• Home
  • Do, 30. Jun. 2016
  • Stadtplan
  • cologne.de
  • Branchen
  • KoelnMail

Bildungsdezernentin beklagt zu lange Planungen

Kölns hat zu wenig Schulen

Steigende Geburtszahlen, die Integration von Flüchtlingskindern, sich verzögernde Baumaßen durch gesetzliche „Instrumentarien, die nicht mit dem öffentlichen Bauen kompatibel sind“: Köln steht – so die zuständige Dezernentin Agnes Klein – im laufenden Bildungsjahr vor einer "riesigen Herausforderung".

„Es gibt kein Chaos beim Anmeldeverfahren für weiterführende Schulen, wohl aber schwierige Bedingungen“, kommentierte sie aktuelle Berichte: Viele Eltern hatten sich beschwert, dass ihre Kinder für das anstehende Schuljahr keinen Platz in einer Gesamtschule gefunden haben. Kleins juristische Erklärung: Gymnasien müssen jedes Kind aufnehmen (wobei es nicht das Wunschgymnasium sein muss), Gesamtschulen dürfen dagegen Kinder ablehnen, sofern sie je ein Drittel Kinder mit Hauptschul-, Realschul- und Gymnasialempfehlung aufnehmen. So wird zum Einen versucht, die Gymnasien auszubauen, zum Anderen wurde in Abstimmung mit der Bezirksregierung die Klassenstärke auf 30 Schüler und Schülerinnen erhöht.

Trotzdem gilt: Angesichts der wachsenden Einwohnerzahl braucht Köln mehr Schulen. So beschloss der Rat in den letzten beiden Jahren die Planungen für vier neue Grundschulen, eine Gesamtschule und ein Gymnasium. Hier beklagt Klein die langen Planungen und Bauzeiten, bedingt zum Beispiel durch bürokratische Auflagen im Vergabeverfahren. Sie geht von einer Umsetzungszeit von bis zu zwölf Jahren aus. So wurde von den 16 Projekten, zwischen 2007 und 2006 beschlossen wurden, erst eines fertig gestellt.

Langfristig braucht Köln nach Einschätzung der Verwaltung 16 neue Grundschulen, 10 weiterführende Schulen und zwei Berufskolleg. Letzteres sei vor allem wichtig, um jugendliche Flüchtlinge in die Berufswelt zu integrieren.

Für die vorschulische Betreuung zieht Klein dagegen eine durchweg positive Bilanz. Danach gibt es für 40 Prozent aller Kinder unter 3 Jahren (U3) einen Kitaplatz: 655 Einrichtungen – 229 davon städtisch – bieten 9.747 Plätze an. Noch im Bildungsjahr 2015/16 soll es 660 Kitas geben. Eine Eltern-Umfrage ergab allerdings eine steigende Nachfrage, langfristig wird bei U3 eine Versorgungsrate von 50 Prozent angestrebt. Für jedes Kind zwischen drei und sechs Jahren (Ü3) steht schon jetzt schon einer der 31.115 Kita-Plätze bereit.

2015 betrug der Etat des Dezernats Bildung, Sport und Jugend 1,2 Milliarden Euro, 409 Millionen davon konnten selbst erwirtschaftet werden. In den letzten zwölf Jahren wurden 764 Millionen Euro für Schulneubauten ausgegeben, 522 Millionen für die Instandhaltung und 38 Millionen für die Toilettensanierug an 182 Schulen. Die laufenden 57 Planungsaufträge mit Planungsbeschluss umfassen 980 Millionen Euro. (js)

Schon gelesen?

Onlinespiele

smartybubbles-225.jpg
Schießen Sie Ihre Luftblasen auf mindestens zwei Blasen mit der gleichen Farbe und bringen Sie diese so zum Platzen. Achtung! Suchtgefahr!   Jetzt spielen!
mahjong-600.jpg
Mahjong op kölsch - können Sie alle Steine entfernen?  Mahjong spielen
solitaer-koelsch-600.jpg
Wir bringen Solitär zurück - als Browserspiel für zwischendurch, mit echt kölschen Motiven.  Solitär spielen
Firmenvideos von Kölner Unternehmen