Kooperation zwischen Wettbewerbern
Telekom mietet Glasfaser von Netcologne
Die Deutsche Telekom mietet für den Zugang zu ihren Endkunden zum ersten Mal die Glasfaserleitungen eines Wettbewerbers. Wie Netcologne in einer Pressemitteilung am Vormittag bestätigt, hat der Bonner Konzern dazu einen Kooperationsvertrag mit dem Kölner Stadtnetzbetreiber abgeschlossen. Netcologne gilt als Vorreiter in Sachen Glasfaserkabel-Ausbau in der Region Köln/Bonn.
Der Vertrag zwischen der Telekom und dem rheinischen Telekommunikationsunternehmen Netcologne markiert einen Wendepunkt auf dem Markt schneller Internetverbindungen: Erstmals greift der ehemalige Monopolist auf Leitungen eines konkurrierenden Anbieters zurück.
Die Wahl fiel dabei auf den Kabelnetzbetreiber Netcologne, der seit 2006 ein neues Glasfasernetz in Köln ausbaut. Der Kabelausbau erstreckt sich bis in die Keller der Endnutzer („Fibre to the Building“, FTTB), sodass Surfgeschwindigkeiten von bis zu 100 MBit/s möglich sind.
Win-Win Situation zwischen Telekom und Netcologne
Ziel der Telekom ist es, über die Glasfaserleitungen von Netcologne die besonders hohe Surfgeschwindigkeit abzugreifen und eigene Angebote in die Haushalte ihrer Kunden bringen. Im Gegenzug wird die Telekom ihre VDSL-Anschlüsse im gemeinschaftlichen Versorgungsgebieten in Nordrhein-Westfalen für das Kölner Unternehmen öffnen.
Dr.
Hans Konle, Sprecher der NetCologne-Geschäftsführung hält die
Vereinbarung mit der Telekom als wichtigen Schritt für die weitere
Marktentwicklung seines Unternehmens. "Wir sind stolz darauf, als erstes
Unternehmen in Deutschland eine solche Einigung mit der Telekom
geschlossen zu haben", kommentiert er den Vertrag. Niek Jan van Damme,
Telekom-Vorstand für das Deutschland-Geschäft ergänzt: "Durch die
gegenseitige Nutzung der Infrastruktur wird der Ausbau schneller rentabel, weil die Netze gemeinsam besser ausgelastet werden."
Beide Unternehmen schließen nicht aus, zukünftig ähnliche Vereinbarungen mit anderen Wettbewerbern zu schließen.
(Erstellt am 16. Januar 2012 - 11:06 Uhr; aktualisiert 16. Januar 2012 - 15:54 Uhr)
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Kommentare
Na Wunderbar, wenn jetzt
Na Wunderbar,
wenn jetzt auch andere Anschlussgebiete im Köln Bonner Raum ENDLICH mal ausgebaut werden würden, dazu zählt beispielsweise Brühl oder Wesseling wo noch die Kabel rumgammeln aus den 70ern dann hätte irgendwann auch mal der Kunde endlich was davon der da schon seit ewigen Zeiten drauf wartet. Aber statt versprochenen 18Mbit dümpelt der dann mit bestenfalls 10mbit rum.









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