Höhere Parkgebühren
Mit "drastischen Maßnahmen" will Köln 32 Millionen Euro sparen
Drei statt zwei Euro pro Stunde muss zahlen, wer künftig seinen Parkschein aus dem Automaten zieht. Eine Million Mehreinnahmen jährlich erhofft sich die Stadt davon. Nur eine von vielen “drastischen Maßnahmen”, die OB Jürgen Roters und Kämmerin Gabriele C. Klug am Freitag vorstellten.
Allgemeine Verwaltung
Durch europaweite Ausschreibungen konnten die Prämien für einige Versicherungen gesenkt werden – unterm Strich werden dadurch jährlich 300.000 Euro eingespart. Durch die “Absetzung” von neun Stellen in den Meldehallen kommen weitere 400.000 Euro dazu. Der Einsatz moderner Technik soll hier eine mögliche Service-Verschlechterung verhindern.
Wirtschaft und Liegenschaften
Das Kurzparken in den städtischen Tiefgaragen wird um 30 Cent pro Stunde erhöht – macht im Jahr 750.000 Euro Mehreinnahmen. Nachgerechnet wurde beim Großmarkt: Weil man eine kostengünstigere Schranke an der Zufahrt eingebaut hat, muss man einmalig 277.000 Euro weniger ausgeben
Bildung, Jugend und Sport
Das Ziel, Plätze für 40 Prozent aller Kinder unter 3 Jahren (U3) bereitzustellen, wird beibehalten – allerdings um ein Jahr auf 2014 verschoben. Das spart in diesem Jahr 387.000, im nächsten Jahr noch einmal 1,7 Millionen Euro. Bei der Jugenhilfe wird unter anderem gründlicher geprüft, ob eine Heimunterbringung nötig ist, Einzelfallhilfe wird gestärkt. Das Honorar für Fachkräfte von außen wird um rund 6 Prozent gekürzt.
“Fachliche nötige Maßnahmen werden nicht am Geldmangel scheitern”, verspricht Dezernentin Agnes Klein. Erhoffter Einspareffekt: 1,3 Millionen Euro im nächsten Jahr. Sieben neue Stellen sollen helfen, etwa beim LVR zusätzliche Fördermittel in Höhe von 370.000 Euro zu beantragen.
Soziales, Integration und Umwelt
Weil die Zuschüsse für soziale Trägervereine schon im Vorjahr um 8 Prozent gekürzt wurden, soll es hier wie auch im Jugenddezernat in diesem und im nächsten Jahr keine weiteren Kürzungen geben. Bei den Kosten für Heizung und Unterkunft, die die Stadt für Hartz-IV-Empfänger zahlen muss, hofft man auf eine schnellere Vermittlung von Arbeitsplätzen. Hier sei ein Einsparpotenzial von 4,5 Millionen Euro “realistisch”, so Dezernentin Henriette Reker, macht das aber von der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt abhängig. Durch die schon beschlossene Schließung der Anlaufstelle für Drogenabhängige im Rechtsrheinischen und die Umstellung auf eine psychosoziale Begleitung können 470.000 Euro eingespart werden.
Planen und Bauen
Hier stehen die Mehreinnahmen in Höhe von einer Million Euro durch Erhöhung der Parkgebühren auf dem Plus-Konto: Drei statt zwei Euro pro Stunde sollen in der Innenstadt fällig werden. Durch Verschiebung der Brückensanierungen und der Modernisierung der Straßentunnels können im nächsten Jahr 8, im darauffolgenden Jahr weitere 6,8 Millionen eingespart werden. Geld, das aber spätestens 2015 ausgegeben werden muss. Zur Zeit stehen 50 Schulen unter Denkmalschutz, was Sanierung und Umbau verteuert. “Das muss anders werden”, kündigte OB Roters an.
Kunst und Kultur
Die Verschiebung von Sanierungsmaßnahmen, insbesondere bei Museen, soll auch hier sparen helfen: Der entspsrechende Haushaltstitel wurde um die Hälfte auf 1,2 Millionen Euro gekürzt. 380.000 Euro, die eigentlich zur Stärkung der Kölner Kulturszene eingeplant waren, werden nun nicht ausgegeben.
