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Schulform immer unbeliebter

Köln laufen die Hauptschüler weg

Kölner Hauptschulen weisen immer weniger Schüler auf. Trotz steigender Schülerzahlen besuchen im aktuellen Schuljahr immer weniger kölsche Kids eine der Hauptschulen der Stadt. Gymnasien und Realschulen konnten hingegen Zuwächse verbuchen.otz

Die Zahlen des statistischen Landesamtes sprechen eine klare Sprache: Gegenüber dem Schuljahr 2008/2009 verzeichneten die Hauptschulen ein Minus von 7,8 Prozent bei den Schülerzahlen. Im Vorjahr gab es in Köln noch 9.112 Hauptschüler, im aktuellen Schuljahr sind es nur noch 8.401. 

Die Realschulen hingegen konnten, wie auch die Gesamtschulen und Gymnasien, einen Zuwachs verbuchen: 12.438 Schüler in Köln besuchen aktuell eine Realschule, was einem Zuwachs von 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Es gibt aktuell 10.355 Gesamtschüler (Zuwachs zum Vorjahr: 1 Prozent) und sogar 30.136 Gymnasiasten (Zuwachs: 2,2 Prozent). Auch in den sonstigen Schulen, etwa kirchlichen Einrichtungen und privat geführten Internaten, sind die Zahlen um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Dass die Hauptschule als Schulform langsam aber sicher ausblutet, macht sich besonders im Vergleich den Zahlen des Schuljahrs 1980/1981 bemerkbar: Vor knapp 30 Jahren besuchten noch 23.853 Schüler (aktuell: 8.401 Schüler) in Köln eine Hauptschule, womit diese Schulform die zweitwichtigste nach dem Gymnasium war.

Die Ursache für den starken Schülerverlust an Hauptschulen dürfte jedoch nicht einem plötzlichen Intelligenzsprung bei der Kölner Schülerschaft geschuldet sein: Meist wird als Argument gegen die Hauptschule und für andere Schulformen die Tatsache angeführt, dass die Eltern wert darauf legen, ihrem Kind die besten Chancen einzuräumen. Spätestens seit den Vorfällen an der Berliner Rütli-Hauptschule im Frühjahr 2006 gilt die Hauptschule in breiten Teilen der Bevölkerung als eine Art bildungstechnisches Endlager für das abgehängte Prekariat.

(Erstellt am 5. Januar 2010 - 10:05 Uhr; aktualisiert 5. Januar 2010 - 11:31 Uhr)


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Kommentare

Wundert mich nicht. Ist doch

Wundert mich nicht. Ist doch auch richtig so. Die Förderung in der Hauptschule ist nur begrenzt möglich, weil viele Schichten der 'Schulschwachen' zusammen gewürfelt sind. Das Förderangebot ist jedoch begrenzt, im vergl. zu Gesamtschulen oder anderen Schulformen. Weißt ein Kind dort mal eine Stärke in einem Fach auf so gibt es dort kaum eine Möglichkeit diese zu unterstützten.

Wo kommt diese strikte Abgrenzung, also Menschen quasi als Problem darzustellen, in den letzten Jahren her? Klar, von den Medien und von populistischen Politikern. Erschreckend ist es jedoch, dass man von seinen Mitmenschen immer mehr solcher Abgrenzungen wahrnehmen muss. Ich hab oft den Eindruck das Bild des Untermenschen wächst in den deutschen Köpfen neu heran. Nachdem man keine Lust mehr auf gemeinsames voran kommen hat und jeder sich als Einzelkämpfer sieht spaltet man sich gegenseitig ab.

Dieses plebiszitäre

Dieses plebiszitäre Schulwahlverhalten sollte auch dem letzten Befürworter des längst überholten 3-gliedrigen Schulsystems mit Abspaltung nach der 4. Klasse klar machen, dass es so nicht weiter geht.

Aber viele schließen lieber die Augen vor den Tatsachen und beharren auf dem Althergebrachten, bis sich das Problem von selbst erledigt und sich das Problem Hauptschule mangels Schülern von selbst erledigt.

Das ist eben vorausschauende Politik!

Unpassendes Foto. Als ob

Unpassendes Foto. Als ob sich da noch jemand freiwillig am Unterricht beteiligen würde...! Ts!

Die können doch noch nicht

Die können doch noch nicht mal richtig lesen und sprechen. Wie sollen die denn dann abhauen? Mit einer solchen Aktion wären die doch glatt überfordert.

Wie das? Hauen unsere

Wie das? Hauen unsere migrierten Mitbürger ab?

Wer hat den hier um 10.15

Wer hat den hier um 10.15 Uhr geschrieben?
:-)

Lieber Gast, 10 Uhr 15: Das

Lieber Gast, 10 Uhr 15: Das sagen Sie dann auch zu Ihrem potentiellen Arbeitgeber, oder was? Dann viel Spaß bei der Jobsuche!

Brauche keinen Job. Wenn,

Brauche keinen Job. Wenn, dann vergebe ich welche.

Lieber Gast, 9 Uhr 23, wo

Lieber Gast, 9 Uhr 23, wo hast Du denn Deinen Schulabschluss gemacht? "Erbärmlich" kommt von "Erbarmen"!

Auch wenn es richtig ist,

Auch wenn es richtig ist, die Klugscheißerei kann einem auf den Keks gehen (bin nicht Gast 9:23 Uhr).

