1.000.298 Einwohner

Endlich amtlich: Köln ist Millionenstadt

"Gefühlt" ist Köln schon lange Millionenstadt, nach Kölscher Lesart der Statistik unter Berücksichtigung von Erst- und Zweitwohnsitzen auch - doch jetzt meldet das Landesamt für Statistik, dass zum ersten Mal seit den 70er Jahren  auch die Zahl der Erstwohnsitze in der Domstadt die Millionenmarke überschritten hat.

Wie das Statistisches Landesamt mitteilt, hatte die größte Stadt Nordrhein-Westfalens Ende Mai 2010 exakt 1.000.298 Einwohner; das waren 443 Personen mehr als Ende April. Damit ist Köln nach Berlin, Hamburg und München vierte Millionenstadt Deutschlands.

Ursache für die gestiegene Einwohnerzahl gegenüber dem Vormonat war der positive Wanderungssaldo (+490 Personen). Das heißt, es sind mehr Menschen nach Köln gezogen, als die Stadt verlassen haben. Dass im Mai 53 mehr Menschen starben als geboren wurden, wirkte sich etwas mindernd auf das Wachstum aus.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte Köln eine Bevölkerung von 373.000 Einwohnern. Anfang des zweiten Weltkrieges waren es bereits 772.000 - bis zum Ende des Krieges sank die Bevölkerungszahl aber auf 491.000. In den 1950er und 1960er Jahren stieg die Wohnbevölkerung u. a. aufgrund von Geburtenüberschüssen dann wieder an., sodass die Stadt in den 70er Jahren  bereits einmal Millionenstadt war. Danach nahm die Kölner Einwohnerzahl dann aufgrund von niedrigeren Geburtenzahlen und Fortzugsüberschüssen wieder ab. Der Tiefststand wurde im Jahr 1986 mit 914.000 Einwohnern erreicht. In der Zeit danach nahm die Bevölkerung wieder zu, bis sie nunmehr die Millionengrenze erneut überschritten hat.

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