Unfallstatistik 2009
Immer weniger tödliche Verkehrsunfälle in Köln
Kölns Straßen werden sicherer: Die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle in der Domstadt ist im Jahr 2009 weiter zurückgegangen. Sorgen bereitet der Polizei hingegen das Verhalten junger Fahranfänger.
Die Unfallzahlen in Köln sind weiter rückläufig. Das gab Polizeipräsident Klaus Steffenhagen gemeinsam mit dem Leitenden Polizeidirektor Helmut Simon am Montag bekannt. Simon, Kölns oberster Verkehrspolizist, konnte überwiegend Erfreuliches verkünden. So gab er einen Rückgang der Verkehrsunfälle um fünf Prozent von 35.206 auf 33.398 bekannt. Weiterhin sei die Anzahl der Verkehrsunfälle, bei denen das Rotlicht einer Ampel missachtet wurde, um rund ein Drittel zurückgegangen.
Kein Toter durch Alkohol am Steuer
Erfreulich sei vor allem, dass die Zahl der Verkehrstoten noch einmal deutlich zurückging. Kamen im Jahr 2007 noch 19 Menschen auf den Kölner Straßen ums Leben, waren es im vergangenen Jahr zehn. Zu Beginn der statistischen Erfassung im Jahr 1970 seien noch über 200 Verkehrstote zu beklagen gewesen. Zum ersten Mal gab es keinen Toten durch Alkohol am Steuer, insgesamt ging diese Unfallursache um rund neun Prozent zurück. Nur einen tödlichen Unfall führen die Beamten auf die Missachtung eines Rotlichtes zurück, im Vorjahr waren es dagegen noch fünf. Durch gezielte Aktivitäten ab November 2007 habe außerdem die Zahl der Verletzten bei dieser Unfallursache im Stadtgebiet Köln um rund ein Drittel gesenkt werden können.
Geschwindigkeitsübertretungen nahmen zu
Sorgen macht den Ordnungshütern allerdings eine rasante Entwicklung bei den Geschwindigkeitsübertretungen. Immer mehr Unfälle seien darauf zurückzuführen, dass die Fahrer schneller als erlaubt unterwegs seien. Dies gelte vor allem für junge Fahrer bis 24 Jahren. Simon will deswegen in diesem Bereich einen Schwerpunkt der Arbeit im neuen Jahr setzen. So solle unter anderem auch eine landesweite Kampagne gegen Fahren mit überhöhter Geschwindigkeitgestartet werden.
Kinder und Senioren im Mittelpunkt
Im Zentrum der Bemühungen stünden vor allem Kinder und Senioren, so Steffenhagen. Wie auch im vorausgehenden Jahr verunglückten 2009 wieder fast 400 Kinder im Straßenverkehr. Einen leichten Rückgang gab es hingegen bei den Senioren: Dort sanken die Zahlen von 545 (2008) auf 512. Mit dem Figurentheater „Spielerisch zu mehr Sicherheit“ wollen Polizei und Verkehrswacht das Problem nun gemeinsam angehen. Das Projekt soll mit Gesangs und Spiel neue Ansätze der Verkehrserziehung bieten. Auch Eltern und Erzieher sollen mit dem Theaterstück sensibilisiert werden.
Eindringlich wiesen Simon und Steffenhagen auch auf die Bedeutung des Sicherheitsgurtes für den PKW-Insassen hin. In vielen Unfällen hätte die Benutzung des Gurtes schlimmere Folgen verhindert. Simon: "Der Gurt ist ein Lebensretter."
(9. Februar 2010 - 10:04)
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