Auch das Amt des OBs will sein Scherflein dazu beitragen: So gibt es keine “Ehrengaben” mehr zu hohen Hochzeitsjubiläen (36.000 Euro) und die Tagesordnung der Ratssitzungen wird nicht mehr als Anzeige in den Printmedien (50.000) veröffentlicht. Stattdessen wird hier auf das Internet verwiesen.
Der jetzt von der Verwaltungsspitze vorgestellte Sparhaushalt soll am 26. Juni vom Rat beschlossen werden. Langfristig strebt Kämmerin Klug einen “wirkungsorientierten Haushalt”an: Das heißt, jedes “Produkt”, das die Stadt anbietet, wird darauf geprüft, ob es mit dem dafür ausgegebenen Geld vorgegebene Ziele erreicht. Diese sollen mit einer Prioritätenliste noch erarbeitet werden. Im Moment stehen allerdings die kurzfristigen Sparmaßnahmen auf der Tagesordnung.
Bis 2020, so hofft Roters, soll Köln schuldenfrei sein. Und auch wenn – trotz wirtschaftlichen Aufschwungs – Köln noch keine Steuermehreinnahmen habe, eine Erhöhung der Grundsteuer wird es vorerst nicht geben, versprach Klug. (js)
(Erstellt am 18. Mai 2012 - 16:13 Uhr; aktualisiert 21. Mai 2012 - 13:27 Uhr)
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Kommentare
na die "klugen"genossen und
na die "klugen"genossen und ihre helfer.... was macht der bürger?
er fährt ins umland, parkt da kostenlos im parkhaus und geht einkaufen...alles was sein herz haben möchte und sein geldbeutel hergibt bekommt er da... wer verdient drann? die gemeinde des umlandes an der gewerbesteuer, den arbeitsplätzen usw. meist ist es dort noch preiswerter als in der city köln (da die gewerbe-mieten nicht so hoch sind) die evtl. benzin mehrkosten hat man schnell raus.. keine staus, keine parkgebühr, preiswerteren einkauf und auf der rückfahrt noch schnell beim bauern rein und frische lebensmittel aus dem hofladen mit nehmen.... wo hat die stadt da noch einen vorteil? rote genossen, grüne bunte vögel hirn einschalten und denken aber sicher wart ihr auf der gesammt- oder europaschule....
Aber das war doch unter der
Aber das war doch unter der CDU-Regie ganz genau so! Da wurden die Einkaufsmeilen hochgelobt als Arbeitsplatzmaschinen. Arbeitsplätze im Einzelhandel sind aber im Ergebnis für eine Stadt fast nichts wert. Oft sind die Angestellten dort nur Teilzeitler und Aufstocker.
Unter Schramma - Regie wurde hochgelobt was cih hochzuloben ergab, denn auch er vermochte es nicht werthaltige Arbeitsplätze nach Köln zu holen. Die Gewerbesteuern in Köln waren auch unter CDU - Regie schon unangemessen hoch und die Infrastruktur wurde auch noch durch einen unsinnigen U-Bahnbau massiv verschlechtert. Von der Rufschädigung des Standortes Köln durch den Einsturz des Stadtarchives ganz zu schweigen...
Nein, es ändert sich nichts, wenn der Bürger nur nach dem nächsten Marodeur schreit. Es ändert sich nur etwas, wenn der Bürger genau hinsieht und fordert, dass Posten nur noch nach Befähigung erteilt werden.
Da steht: Und auch wenn –
Da steht: Und auch wenn – trotz wirtschaftlichen Aufschwungs – Köln noch keine Steuermehreinnahmen habe.
Dabei wird es bleiben. Köln hat an Attraktivität für Unternehmer sehr stark verloren.
Zum einen liegt es an der Feindlichkeit neuen Unternehmern gegenüber und zum anderen ist der Gewerbesteuerhebesatz viel zu hoch.
Wenn man in Kölle mehr neue Arbeitsplätze haben möchte, dann muss man die Stadt für neue Unternehmer attraktiv machen. Dazu reicht es die Gewerbesteuern zu senken und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass ein Stadt ohne ausreichend viele Arbeitsplätze dazu verdammt ist im Rating weiter zu fallen.
