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Gesamtinvestitionen von rund 2,1 Milliarden bis 2030

Mehr Fahrgäste: KVB muss aufrüsten

Die Kölner Verkehrsbetriebe müssen deutlich aufrüsten. Nicht zuletzt aufgrund steigender Fahrgastzahlen und der damit verbundenen Anpassung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) an die Nachfrage kalkuliert das Unternehmen bis 2030 mit einem Investitionsvolumen von rund 2,1 Milliarden Euro.

„Wir sehen für die Zukunft gewaltigen Investitionsbedarf. Alleine der Streckenausbau verursacht Kosten in Höhe von 1 Milliarden Euro. Eine weitere Milliarde erfordert der Erhaltungs- und Erneuerungsbedarf bis 2025. Auch für die Schaffung der Barrierefreiheit im ÖPNV bis zum Jahr 2022 müssen wir mit circa 120 Millionen Euro rechnen“, erklärte Vorstandsvorsitzender Jürgen Fenske. Dies sei nur dann finanzierbar, wenn sich der Bund und das Land an den Aufwendungen beteiligen, so Fenske. „Das ist nach unserer Überzeugung gut angelegtes Geld, denn die in Paris beschlossenen Maßnahmen in Bezug auf den Klimawandel lassen sich nur durch eine Stärkung des ÖPNV in den Städten und Gemeinden realisieren“, sagte der Vorstandsvorsitzende vor Vertretern der Medien.

Bereits in 2016 fließen rund 110 Millionen Euro in den Erhalt der Infrastruktur, die Fahrzeugflotte und die Verbesserung des Leistungsangebots. Dabei entfallen auf die Nord-Süd-Stadtbahn 21 Millionen Euro. Ein Betrag von 10 Millionen Euro ist für die Modernisierung der Hochflur-Stadtbahnen vorgesehen. Der gleiche Betrag soll für 900 Ticketautomaten aufgebracht werden, die im Frühjahr installiert werden sollen. Weitere Gelder dienen der Erneuerung von Gleisen, Weichen, Signalen sowie Sicherungsanlagen. Ein weiteres Großprojekt stellt ab Dezember dieses Jahres der Test und die Einführung der E-Busse auf der Linie 133 dar. Für 2017 plant der Konzern die Verlängerung der Stadbahnlinie 3 bis zum Görlinger Zentrum.

Neben Ausblicken in die Zukunft zogen Fenske und Spitzen der KVB AG eine erste Bilanz für das Jahr 2015. Konkrete Wirtschaftszahlen erfolgen erst im Juni dieses Jahres.

1,1 Millionen Fahrgäste mehr als im Vorjahr

Demnach verzeichnete der Konzern einen Fahrgastanstieg von 1,1 Millionen Fahrgästen von 275,1 Millionen (2014) auf 276,1 Millionen Personen im vergangenen Jahr. Das bedeutet ein Plus von 0,4 Prozent. Dabei griffen mit 126.000 Kunden mehr Menschen als je zuvor auf die Offerte des Handy-Tickets zurück (2014: 82.245).

Erfreulich sei zudem die sinkende Quote an Schwarzfahrern von 2,8 Prozent in 2014 auf 2,3 Prozent im Folgejahr. Bei 3,18 Millionen Kontrollen wurden 2015 75.300 Fahrgäste ohne gültiges Ticket angetroffen. Der dadurch entstehende wirtschaftliche Schaden belaufe sich pro Jahr auf annähernd 9 Millionen Euro, erklärte Jürgen Fenske. „Die Menschen wünschen sich stärkere Kontrollen, da sie diese Maßnahme als ein Stück Gerechtigkeit empfinden. Außerdem glaube ich, dass die Erhöhung des Bußgeldes von 40 auf 60 Euro einen positiven Einfluss hatte“, folgerte Fenske.

"Fahren an der Kapazitätsgrenze"

Laut Statistiken legten die Busse und Bahnen im vergangenen Jahr 36,8 Millionen Kilometer zurück. „Diese Zahlen stellen ein erfreuliches, anständiges Ergebnis dar“, kommentierte Fenske die Ergebnisse im Fahrgastbereich. Dennoch warnte der Vorstandsvorsitzende vor zukünftigen Entwicklungen unter den gleichen Rahmenbedingungen: „Wir hatten in den letzten Jahren bessere Werte. Gründe dafür sind, dass wir an der Kapazitätsgrenze fahren und diese an einigen Stellen bereits überschritten haben“, erläuterte das Vorstandsmitglied.

So seien in den morgendlichen Hauptverkehrszeiten die Linien 16, 9, 7 und 1 überlastet. Auch die Linie 13 habe Engpässe verzeichnet, etwa am Wiener Platz. Um diese Problematik zu überwinden, brauche es ein "Wachstum im Bestandsnetz“, sagte Fenske. (td/Foto: Joachim Rieger))

Aktuelle Informationen über die Verkehrsbetriebe finden sich im Netz unter www.kvb-koeln.de.

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