Ausstellung mit Plastinaten
Wie "Körperwelten": US-"Bodies" kommen nach Köln
Interessant, gruselig oder einfach nur ekelhaft? Ausstellungen mit plastinierten Leichen polarisieren in jedem Fall. Schon als im Jahr 2000 die "Körperwelten" zu Gast waren, war die Aufregung groß. Nun kommt mit "Bodies" die zweite Ekel-Anatomieausstellung in die Domstadt.
"Bodies - The Exhibition" ist der Körperwelten-Klon des amerikanischen Anatomie-Professors Roy Glover, der an der University of Michigan arbeitet. Genau wie Gunther von Hagens präpariert er echte Tote in oft fragwürdiger Pose mit dem so genannten Plastinationsverfahren: In einem aufwändigen Prozess werden die rund 75 Prozent Wasser im menschlichen Körper gegen Kunststoff ausgetauscht, wodurch das Gewebe der Leiche haltbar gemacht wird. Danach wird sie in eine Pose gebogen und entsprechend aufgestellt.
Bildergalerie: So gruselig sind die Plastik-Leichen in der Bodies-Ausstellung
Mehr als 200 Organe und Ganzkörperexponate wurden für die Ausstellung plastiniert. "Die ausgestellten Körper befinden sich in alltäglichen Positionen", heißt es auf der Website des Veranstalters. Anders als bei den "Körperwelten", in denen Kunst und Anatomie oft verschwimmen, legt Bodies Wert auf seinen wissenschaftlichen und pädagogischen Anspruch. Auf extreme und ethisch mehr als fragwürdige Exponate wie den "Schubladenmenschen" in Körperwelten wird also bewusst verzichtet.
Auch die Macher der Bodies-Ausstellung profitieren von dem skandalösen Image, das die Zurschaustellung echter Leichen trotz der Wegbereitung durch von Hagens immer noch hat. Insgesamt 11 Millionen Besucher zog Bodies seit dem Start der Welttournee in ihren Bann, anatomisch interessierte genau wie Ekel-Voyeure. Dabei sind die Gummileichen auch für viele religiöse Kölner noch immer schwer verdaulich.
Ein eigenes Bild können sich alle Kölner ab dem 19. Dezember machen: Dann gastiert die Ausstellung in der Kölner Expo XXI am Gladbacher Wall zwischen Innerer Kanalstraße und Hansaring.
Tickets sind ab Anfang September im Vorverkauf erhältlich. (cr)
Weblinks:
Website der Bodies-Ausstellung (englisch)
(Erstellt am 11. August 2009 - 9:38 Uhr; aktualisiert 12. August 2009 - 14:09 Uhr)
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Kommentare
Boah. Und die
Boah. Und die Brillenträgerin des Jahres kommt auch!
das würde dem ganzen ja
das würde dem ganzen ja noch den besonderen Kick geben :-)
Es würde mich mal
Es würde mich mal interessieren, woher die Körper stammen! Auf den Bildern sieht es so aus, als ob einige asiatischen Ursprungs sind. Irgendwo habe ich mal gehört, dass Hingerichtete so "verwertet" würden!?





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