Rundes Jubiläum
Ford Deutschland feiert in Köln 40 Millionen produzierte Autos
Die Ford-Werke GmbH feiert ein rundes Jubiläum: 40 Millionen Autos wurden seit der Eröffnung der deutschen Ford-Ablegers mit Sitz in Köln seot 1925 hergestellt, darunter Evergreens und Klassiker wie Fiesta, Capri, Taunus oder Transit. Ein kleiner Rückblick auf fast 80 Jahre Kölner Automobilgeschichte.
40 Millionen Autos, das entspricht nicht ganz der Menge aller derzeit in Deutschland angemeldeten Fahrzeuge. Umgerechnet auf rund 80 Jahre kölsche Ford-Geschichte ergibt das immerhin eine halbe Millionen Autos im Jahr - eine beachtliche Leistung, auch wenn sie nicht allein in Köln erbracht wurde: Die Standorte Saarlouis (Saarland) und Genk (Belgien) trugen ebenfalls einen (kleinen) Teil zum Erfolg bei.
Ford Deutschland feiert pünktlich zum 80. Jubiläumsjahr der Grundsteinlegung der Werke in Niehl, wo ihr Hauptsitz liegt. In Köln bauen derzeit 17.000 Mitarbeiter aus mehr als 50 Nationen Ford-Modelle zusammen.
Dabei fing Ford in Deutschland klein an: 1925 mietete die amerikanische Ford Company im Berliner Westhafen eine kleine Montagehalle an, in der Autos gebaut wurden. Als sich Ford vergrößern wollte, warb der damalige Kölner Oberbürgermeister und spätere Bundeskanzler Konrad Adenauer für den Standort Köln und sorgte dafür, dass 1931 das Ford-Werk in Köln Niehl eröffnet werden konnte.
Seither liefen hier zahlreiche Modelle vom Band: Der Ford Taunus und der Ford Transit waren Mobilmacher zur Wirtschaftswunderzeit und danach und sind ähnlich legendär wie VW-Bus und Käfer, weil sie einen ähnlichen Beitrag zum Wiederaufbau des Landes nach dem 2. Weltkrieg leisteten.
Granada, Capri, Consul
Spätere Modelle wie Consul, Capri und Granada sorgten für die spätere Legendenbildung. Noch heute sind diese klassischen, chromverzierten Mittelklasse-Limousinen begehrte Objekte bei Bastlern, Sammlern und Tunern. Kein Wunder: Sie vereinen deutsche Sparsamkeit mit dem proletarischen Chic der 1970er-Jahre, blinken und blitzen nur so vor Chromzierrat. Und der kleine Fiesta schob sich seinerzeit ins Kleinwagensegment und wurde dort schnell wegen einer Robustheit legendär.
In den 80ern und 90ern wurde es etwas still um die große Kölner Firma: Modelle wie Sierra oder Orion wollten nicht so recht einschlagen, der Golf-Konkurrent Escort wurde vielerorts belächelt. Auch Qualität und Design hatten gelitten. Autos aus dem Hause Ford wirkten in vieler Hinsicht billig. Erst spät gegen Ende der 1990er Jahre besann sich Ford wieder alter Tugenden und konnte in den 2000er-Jahren mit völlig neuen Fiesta-Produktlinien und vor allem dem schicken Ford Focus glänzen. (cr)
(Erstellt am 3. Februar 2010 - 12:33 Uhr; aktualisiert 3. Februar 2010 - 14:57 Uhr)
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