• Home
  • Mi, 23. Aug. 2017
  • Stadtplan
  • cologne.de
  • Branchen
  • KoelnMail
  • Experten

Ein Jahr Köln (2) - 12. Dezember 2012

Mit der U-Bahn in den Schrebergarten

Von

Ein Jahr Köln mit Edgar Franzmann - Do liss de an der Ääd
Nach 44 Jahren als Journalist und Autor geht koeln.de-Chefredakteur Edgar Franzmann Anfang Dezember 2013 in Rente, Anlass für die Kolumne „Do liss de an der Ääd!". Ein Jahr lang, immer mittwochs, erzählt Franzmann über „sein“ umwerfendes Köln. Lesen Sie heute die 2. Folge.

*

Jeder Kölner kennt die Sage: Der Dom darf nicht fertig werden, sonst geht die Welt unter. Von der U-Bahn, die nicht fertig werden darf, war nicht die Rede. Und auch nicht davon, dass es oben "wie Sau" aussehen muss, wenn unten gebuddelt wird.

Am Sonntag wurde mal wieder ein neues Stück U-Bahn in Betrieb genommen: Vom Dom/Hauptbahnhof bis zum Alter Markt. "Rathaus" heißt die Haltestelle, die ins Herz der Altstadt führt. Gleich nebenan liegt das unterirdische Prätorium mit den fantastischen Ausgrabungen des alten Römer-Palastes. Mit der U-Bahn in die Römerzeit, das ist doch was.

Als ich 1967 als Student nach Köln kam, wurde natürlich auch schon an der U-Bahn gebuddelt. Die erste Strecke, an die ich mich erinnern kann, führte 1968 vom Dom über den Appellhofplatz bis zum Friesenplatz. Das waren also auch nur drei Stationen, aber die Kölner hatten seitdem das stolze U-Bahn-Gefühl, ein Hauch von Paris oder London.

Dabei ist die Kölner U-Bahn ja eine Unterpflasterstraßenbahn, weil sie überall ans normale Straßenbahnnetz angebunden werden muss. Da enstehen dann solche Rampen wie am Barbarossaplatz, die vor Jahrzehnten als "provisorisch" angelegt wurden und bis heute ihren Dienst tun.

Schlichte Gemüter wie ich stellen sich vor, U-Bahnen würden unterirdisch gebaut. Wunderbare, große Maschinen mit schönen Namen wie "Tosca" oder "Carmen" buddeln sich durch den Untergrund, während oben bis zur Einweihung der U-Bahn alles paletti bleibt.

In Köln ist das anders. Da wird unten gebuddelt, und oben sieht es aus "wie Sau". Und das nicht nur während der direkten Bauzeit, sondern auch noch Jahre danach. Muss das eigentlich so sein?

Als Jürgen Roters im Jahr 2009 zum Oberbürgermeister gewählt wurde, wollte er die oberirdischen Baustellen eindämmen, die schlimmsten Anblicke sollten wenigstens hinter Zäunen verschwinden. Das hat damals kurzfristig gewirkt, heute sieht es wieder aus "wie Sau" - Entschuldigung, aber mir fällt kein passenderes Wort ein.

Wir Kölner lieben unsere Stadt, jedenfalls singen wir das nicht nur im Karneval. Dann lasst uns das bitte auch etwas deutlicher zeigen. Lasst uns etwas achtsamer auf unsere Stadt sein. Lasst uns die U-Bahnbaustellen, die uns noch viele Jahre erhalten bleiben werden, so zurückhaltend wie nur irgendmöglich gestalten.

Lasst uns auch sogenannte "Provisorien", die in Köln  sowieso leicht Ewigkeitscharakter bekommen, mit Stil und Verstand planen. Direkter Verbesserungsbedarf wäre da beim U-Bahn-Häuschen über der neuen Haltestelle "Rathaus" angebracht. Das ist Stadtzentrum! Wir wollen da mit der U-Bahn in die Altstadt und in die Römerzeit, stattdessen landen wir im Schrebergarten.

Lieber OB Jürgen Roters: Bitte nehmen Sie sich noch einmal des Themas an - oder benennen Sie jemanden, der sich von Amts wegen verantwortlich um die Schönheit der Stadt kümmert.

Liebe Kölner, in erster Linie ist Köln aber unsere Stadt, wir selbst sind verantwortlich. Jeder von uns, nicht nur die Verwaltung oder die KVB. Wir können unseren Teil dazu tun. Es soll Städte geben, in denen man einfach keinen Abfall auf die Straße wirft und schon gar nicht liegen lässt ...

(Sehr informativ: Wikipedia über die Kölner Stadtbahn/U-Bahn)

*

Damit niemand vergisst, wie schön Köln ist: Das Foto unten wurde auf der Facebook-Seite des Kölner Doms (https://www.facebook.com/kolnerdom) veröffentlicht und zeigt die Winteransicht vom letzten Wochenende.

Onlinespiele

classic-mahjong-225.jpg
Mahjong - können Sie alle Steine entfernen?  Mahjong spielen
exchange600x400_badge.jpg
Verschieben Sie Steine, um Reihen aus mindestens drei Steinen zu erstellen. Wenn Sie es schaffen, vier oder fünf Steine miteinander zu kombinieren, bekommen Sie kraftvolle Bonussteine!  Jetzt Exchange Challenge spielen
teaser_big_bubbles.jpg
Schießen Sie Ihre Bubbles auf mindestens zwei gleichfarbige Blasen und bringen Sie diese zum Platzen. Achtung! Suchtgefahr!   Jetzt Bubbles spielen!