Aus Sicherheitsgründen
KVB: Falsch geparkte Räder werden "abgeschleppt"
An den Bahnhaltestellen abgestellte Fahrräder bringen nach Ansicht der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) ein erhebliches Sicherheitsrisiko mit sich. Ab sofort finden die falsch parkenden Zweiradfahrer daher einen gelben Warnzettel an ihrem Gefährt vor - ab dem 17. Juni werden die Räder sogar ohne Anspruch auf Kostenersatz entfernt.
Mit dem Rad zur Bahn fahren und umsteigen – das ist ein wichtiger Beitrag gegen Klimawandel und Verkehrsinfarkt. Das Abstellen von Fahrrädern ist im gesamten Haltestellenbereich jedoch verboten – aus gutem Grund: Alle Kunden sollen im Nahverkehr gefahrlos ein- und aussteigen können, ohne zu riskieren, sich an wild abgestellten Fahrrädern zu beschmutzen oder gar zu verletzten. Das jedenfalls finden die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) und starten jetzt eine neue Initiative gegen die radelnden Falschparker.
Frei stehende Speichen, scharfe Bleche und spitze Kanten bedeuteten konkrete Gefahren für Kinder, Menschen mit Gehbehinderung oder eingeschränkter Sehfähigkeit, teilten die KVB am Dienstag mit. Pressesprecher Joachim Berger gegenüber dem "Kölner Stadt-Anzeiger": "Spätestens, wenn sich Ansammlungen von Fahrrädern bilden, müssen wir zur Sicherheit der Fahrgäste eingreifen."
Eingreifen bedeutet zunächst, dass jeder Falschparker einen gelben Warnzettel an seinem Fahrrad vorfinden wird. Darauf: Der freundliche Hinweis, das Rad doch bitte in Zukunft nicht mehr direkt an der Haltestelle abzustellen. Ab dem 17. Juni wird der Ton dann schärfer: "Ihr hier abgestelltes Fahrrad behinderte Fahrgäste und wurde aus Sicherheitsgründen entfernt" wird dann das einzige sein, was noch an der Haltestelle zurückbleibt. Das Fahrrad bedindet sich dann im Fundbüro am Ottmar-Pohl-Platz, das Schloss wurde geknackt - die Kosten werden nicht erstattet. Abschleppgebühren werden nach Aussage Bergers jedoch nicht noch zusätzlich berechnet.
An Möglichkeiten zum ordnungsgemäßen Abstellen mangelt es laut KVB nicht: Über 8000 Abstellplätze ständen an den Haltestellen bereit, weitere 1000 kämen bis 2010 hinzu, teilte das Unternehmen mit und bittet die Kölner Radfahrer, diese auch zu nutzen.
(Erstellt am 27. Mai 2009 - 10:09 Uhr; aktualisiert 27. Mai 2009 - 11:02 Uhr)
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Kommentare
Dass Fahrräder mit frei
Dass Fahrräder mit frei stehenden Speichen, scharfen Blechen und spitzen Kanten entfernt werden, mag angehen, ebenso wie das Abschleppen verwaister Räder oder auch generell, wenn tatsächlich nur 20 m entfernt sich irgend welche Fahrradständer befinden.
Dass die KVB entgegen ihrer Behauptung bzgl. der Sicherheit beim U-Bahn Bau wesentlich Wichtigeres sausen lässt, aber nun harmlos abgestellte Fahrräder bei *ausreichend* Platz entfernen lassen will, und dabei behauptet es mangele nicht an ordnungsgemäßen Abstellmöglichkeiten ist doch dreist! Es gibt etliche Haltestellen OHNE Abstellmöglichkeiten (außer den Gitter an der Haltestellen), um das Fahrrad ANzuschliessen. Und auch dort werden munter diverse gelbe Karten verteilt.
Ich denke, ich kündige mein KVB-Abo und fahre nur noch mit dem Rad. Ich soll sowieso mehr Ausdauersport treiben.
