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Autobahnchaos

Scharfe Kritik an Sperrung der A1 für Lkw

Das Vorhaben des Landesbetrieb Straßen NRW, von April bis zum Jahresende die A 1 vom Autobahnkreuz Köln-West bis zur Auffahrt Bocklemünd für alle Lkw zu sperren, stößt bei vielen Kölnern auf heftige Kritik. Die Industrie- und Handelskammer zu Köln fordert jetzt eine Informationsoffensive und einen Dreischichtbetrieb.

Vor allem die unzureichende Kommunikation der Pläne der Straßenbauer empfindet die IHK Köln als wenig hilfreich, hieß es am Donnerstag. Nur mit einer Informationsoffensive und Bauarbeiten rund um die Uhr könne man ein Verkehrschaos vielleicht noch vermeiden, so die IHK Köln.

"Um die Bauzeit schneller zu beenden, fordern wir den Landesbetrieb Straßen NRW auf, den Dreischichtbetrieb in einer Sieben-Tage-Woche beim Bau des sogenannten Lövenicher Deckels einzuführen", unterstreicht Dr. Ulrich Soénius, IHK-Geschäftsführer für Standortpolitik, Verkehr und Unternehmensförderung. "Das haben wir bereits vor einem halben Jahr gefordert, aber diese bauzeitverkürzende Maßnahme wurde bisher abgelehnt", so Soénius weiter.

"Ein wenig nachvollziehabres Informationsverhalten"

So seien vor allem die ortansässigen Unternehmen und die IHK Köln vorher nicht vom Landesbetrieb ausreichend informiert worden. "Das ist ein für uns wenig nachvollziehabres Informationsverhalten", kritisiert Soénius. "Wir fordern den Landesbetrieb Straßen NRW auf, Hinweisschilder in deutscher und englischer Sprache auf sämtlichen Lkw-Halteplätzen sowie Raststätten im Umkreis von 250 Kilometer aufzustellen und entsprechende zweisprachige Faltblätter zu verteilen."

Zudem solle der Landesbetrieb aktiv auf die Hersteller von Navigationsgeräten und auf die Rundfunkanstalten zugehen, damit die Informationen frühzeitig bekanntgegeben werden und Ausweichrouten für den internationalen Fernverkehr angeboten werden können.

Kölner Facebook-User zeigen sich wütend

Auch bei den Kölnern macht sich der Ärger breit. Auf der Köln-Facebookseite wurden am Donnerstag wieder heftige Diskussionen geführt. "Als ob der Kölner Autobahnring nicht ohne hin schon viel zu überfüllt wäre. Staus soweit das Auge reicht!" kritisiert beispielsweise User Michael G.. Auch Alkan T. teilt diese Meinung: "Die haben auch nichts zu tun, als immer neue Baustellen zu eröffnen, bevor die vorherige zu Ende gebaut wird. Als ob die A3 nicht schon überfüllt genug wäre."

Ähnlich sieht es Monika K.: "Haben wir nicht schon genug Staus? Wie wäre es, wenn erst mal eine Baustelle fertig gestellt wird, bevor eine neue eröffnet wird? Und dann diese "Tunneleinhausung" ist doch echt der Hammer!"

Bekanntgabe der Pläne am Montag

Am Montag will der Landesbetrieb Straßen NRW die Änderungen auf der A1 offiziell bekanntgeben. Dann sollen auch die empfohlenen Umleitungen für die Lastwagen zwischen Köln-Nord und Köln-West vorgestellt werden, welche auch Fahrten über Landstraßen beinhalten könnten. (rg)

Mehr zum Thema:
Lkw-Sperrung auf der A1: Auf dem Kölner Autobahnring drohen bald noch mehr Staus

(Erstellt am 23. März 2012 - 10:34 Uhr; aktualisiert 23. März 2012 - 13:29 Uhr)


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Kommentare

Als jemand, der in

Als jemand, der in Alt-Bocklemünd wohnt und jeden Tag nach Marsdorf zur Arbeit fahren muss, da wundere ich mich doch, dass es unsere starrköpfigen Baustellenplaner tatsächlich wagen, sich einem Drei-Schicht-Betrieb beim Bau des Junkersdorfer-Deckels zu verweigern.

Die Krönung wird die Sperrung der genannten Strecke für Brummies sein. Danke liebe Planer, dass Ihr endlich den parallel laufenden Militärring zu Schrott fahren lasst, dass kriechend langsame, voll beladene, schwachbrüstige LKWs bei jedem Ampelstart an der Kreuzung Venloer Straße und der Unterführung Aachener Straße dazu führen, dass wirklich nur ein LKW und vielleicht noch ein PKW bei der aktuellen Grünphase über die Haltelinie kommen.

Staus soweit das Auge reicht auf dem Militärring. Da hilft manches Mal nicht mal die Tatsache, dass ich mein Auto stehen lasse und es mit meinem Motorroller versuche, im Auge des strengen Verkehrsüberwachers nicht gern gesehen schlichtweg an diesen Staus vorbeifahre. 

Nein, spätestens vor dem Abzweig zur Dürener Straße ist schluss mit "durchschummeln" - selbst das habt Ihr Stadtplaner seit Jahrzehnten stoisch ignoriert, dass die Kreuzung Militärring/Dürener Straße untertunnelt gehört.

Statt dessen wird für viel (Steuerzahlers) Geld ein Tunnel für eine Hand voll angeblich lärmgeschädigter Besitzender gebaut - und nicht mal zeitgerecht und zügig fertiggestellt.

Bezeichnend für die 2-Klassen-Gesellschaft unseres Vaterlandes. Und Ihr Regierenden wundert Euch, wenn von angeblich allen ungeliebte Subjekte politischen Einfluss bekommen.

 

Als schwacher LKW Brummi

Als schwacher LKW Brummi (500PS) kann ich Ihnen nur Recht geben, wegen der A1 geht es aber nicht anders. Ich verliere jeden Tag pro Tour 30 Minuten. Ich hoffe es ist nicht schlimm das Sie das einmal Täglich verlieren. Die schwachen Brummis füllen Euren Kühlschrank, bringen Benzin, entsorgen Müll usw.
Gruß von einem gestressten Brummifahrer!!!!!!

Das hört sich doch gut an

Das hört sich doch gut an .... wenn so viele LKW nicht mehr über die Kölner Autobahnen fahren dürfen ist das ganz toll ... Dann lassen wir sie doch einfach durch die Stadt fahren .. ist doch nicht so schlimm ....

Seit der Einschränkung der Zoobrücke, fahren die LKW´s verstärkt über die Mülheimer Brücke ..
Die Brücke geht immer mehr kaputt .
Letztes Jahr ist eine von 4 Metallstrebe in der Fahrbahn, die Quer zur Fahrbahn liegt abgerissen und die anderen Verbindungsteile lassen auch zu Wünschen übrig. Die Geräuschkulisse wird immer stärker und lauter....
Ob das alles so richtig ist ?????? ich weiß nicht

Kann es sein, dass Sie auch

Kann es sein, dass Sie auch schon mal mit Ihrem LKW an der Inneren-Kanalstraße festhingen?

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