An die Redaktion: Bitte lest mal die Artikel korrektiv regulierend durch bevor ihr sie veröffentlicht. In diesem Artikel finden sich massenweise Rechtschreibefehler und falsche Satzbaustellungen.
Das sind die Seiten von KOELN.DE (!) und repräsentieren Köln im Internet.
Fehlerfrei ist Ihre
Fehlerfrei ist Ihre Meinungsäußerung auch nicht!
Ja, einen Fehler habe ich
Ja, einen Fehler habe ich drin. Ich habe ein e vergessen. Aber ob deshalb die Redaktionsleistung von Koeln.de besser wird darauf hinzuweisen darf ich bezweifeln :-).
Zudem lebe ich nicht vom Schreiben; ganz im Gegensatz zur Redaktion von koeln.de.
unser OB bekommt uns schon
unser OB bekommt uns schon kaputt
super
jetzt hat ihn keiner gewählt
Hallo, na und wo die jetzt
Hallo,
na und wo die jetzt in Düsseldorf eine echte Mehrheit haben, geht die Abzocke durch diese Typen erst richtig los, aber dann hat die auch keiner gewählt.
Gruß Sepp.
Bis 2020 schuldenfrei oder
Bis 2020 schuldenfrei oder doch nur keine Neuverschuldung?
Der Euro mehr fürs Parken
Der Euro mehr fürs Parken ist nicht das Problem und geht im Rauschen unter. Das Kernproblem in Köln liegt in parteiübergreifender Unfähigkeit, die sich seit den 70iger Jahren nicht gebessert hat. Posten nach Klöngel und nicht nach Befähigung zu verteilen rächt sich irgendwann auch mal. Ein anderer wichtiger Teil des Kernproblems liegt im Kölner selber. Der schaut gern weg und ist teilnahmlos der städtischen Politik gegenüber. Seine Stadt verkommt an allen Ecken und Enden, der Kölner aber schaut auf ein Highlight und redet sich den Rest schön. So ist es für die Untauglichen gut zu regieren, denn mit wirklicher Kritik und Widerstand müssen sie ja nicht rechnen.
Keine Bevölkerung hat jemals eine bessere Führung als sie verdient!
Nur hinschauen, mitdenken, mitmachen und zu Recht einfordern, was man dafür verlangen darf macht die Dinge gut.
Alles andere ist dahinschlummern und selbstbeweihräuchern mit Folgen wie in Italien oder vielleicht mal sogar wie in Griechenland. Die Parallelen im Verhalten der Bürger und dem daruas resultierenden Politikerunsinn jedenfalls sind sehr auffällig und in Köln spürbar.
Einsparmöglichkeiten gebe
Einsparmöglichkeiten gebe es im städtischen Haushalt genug. Aber das ist politisch nicht gewollt und erwünscht, weil eine entsprechende Ideologie das verhindert. Aber warten wir mal ab wie sich die Krise um den Euro entwickelt. Dann stehen möglicherweise ganz andere Entscheidungen auch in Köln an.
Höhere Parkgebühren... Zum
Höhere Parkgebühren...
Zum Glück kann man auch in anderen Städten einkaufen. So kann man den Geschäftsleuten auch die Kunden vergraulen.
Erhöht schön weiter die Gebühren und Eintrittspreise, hoffentlich denken noch andere wie ich und verlagern ihr Leben in billigeren Städten.
Meine Jahreskarte für den Zoo kaufe ich schon seit 2 Jahren in Duisburg, nach einer 25% Erhöhung im Jahr 2011 in Köln.
D. Fischer, Milchmädchen
D. Fischer, Milchmädchen Rechnung? Die 50 Km An- und Abreise sind sicherlich schon in Ihrer Rechnung enthalten. Auch kommen Sie mit Ihrer Jahreskarte in weitere Zoos (auch Duisburg) zumindest verbilligt hinein, aber das haben Sie sicherlich schon berücksichtigt-----.
Ich lasse es auf eine Knolle
Ich lasse es auf eine Knolle ankommen, ist letztendlich billiger. Ansonsten kann man ja auch noch schön schwarz mit der KVB in die City flitzen!





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