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Serie: Einzigartig Einkaufen

Die Ehrenfelder Kräuterfrau

In ihrem kleinen Ehrenfelder Lädchen verkauft Claudia Willmes seit 2011 besondere Gewürze. Sie stammen alle aus biologischen Anbau, werden am Stück als Wurzel oder Blattwerk bezogen und erst nach Anfrage mit einer Handmühle gemahlen.

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Zu kaufen gibt's seit 2011 neben 24 reinen Natursalzen derzeit 45 besondere Gewürze. Sie stammen alle aus biologischen Anbau, werden am Stück als Wurzel oder Blattwerk bezogen und erst nach den Wünschen der Kunden in der benötigten Menge jeweils frisch mit einer Handmühle gemahlen. Salze und Pfeffer bezieht die gebürtige Sauerländerin über einen Händler, die Gewürze über ihr persönlich bekannte Anbieter und Importeure. „Schon seit meiner Kindheit beschäftige ich mich mit Wildpflanzen und Kräutern“, erzählt Willmes, die zum Thema über ihre Oma und ein Naturheilkunde-Buch gekommen ist.

Claudia Willmes reist gerne - nach Südeuropa, nach Nordafrika, nach Indien. Sie liebt orientalische Basare. Da liegt es nahe, dass die Gewürzhändlerin ihre Waren auch direkt aus den von ihr bereisten Ländern mitbringt. Einmal hatte sie aus Tunesien Majoran im Gepäck. Doch ein Beutel mit der Gewürzpflanze riss wohl in ihrer Tasche, und so rieselten die getrockneten Majoran-Blättchen am Flughafen Tunis munter auf das Gebäckband. „Die Zöllner waren schon etwas argwöhnisch“, erinnert sich Willmes schmunzelnd. „Die dachten, das wäre Marihuana. Sie waren aber beruhigt, als sie von dem Majoran probiert und die Händlernachweise gesehen haben.“

Geschichten, wie diese kann die Sozialpädagogin, die zuvor Malerin und Lackiererin gelernt hat, über viele ihrer Gewürze erzählen. „Kurkuma ist mein Lieblingsgewürz. In Indien ist es eine heilige Heilpflanze“, erklärt der Hildegard-von-Bingen-Fan. „Kurkuma stärkt das Immunsystem und ist gut für den Magen.“ Aber auch das Johanniskraut – einen „Alleskönner“ – schätzt Willmes als eine weitere Lieblingspflanze: „Johanniskraut hat eine große Allgemeinwirkung, ist entzündungshemmend, ist leicht zu verarbeiten und zu konservieren.“ Zu Stellen am Wegesrand, wo Majoran selbst in ihrem Veedel wächst, führt die Smaragd-Inhaberin auch die Teilnehmer ihrer Kräuterwanderungen in Ehrenfeld. Neben den Touren veranstaltet Smaragd auch Gewürz-Seminare, Gesundheitstrainings, Lesungen und Akkustik-Konzerte.

Genauso wie von ihren Gewürzen ist Willmes von ihren Salzen begeistert. 24 reine Natursalze bietet sie an. Natursalze heißt, dass die Salze nicht (chemisch) gebleicht wurden, ihnen keine Rieselstoffe oder nachträglich Jod oder Fluor zugefügt wurden, um Farbe oder Konsistenz zu verändern. Unter den bei Smaragd angebotenen Salzen sind Sorten mit so klangvollen Namen, wie Tibetanisches Seesalz (40 Prozent des Umsatzes damit werden an die Tibet-Hilfe gespendet), Halitsalz, Karpaten-Ursalz, Murray-River-Salz, Kalahari-Wüstensalz, Grünes Hawaii-Bambus-Salz, Steinsalz und Piran-Salz. Oder das Salz Persisch Blau. „Das ist 380 Millionen Jahre alt und kommt ausschließlich aus dem Iran. Es ist vom Geschmack eines der edelsten Salze, wird wegen seiner reinigenden Wirkung aber auch neben der innerlichen Einnahme für Sole-Bäder verwendet“, weiß Willmes.

Smaragd heißt der Ehrenfelder „Bazar der Gewürze“ in der Philippstraße übrigens, weil das grüne Kristall „eines der wertvollsten Heilsteine“ ist und laut Hildegard von Bingen auch sehr heilkräftig sei, sagt Willmes. Und: „Außerdem ist grün meine Lieblingsfarbe.“ Auch das Eröffnungsdatum ist ganz genau überlegt worden: am 30. April 2011, in der Walpurgisnacht. „Das Wissen um die Wirkung von Kräutern ist im Mittelalter den Kräuterhexen zugeordnet worden“, erläutert Willmes, die sich in deren Tradition sieht. Eher Zufall ist, dass der Vermieter des Smaragd-Ladens eine türkische Familie ist. „Das passt wunderbar. Wir wollen nicht nur Geschäft, sondern auch kulturelle Begegnungsstätte sein.“ (sar)

Adresse Philippstraße 59, 50823 Köln (Ehrenfeld) Im Stadtplan | Öffnungszeiten Mi bis Fr 14 - 19 Uhr, Sa 12 - 16 Uhr | ÖPNV Liebigstraße Zur Fahrplanauskunft Telefon 0176 - 64009132 E-Mail cewille@freenet.de Webseite www.smaragd-koeln.de

 

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