Keine Gefahr für Bevölkerung

Zwei neue Fälle von Schweinegrippe in Köln

In Köln sind zwei weitere Personen an der so genannten Schweinegrippe erkrankt. Bei beiden zeigten sich die ersten Symptome wenige Tage nach einer USA-Reise. Eine Gefahr für die Kölner Bevölkerung besteht nach Auffassung des Gesundheitsamtes nicht.

Ein 51-jähriger Mann bekam drei Tage nach der Rückkehr aus seinem Urlaub in den USA Fieber. Sein Hausarzt wies ihn ins Krankenhaus ein. Der Patient ist mittlerweile beschwerdefrei und kann bald entlassen werden.

Ein 25-jähriger Mann kehrte vor vier Tagen von einer Urlaubsreise aus New York zurück und hatte einen Tag später Fieber, Husten und Muskelschmerzen. Er befindet sich in stationärer Behandlung und ist auf dem Weg der Besserung.

Das Gesundheitsamt hält als Vorsichtsmaßnahme Verbindung zu den Kontaktpersonen dieser Patienten, um ein mögliches Auftreten einer Infektion bei ihnen frühzeitig erkennen zu können.

Nicht so gefährlich wie saisonale  Grippe

„Man darf jetzt nicht in Panik verfallen, dass die Krankheit nun auch in Köln angekommen ist“, betonte Dr. Marlis Bredehorst, Dezernentin für Soziales, Integration und Umwelt am Freitag nach Bekanntwerden des ersten Schweinegrippen-Falls in Köln. Der Pandemie-Plan funktioniere und die Krankheit sei nicht so gefährlich wie etwa die saisonale ("normale") Grippe.

Der derzeitige Ausbruch der Neuen Influenza, Schweinegrippe, beim Menschen wird von einer neuen Virusvariante des bekannten Subtyps A / H1N1 ausgelöst. Derzeit ist davon auszugehen, dass sich das Virus rasch von Mensch zu Mensch überträgt, sich aber im Krankheitsverlauf beherrschbarer zeigt als andere Viruserkrankungen.

In Deutschland sind bisher 20 bestätigte Erkrankungsfälle der neuen Influenza aufgetreten und sechs weitere Verdachtsfälle. Bei den Erkrankten handelt es sich überwiegend um Reisende, die aus Mexiko und den USA angekommen sind. In fünf Fällen hat es bisher in Deutschland eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung gegeben. Bei den Erkrankungsfällen in der Bundesrepublik sind die Infektionsketten bekannt. „Es gibt keine hier erworbenen Fälle mit unklarem Ursprung“, betonte Dr. Jan Leidel, Leiter des Gesundheitsamtes.

Nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts ist mit weiteren Erkrankungen in Deutschland zu rechnen, allerdings wird zur Zeit für die Bevölkerung in Deutschland nach wie vor keine allgemeine Gefährdung durch die Grippe gesehen.

Unter Menschen verbreitet sich das aktuelle Virus offenbar ähnlich aus wie eine normale saisonale Grippe. Hauptübertragungsmöglichkeiten sind Niesen und Husten sowie enger Kontakt mit bereits infizierten Menschen. Die Hand spielt bei der Übertragung eine große Rolle.

Die Stadt Köln hat auf ihrer Internetseite www.stadt-koeln.de die häufigsten Fragen zu möglichen Schutzmaßnahmen und deren Antworten sowie nützliche Links zum Thema Schweinegrippe zusammengefasst.

Die meisten Fälle der Neuen Influenza traten bisher in Mexiko, in den USA, in Kanada und in Spanien auf. So wurden in Mexiko mittlerweile über 4.900 Erkrankungsfälle und in Kanada über 1.100 Erkrankungsfälle gemeldet. In den USA wurden in den ersten Wochen über 7.900 Fälle gemeldet.

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Keine Gefahr für Bevölkerung
Zwei neue Fälle von Schweinegrippe in Köln
In Köln gibt es zwei neue Fälle der sogenannten Schweinegrippe. Beide Patienten zeigten erste Symptome wenige Tage nach einer USA-Reise. Nach Auskunft des Gesundheitsamtes besteht keine Gefahr für die Bevölkerung.
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