Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit

Breslauer Platz für Fußgänger freigegeben

„Ein Meilenstein in der Stadtgestaltung“, strahlte OB Jürgen Roters, als er auf dem Breslauer Platz stand. „Er ist kein Hintereingang mehr zum Hauptbahnhof.“. Zweieinhalb Jahre hatte die Umgestaltung gedauert, am Donnerstag wurde er für Fußgänger frei gegeben. Zwar ist der Platz noch nicht fertig, aber immerhin sind die Bauzäune verschwunden, er kann genutzt werden.

Etwas „vollmundig“ – so gab er selber zu – hatte Baudezernent Franz-Josef Höing im vorigen Spätsommer die Fertigstellung des Breslauer Platzes noch für für Mitte Dezember angekündigt. Dann aber kam der Winter. Erst vorige Woche wurde die letzte Betonplatte verlegt.

Zur endgültigen Fertigstellung fehlt allerdings noch der leicht abgesenkte „Teich“ mit sieben Wasserdüsen in der Platzmitte. Zwar sind die erforderliche Leitungen für Strom und Wasser schon gelegt, doch weil diese Anlage erst später geplant wurde, fehlt hierzu noch ein Ratsbeschluss. Höing hofft, dass der Brunnen in einem Jahr an seinem Platz ist.

Rund 7.000 Quadratmeter an der Nordseite des Hauptbahnhofs wurden neu gestaltet, knapp über eine Million Euro hat es gekostet. Radfahrer können sich über 137 neue „Haarnadeln“ freuen, an die jeweils zwei Räder angeschlossen werden können. Schon jetzt zeigt sich, dass das zu wenig ist. „Wir wollen aber den ehemaligen Autoparkplatz nicht durch einen Radparkplatz ersetzen“, so Klaus Harzendorf, Leiter des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik. Gewöhnen müssen sich die Kölner daran, dass der Platz als „urbane Bühne“ (Höing) frei von „Sitzmöbeln“ bleiben wird.

Am Donnerstag fand auch die „Gebrauchsbegehung“ mit der Suche nach Baufehlern statt. Es wird noch einiges auszubessern sein. So bilden an mehreren Stellen schlecht verlegte Platten mit einem Höhenunterschied von teilweise über einem Zentimeter gefährliche Stolperfallen. Nicht gerade optimal sehen auch die unterschiedlich breiten Spalten zwischen den Platten und krumme Stoßlinien aus. (js)

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Erlaubte HTML-Tags: <a> <em> <strong> <cite> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd> <img> <table> <tr> <td> <th> <span> <p> <br> <blockquote> <hr>
  • Beiträge zitieren möglich mit: [quote]
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.
  • Du kannst BBCode verwenden, URLs werden automatisch in Links umgewandelt.

Weitere Informationen über Formatierungsoptionen

Kommentare

Wie ich meinen Studierenden

Wie ich meinen Studierenden stets von der ersten Vorlesung des ersten Semesters an zu vermitteln versuchte zeichen sich gute städtische Plätze in erster Linie durch "Aufenthaltsqualität" aus. Leider waren die Gestalter des Breslauer Platzes nicht in meiner Vorlesung - wie mir scheint auch in keiner anderen. Der Platz ist eine Katastrophe, eine vertane Chance. Was sich darauf wohlfühlt sind Pflastersteine aber sicherlich keine Pflanzen oder gar Menschen.

Das kann auch nur einem OB

Das kann auch nur einem OB Roters (SPD) in Köln passieren: Ein Platz wird als fertig bezeichnet, der keinesfalls fertig ist. Über Geschmack läßt sich bekanntlich nicht streiten; das liegt wohl auch daran, dass viele Architekten und Planer garnicht aus Köln sind. Jeder kann jedoch einen unfertigen Brunnen und jede Menge Fugenmaterial auf dem Platz erkennen, wie kann hier wohl von etwas Fertigem gesprochen werden? Was ist eigentlich aus dem undichten Dach geworden?

... denn sie wissen nicht,

... denn sie wissen nicht, was sie tuen...

Das ist wirklich traurig, aber wem soll denn die "urbane Bühne" nützen?
Völlig zusammenhanglos dahergefaselt...
In der Realität bleibt der Breslauer Platz ein Hinterausgang zum Hauptbahnhof, den die Reisenden möglichst schnell passieren werden um die Straßenbahnhaltestelle zu erreichen.
Zu etwas anderem wurde der Platz nicht angelegt.

Was soll denn hier ein

Was soll denn hier ein "Meilenstein der Stadtgestaltung" sein ? Herr Roters leidet wohl an Geschmacksverirrung !
Potthässlich kann ich da nur sagen ! In Köln mal einen Platz attraktiv gestalten, das klappt wohl nie.Von wegen die "nördlichste Stadt Italiens" .

Ein städtebauliches

Ein städtebauliches Schandmal erster Güte! Hat was von den Bausünden des früheren Ostblocks. Es packt einen das blanke Entsetzen!

Ich habe es mir live ansehen

Ich habe es mir live ansehen müssen. Schlimmer geht wirklich nimmer. Was hat man sich denn bitteschön, bzw. wer, das ausgedacht?