Sport hält gesund. Liebe Radfahrer: Kündigt die Abos und fahrt mit dem Rad. Das ist besser für Gesundheit und Geldbeutel und schont die Nerven, da ihr euch nicht um den Diebstahl des Fahrrads sorgen müsst, der bevorsteht, wenn das Fahrrad tatsächlich außerhalb der Haltestelle einige Zeit irgendwo auf dem Fußweg lediglich AB- aber nicht ANgeschlossen stehen muss (und wo ein Fußgänger auch noch riskiert, sich zu beschmutzen oder gar zu verletzten).
Tja, das ist halt KVB-Logik.
Tja, das ist halt KVB-Logik. Erst mal ist immer der Kunder der Bösewicht und muss deshalb gestraft werden. Dass die KVB ihrer Pflicht als Bahnbetreiber erst mal nicht ordentlich nachgekommen ist, damit dem Kunden auch die Möglichkeit gegeben ist sich vorschriftsmäßig zu verhalten, das stört im Elfenbeinturm der KVB erst mal keinen. Die Kunden sind doch eh nur Meckerer, die sonst am Tag nichts zu haben als zu stänkern.
Ausreichend Abstellanlagen
Ausreichend Abstellanlagen an Haltestellen? Das ist ja wohl ein Witz. Nicht ohne Grund werden die Fahrräder an den Geländern geparkt. Die eignen sich meist zudem besser, ein Fahrrad anzuschließen als die einfachen Abstellanlagen, die oft zu finden sind. Besser sollten also die angekündigten 1.000 Stellplätze installiert werden, bevor Fahrräder abgeschhleppt werden.
In der Innenstadt kenn ich
In der Innenstadt kenn ich lediglich den Neumarkt mit reichlich Möglichkeit, ein Fahrrand "anzubinden". Dort find ich immer einen freien Parkplatz fürs Rad. Ist allerdings ein paar Schritte von der KVB-Haltestelle weg, schafft vielleicht nicht jeder?
An den Haltestellen auf der Luxemburger Str. siehts allerdings ganz schlecht mit Fahrrad-Plätzen aus, an denen man das Rad festbindet. Da weich ich auch auf das Gelände von der Haltestelle aus, oder such mir einen Laternenmast. Denn wenn das Rad nicht um irgendwas festgebunden ist, tragen böse Räuber das gute Stück weg (ist mir schon passiert).
Ich denke, die Stadt Köln muss mehr Rad-Parkplätze schaffen, weil immer mehr aus vielerlei Gründen auf das Fahrrad umsteigen.
über radfahrer in der stadt
über radfahrer in der stadt könnte ich ganze bücher schreiben.wenn autos vor roten ampeln stehn,muß es doch zu schaffen sein sich auf einem schmalen grat zwichen bordstein und außenspiegeln nach vorne zu kämpfen,um die ampel dann zu ignorieren und einfach weiter zu fahren.wahrscheinlich meint die kvb diese spezies von radlern.denn wer so fährt,der stellt auch seinen drahtesel jedem in die queere.
Das würde ich als Radfahrer
Das würde ich als Radfahrer auch machen, da die Kölner Autofahrer nur selten den Meter Abstand lassen, der den Radfahrer nach §5 StVO zum Überholen wartender Fahrzeuge bei Rot berechtigt. Denn leider meint der typische Kölner Autofahrer so wie Sie einer zu sein scheinen, die Straße gehöre ihm alleine.
Der Meter Abstand ist ja gar
Der Meter Abstand ist ja gar nicht immer möglich, dank so mancher Fehlplanung im kölner Verkehrsnetz. Dass Ignorieren von roten Ampeln oder gar das durchfahren einer Straße in falscher Richtung bleibt aber trotzdem illegal, auch wenn das die meisten Radfahrer nicht warh haben wollen.
Solange auf den
Solange auf den Hinweiszettelchen, die an die "falsch" abgestellten Räder - hoffentlich einige Zeit vor dem Abschleppen - geheftet werden, draufsteht, wo man sein Rad denn bitte ein paar Meter weiter sicher abstellen soll, finde ich das ok. Wenn die aber keine Alternative kennen, kann das doch nur bedeuten, dass alle entsprechenden Haltestellen mit extra Abstellmöglichkeiten ausgestattet werden müssen. Konsequenterweise kann man nur so vorgehen und müßte dann zwangsläufig auch möglicherweise PKW-Parkplätze zu Radabstellplätzen umfunktionieren, aber das würde ja auch wieder kosten und kosten und kosten.
