den „Rolls Royce unter den Pesti“ ist aber nicht das ganze Jahr Zeit zum Einwecken – das Pesto gibt es nur von April bis Oktober, wenn die Zutaten frisch geernet werden können. (sar)

Adresse Berrenrather Straße 367, 50937 Köln Im Stadtplan | Öffnungszeiten Dienstag bis Freitag 10:10 - 14:00 Uhr; 15:00 - 18:30 Uhr, Samstag 10:10 – 15:00 Uhr | ÖPNV Berrenrather Straße/Gürtel Zur Fahrplanauskunft | Telefon 0221 - 94 23 52 71 | E-Mail info@weckzeit-koeln.de | Webseite www.weckzeit-koeln.de

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