In der Tat, das tut es. Ich

In der Tat, das tut es. Ich frag mich immer was in den Köpfen los seien muss, wenn man wegen eines Rechtschreibfehlers (in einem Forum!) so einen Aufstand macht.

Ja wahrscheinlich gehen die

Ja wahrscheinlich gehen die meisten Schülerinnen und Schüler nicht mehr zur Schule, weil sie einfach keinen "Bock" mehr haben, oder "ungewollt" schwanger geworden sind..einfach erbermlich unsere Gesellschaft!

Während es vor ca. 30

Während es vor ca. 30 Jahren nicht peinlich war zur Hauptschule zu gehen, ist es mir heute peinlich zu sagen: Ich war auf der Hauptschule.
Jeder denkt sofort an die heutigen Hauptschulen an denen wirklich nur noch Müll landet, also unterrichtsressistente Kinder.

Ich kann es mir als

Ich kann es mir als Kleinunternehmer nicht mehr leisten Auszubildene von Hauptschulen einzustellen. Es hapert nicht nur am Benehmen, sondern auch an der Sprache. Das ist allerdings nicht allein ein Problem von Kindern aus ausländsischen Familien. Auch die deutschen Hauptschulkinder können kaum noch richtig deutsch. Vor 3 Jahren wurde ich von deinem Bewerber auf einen Ausbildungsplatz begrüßt: "Hey, Gutn, wie gehts dich?" Es war ein deutscher junger Mann. Meine beiden letzten Azubis stammen von Gymnasien. Ich bin sehr zufrieden mit ihnen.

Wer will schon als einziger

Wer will schon als einziger Deutscher in der Klasse auf dem Pausenhof wegen eines Salami-Brötchens gemobbt werden!

Die Hauptschule ist heute

Die Hauptschule ist heute nur noch ein Sammelbecken von Ausländern. Als ich in den Anfang 80ern zur Hauptschule ging hatten wir nur 1 Ausländer in der Klasse, heute sieht es umgekehrt aus, es ist nur noch 1 Deutscher in der Klasse. Der Rest sind Türken, Russen, Jugoslaven und co. An dem Problem sind aber leider die Eltern schuld, weil zuhause immer schön die Muttersprache geredet wird. Wie sollen die Kinder sauberes Deutsch lernen, wenn in den Pausen und bei den Eltern nur die Muttersprache benutzt wird? Da nutzen die 4x45Minuten Deutschunterricht in der Woche nichts.

Ist doch kein Wunder. Kein

Ist doch kein Wunder. Kein Schüler mit Hauptschulabschluss ist in der Lage noch einen Ausbildungsplatz zu finden. Selbst bei Realschülern wird es kritisch mit Ausbildungsplätzen. Das Bildungsniveau sinkt immer weiter, so das Handwerksbetriebe schon auf Gymnasiasten zurückgreifen möchten. Leider leiden die Schüler selbst dann unter einem sehr hohen Stress, weil viele Eltern gar nicht auf die Lernstärken, oder -schwächen ihrer Kinder eingehen. Somit sinkt dann auch wieder das Niveau der von Realschulen und Gymnasien.
Es liegt aber auch an unserer mittlerweile verkommenen Gesellschaft. Eltern die sich zu wenig, oder gar nicht um ihren Nachwuchs kümmern. Die Ghettoisierung von ethnischen Gruppen, Verfall der Sitten, ein Überangebot von schwachsinnigen Fernsehreporten und Filmen. Es werden aber auch immer wieder Berichte, wie diese im Artikel benannte Vorfälle an der Berliner Rütling Hauptschule hervorgetan, anstatt mal etwas positives über unsere Hauptschulen zu berichten.

Ich kann dem nur zustimmen.

Ich kann dem nur zustimmen. Ein Absolvent der Hauptschule zu sein, ist heute ein schlimmeres Stigma als zu meiner Zeit die Sonderschule besucht zu haben. Kein Wunder, dass jeder, der irgendwie kann, eine andere Schule wählt. Schade eigentlich um die Hauptschule, da sie ja einmal eine gute und gerechtfertigte Schulform war.

Dazu kommt, dass durch unseren "Bildungswahn" mittlerweile ja jeder studiert zumindest aber mal ABI haben muss. Die Stellen für Hauptschul- und Realschulabsolventen werden dadurch und durch den Abbau von einfachen Stellen bzw. deren Verlagerung ins Ausland immer weniger.

Wir brauchen wieder eine vernünftige schulische Grundbildung, nach der die Absolventen gutes Deutsch, Mathematik, Englisch und einige Umgangsformen beherrschen, so dass sie dann eine Ausbuldung machen können, ohne dass ich als Ausbilder ihnen erklären muss, dass man im Büro nicht die Füsse auf den Schreibtisch legt oder dass z.B. Standard nicht mit "T" am Ende geschrieben wird. Für die wenigsten Jobs braucht man einen Soziologie-Leistungskurs, aber für fast alle eine solide Grundausbildung. Schade, dass man sich fast blind drauf verlassen kann, das gerade die ein Hauptschüler nicht hat.

Das stimmt. Keine meiner

Das stimmt.
Keine meiner Freundinnen besucht eine Hauptschule. Die Schüler fühlen sich teils unter- teils überfordert.
Die Überforderung auf der Realschule ist allerdings sehr gering geworden.Tatsächlich hört man immer wieder vom Anstieg der Gymnasiumsplätzen.

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