Der vorstoß der KVB gegen
Der vorstoß der KVB gegen wild parkende Drahtesel ist ja im Grunde richtig. Aber wo gibt es denn die vielen, von der KVB erwähnten, korrekten Abstellmöglichkeiten für Fahrräder an den Haltestellen? Vielleicht habe ich die auch stets übersehen, weil ich da nicht so das Auge dafür habe. Denke ich aber an Haltestellen in der Innenstadt weiß ich wirklich nicht wo die Fahrradparkplätze sein sollten. Jedenfalls kommt der Vorstoß der KVB zur Unzeit. Bedenkt man mal, was die KVB in diesem Jahr schon Mitbürger/innen angetan hat und was das alles den Steuerzahler noch kosten wird. Da wären leisere Töne angebracht, aber die waren ja noch nie im Repertoi dieses selbstherrlichen Unternehmens.
die KVB (Kaiserliche
die KVB (Kaiserliche Verkehrsbetriebe) sind ja dafür bekannt,dass sie immer auf Nummer sicher geht (siehe einstürzende Stadtarchive). Das Immage wird so aufpoliert, indem man Fahrräder mit pieksenden Speichen wegräumen läßt. Supi
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Die KVB macht sich ja nun
Die KVB macht sich ja nun durch diese Aktion weiterhin lächerlich.
U-Bahnen bauen die vom Bau und besonders dann vom Unterhalt so teuer sind, dass die Kosten durch den Fahrscheinverkauf niemals gedeckt werden können.
Fahrkartenbezeichnungen die kaum ein Tourist versteht und daher gar nicht weis wohin er damit überhaupt fahren kann.
Automaten, die keine Scheine annehmen.
Menschenunfreundliche Kontrolleure, die jeden Fahrgast ohne Fahrschein zum Kriminellen degradieren.
Und jetzt keine Fahrradabstellmöglichkeit anbieten, aber seinen Kunden dann die Räder abnehmen, obwohl sie mit eben dieser KVB weiterfahren wollen.
Liebe KVB, geht endlich mal auf Eure Kunden zu, anstatt sie weiterhin zu vergraulen.
Das Abstellen von Fahrädern
Das Abstellen von Fahrädern ist an öffentlichen Plätzen und Wegen grundsätzlich erlaubt, wie schon in mehreren einschlägigen Gerichtsurteilen festgestellt wurde. Allen betroffenen Radfahrern würde ich empfehlen, Klage gegen die KVB einzureichen, ihr Vorgehen ist rechtswidrig.
Ich würde sagen dass
Ich würde sagen dass Haltestellen der KVB sind nicht öffentlich, schließlich kann die KVB auch Hausverbote und Platzverweise aussprechen.
Die KVB verdient genug an
Die KVB verdient genug an uns,dann sollen sie Fahrrad-ständer auf stellen.Aber dieses Unternehmen kann nur Kassieren
Falls du es nicht weißt,
Falls du es nicht weißt, aber die KVB ist ein öffentliches Unternehmen, dessen Unternehmensmaxime in erster Linie nicht Gewinnmaximierung ist.
Die sind schon froh, wenn die am Ende des Geschäftsjahres eine schwarze null schreiben können.
Außerdem ist es mit Sicherheit nicht zu viel verlangt, sein Drahtesel einige Meter weiter weg zu stellen.
Zum letzten Satz kann ich
Zum letzten Satz kann ich nur sagen, GENAU !! Beispiel Zülpicher Platz, dort seht auch oft ein Rad auf dem Bahnsteig. 15 Meter weiter ist ein Ständer, der leer ist ! Einige fahren über den Bahnsteig in die Bahn, ob da eine Mutter mit Wagen geht oder Pänz und alte Menschen. Aber die Egos werden immer mehr und meinen sie hätten auch noch Recht.
MfG
Wolfgang P.









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