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Hochwasser-Übung

Im Ernstfall hätte der Rhein die Altstadt geflutet

Ein „Jahrhunderthochwasser“ von 11,10 Metern droht die Stadt Köln zu fluten – das sah das Szenario am Wochenende für die Hochwasser-Großübung vor. Insgesamt 500 Einsatzkräfte probten den Ernstfall, bei dem die Errichtung einer mobilen Schutzwand im Vordergrund stand und Schwachstellen zu Tage traten.

Den „Großschadensfall“ vermeldete die Hochwasserschutzzentrale am Samstagmorgen. Was war geschehen? Den Einsatzkräften von Feuerwehr, THW, DLRG, Polizei und Hafengesellschaft war es nicht gelungen, die mobile Schutzwand rechtzeitig zwischen der Drehbrücke am Schokoladenmuseum und der Baustelle des „Art’otels“ sowie an einigen anderen Stellen aufzubauen. Im Fall eines Hochwassers hätte der Rhein somit Teile der südlichen Altstadt geflutet.

Bei der simulierten Überflutung wurde im Linksrheinischen zwischen Bastei und Rheinauhafen auf einer Länge von etwa 3,2 Kilometern ein Drittel des mobilen Aluminiumschutzwalls mit gut 10.000 Dammbalken und 1.200 Stützen errichtet. Die Mitarbeiter seien dabei „bis an ihre Grenzen beansprucht worden“, erklärte Reinhard Vogt, Leiter der Hochwasserschutzzentrale.

Positive Bilanz trotz einiger Pannen

„Wir haben unser Übungsziel trotzdem erreicht, denn im Lagezentrum hat das Zusammenspiel aller Beteiligten funktioniert. Außerdem konnten alle auf die Informationen des neuen Flutinformations- und Warnsystems zurückgreifen.“, sagte Otto Schaaf, Vorstand der Stadtentwässerungsbetriebe, am frühen Samstagnachmittag. Auch Vogt bewertete das erstmals getestete Warnsystem „Fliwas“ als einen „Riesenschritt nach vorne“.

Bei der Koordination vor Ort räumte Schaaf Schwachstellen ein: „Die Überflutung in der Altstadt hat jedoch gezeigt, dass die notwendigen Materialien früher hätten angeliefert werden müssen.“ Im Rheinauhafen hätten die Baustellen, die zu wenige Freiflächen für die Zwischenlagerung lassen, die Anlieferung verzögert. Radfahrer und Fußgänger, die die Absperrungen missachteten, haben die Übung zusätzlich behindert. „Die Absperrungen müssen künftig konsequenter erfolgen“, resümiert Schaaf.

66 Beobachter haben die Übung begutachtet und systematisch bewertet, in etwa zwei Wochen werden sie eine detaillierte Analyse präsentieren. Die Ergebnisse sollen dann bis Anfang November in die Einsatzpläne eingearbeitet werden.

(Erstellt am 14. September 2009 - 10:57 Uhr; aktualisiert 14. September 2009 - 11:31 Uhr)


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Kommentare

Und wenn der Ernstfall vor

Und wenn der Ernstfall vor der Übung eingetreten wäre?

Gut, dass geübt wurde. Jezt

Gut, dass geübt wurde.
Jezt wissen die Verantwortlichen woran sie sind und werden für den Ernstfall daraus ihre Schlüsse ziehen.
Beim nächsten Ernstfall wird es dann klappen....
erst dann tot lachen, wenn es nicht klappt.

Ja, super!

Ja, super!

Ha, ich lach micht tot. In

Ha, ich lach micht tot. In Köln klappt aber auch alles wie am Schnürchen! Kompliment!

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