Katastrophenschutzübung am Airport
Flughafen probt den Terror-Ernstfall
Als der Airbus auf dem Köln-Bonner Flughafen landet, scheint zunächst alles normal. Doch während die Passagiere aussteigen, gibt es eine Explosion in der Maschine, es gibt Tote und Verletzte. Dieses fiktive Horrorszenario eines jeden Reisenden nutzte das Land NRW heute für seine bislang größte Katastrophenschutzübung.
Der Airbus A318-100 aus Patschukistan landet pünktlich auf dem Flughafen Köln-Bonn. Wie hundertmal an jedem Tag steigen die Passagiere gerade in Busse um, als eine Explosion das Flugzeug erschüttert: Terroristen haben von einer der umliegenden Straßen eine manngestützte Boden-Boden Rakete auf den Airbus abgefeuert! Das vermeintlich normale Deboarding ist in wenigen Sekunden zu einer Katastrophe geworden, Tote und Schwerverletzte liegen auf der Landebahn, traumatisierte Fluggäste sitzen in den Bussen fest.
Bundesweite Probeläufe
Dieses Katastrophen-Szenario wurde heute mit mehr als 2.500 beteiligten Einsatzkräften, Verletztendarsteller und Aufsichtspersonen auf dem Flughafen Köln-Bonn nachgestellt, eine zweite Eskalationsstufe wurde ebenfalls eingebaut: 75 Minuten nach dem ersten Anschlag explodiert am fiktiven "Terminal 300" eine schmutzige, radioaktive Bombe mit Caesium-137. Parallel zur Übung am Flughafen wird der Ernstfall im Rahmen der Übung LÜKEX 09/10 in NRW auch in Gummersbach, Dormagen und Lemgo geprobt sowie an verschiedenen Orten im Rest der Republik.
Bildergalerie: Katastrophenübung am Köln-Bonner Flughafen
"Es ist die größte Katastrophenschutzübung in der Geschichte unseres Landes", betonte NRW-Innenminister Dr. Ingo Wolf. Der gestellte Ernstfall soll die Funktionsfähigkeit des Krisenmanagements und die Notfallpläne der Hilfskräfte auch ortsübergreifend praktisch erproben, die Erkenntnisse aus der Übung werden in künftige Revisionen der Katastrophenschutzpläne einfließen. "Ein gut funktionierender Katastrophenschutz ist existentiell für die Menschen", so der Innenminister. Nur durch die regelmässige Probe könne bei einem echten Ernstfall bestmöglicher Schutz für die Bevölkerung geboten werden.
Kostenpunkt: 300.000 Euro
Diese Sicherheit lässt sich das Innenministerium eine beträchtliche Summe kosten: 800 Einsatzkräfte der Feuerwehr sind in der Übung involviert, davon 394 aus den umliegenden Städten und Landkreisen. Hinzu kommen rund 1.000 Polizeibeamte, 100 Mitarbeiter des Flughafens und 680 Personen, die als Beobachter, Leiter und Darsteller eingebunden sind. Die Gesamtkosten der Übung liegen laut Informationen des Innenministeriums bei rund 300.000 Euro. (cr)
(Erstellt am 27. Januar 2010 - 14:47 Uhr; aktualisiert 28. Januar 2010 - 10:02 Uhr)
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Kommentare
Bei manchem Kommentar hier,
Bei manchem Kommentar hier, fragt man sich unwilkürlich, ob immer erst ein Kind in den Brunnen fallen muss um zu erkennen, dass es besser ist vorher mal zu üben statt nachher im Chaos zu testen, ob es nicht auch so funktioniert.
Katastrophenschutzübungen und zu denen gehören auch Terroranschläge, hat es immer gegeben. Sie sind wichtig und notwendig um Schwachstellen bei den handelnden Organen (Feuerwehr, Polizei, THW und Ordnungsbehörden zu erkennen und zu beseitigen.
Niemand möchte jeden Fahranfänger ohne Aufsicht, Übung und Schulung im Straßenverkehr sehen. Wieso sollten dann Katastrophenschützer nicht üben?
Wie schon jemand schrieb, wenn mal was passiert und nicht alles hundertprozentig klappt, schreit die ganze Gessellschaft auf und Sucht den Schldigen für das Versagen. Und ich wette einige von denen die hier negative Kommentare abgegeben haben, sind die ersten die rumschreien!
Jaja, kein Geld für
Jaja, kein Geld für Straßenausbesserung, aber für unnütze (oder wenigstens zweifelhafte) Terrorwahn-Übungen und tolle neue Opernhäuser.
So haben wir das "gern".
Hör doch bitte auf, hier in
Hör doch bitte auf, hier in der Mehrzahl zu sprechen. Ich bin der Meinung, dass du diese Meinung hier exklusiv vertrittst.
... nicht exklusiv, ganz und
... nicht exklusiv, ganz und gar nicht exklusiv .....
Warum wird das Geld nicht
Warum wird das Geld nicht für Schulen und Kindergärten genutzt? Da wurden wieder Steuergelder für die angebliche Terrorgefahr verschleudert und unsere Kinder stehen da wie die Doofen. Wohin dieser Scheiß führt haben wir ja gesehen. Es braucht nur eine Plastiktüte mit einigen Drähten auf einem Bahnhof zu liegen und alles gerät in Panik. Dank unserer Sicherheitsfanatiker und der Erfindung des Krieges gegen den Terror, der nie enden wird, denn jeder ist ein potentieller Terrorist in Deutschland!
Ohhh ja. Aber, wenn mal was
Ohhh ja. Aber, wenn mal was passiert, und sich herausstellt, daß die Rettungskräfte unzureichend trainiert und ausgestattet waren! Dann ist das Geschrei groß.
Genau so isset! Ich begreife
Genau so isset! Ich begreife manchmal nicht, wie wenig Weitblick der ein oder andere an den Tag legt. Rettungsaktionen MÜSSEN geprobt werden - auch in diesen Dimensionen. Genau wie das Aufstellen der Schutzwände vor Hochwasser. Das findet ja nicht jeden Tag statt.
Ich habe nichts gegen
Ich habe nichts gegen grossangelegte Rettungsübungen, aber warum wählt man dafür ausgerechnet das unwahrscheinlichste (Terror)-Szenario??
Ein Flugzeugabsturz in der Innenstadt hätte doch auch gereicht und wäre wesentlich wahrscheinlicher als das jetzt Geprobte.
Was bitte gibt es auf den
Was bitte gibt es auf den Fotos zu sehen ?
Nichts .Was bringt der Nutzen der ganzen Aktion ?
Nichts . Ausser vieleicht noch mehr Stau auf der Autobahn.Bei einem echten Anschlag sieht das bestimmt ganz anders aus .









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