Herr Roters hat völlig

Herr Roters hat völlig Recht. Es ist ein weiterer Meilenstein in der Verunstaltung der Stadt im Rahmen der Stadtgestaltung erreicht. Köln kann wirklich nur häßlich. Von Begrünung, Aufenthaltsqualität und Ästehtik hat von den Verantwortlichen offensichtlich noch nie jemand was gehört.

Mann, ist der hässlich!

Mann, ist der hässlich! Dagegen ist ja selbst der Ratzinger Platz in Obersendling (München) eine Augenweide! Liebe Kölner, schämt Euch!

Überhaupt: München! Nicht

Überhaupt: München!
Nicht nur das dortige U-Bahn-Netz/die Stationen sind ein Vorzeigeobjekt für gelungenere Planung als in Köln, sondern auch der urbane Raum im gesamten - wenn ich da nur an die vielen gemütlichen Ecken im Zentrum und selbst in etwas außenliegenderen Stellen der Innenstadt denke. Zu Köln verhält es sich wie Tag und Nacht ... geht mal dort in die Schule, ihr Architekten und Stadtplaner!

Wenn der Platz so grässlich

Wenn der Platz so grässlich und schauderhaft aussieht wie auf dem Photo, dann ist Köln mal wieder um eine Hässlichkeit reicher geworden.

Schön? Urban? Dieser Platz

Schön?
Urban?
Dieser Platz sieht einfach nur grauenhaft aus.
Warum keine Sitzbank?
Warum kein Baum?
Total katastrophale Planung für wahnsinnig viel Geld und von dem Pfusch beim Verlegen der Platten mal ganz zu schweigen.

PS: Selbst bei der Neugestaltung der riesigen, wenn auch eigenwillig designten U-Bahn Haltestelle Breslauer Platz hat kein Planer an eine öffentliche Toilette gedacht. Welche Leute sind da eigentlich am Werk?

Grässlich, grässlich,

Grässlich, grässlich, grässlich! Und dass ein Brunnen diesem neuen Schandfleck noch etwas "Glanz" verleihen kann, bezweifel ich. Ein weiteres stinkendes Sammelbassin für Müll wird's werden, ganz so, wie wir's in Köln gewohnt sind. Leute, da hilft nur eins: In den nächstbesten Zug steigen und ganz schnell weg!

Ich kann mich den Vorrednern

Ich kann mich den Vorrednern nur anschließen: wieder einmal eine architektonische Katastrophe mehr - Köln müsste in dieser Hinsicht schon längst zum Dauerkatastrophengebiet erklärt werden...

... natürlich fehlt jetzt noch einiges: der Brunnen ist noch nicht in Betrieb, das wird sicher einigermaßen possierlich aussehen, wir werden schauen ... aber Bäume und Gelegenheiten zum Verweilen fehlen nach wie vor. Klar, man will ja immer Kosten sparen und gewisse Leute am rumlungern hindern. Aber müssen ALLE Menschen mit Hässlichkeit bestraft werden, nur weil EINIGE Leute Probleme verursachen könnten?

In Köln wird uns seit vielen Jahren der größte Planungsmüll als "Meilenstein" verkauft ... siehe Rheinauhafen, gerade erst hier in Köln.de besprochen.

Ach, und: lieber Herr Roters, es stimmt was Sie sagen - der Breslauer Platz ist jetzt kein Hintereingang zum Hauptbahnhof mehr ...
jetzt wird er dann zum Hinterausgang ;))

ich kann Ihnen da nur

ich kann Ihnen da nur zustimmen....... nicht nur wir Kölner werden mit dieser Hässlichkeit bestraft..... was werden wohl unser vielen Gäste aus dem In- und Ausland sagen.... kein Baum, kein Strauch, keine Parkbank.... ich kann da nur noch den Kopf schütteln!

Nun wartet doch mal ab. Mit

Nun wartet doch mal ab. Mit 'nem bisschen Müll, Dreck, Urin und Graffiti lässt sich der Platz doch sicher noch aufhübschen. Dazu noch ein paar Dealer, Stricher, Penner und Junkies... ich wär da mal nicht so pessimistisch. Wird bestimmt noch schön.

Schön ist einzig der Name

Schön ist einzig der Name des Fotografen.

LOL!!!

LOL!!!

Ha, der war gut ;)

Ha, der war gut ;)

worauf ist man bei der

worauf ist man bei der stadtverwaltung denn hier wohl stolz? okay, jetzt sieht der platz etwas aufgeräumter aus als vorher, aber schön? nein danke! kein platz, auf dem man verweilen möchte, kein platz, auf dem man als eintreffender reisender sich vom kölner flair einnehmen lassen könnte, kein platz mit repräsentativem charakter - höchstens für das fehlende geschick zu gelungener stadtarchitektonik.
man nehme sich mal ein beispiel an düsseldorf. und das sage ich als urkölner!
es ist wahrlich nicht immer leicht, kölner zu sein!

Einfach nur scheußlich,

Einfach nur scheußlich, dieser Ort. Und wieder frag ich mich: Warum macht man eine hässliche Stadt systematisch immer noch hässlicher? Hofft man, eines Tages einen Negativpreis verliehen zu bekommen, oder was ist der Grund? Kann mir das mal einer erklären? Ich versteh's einfach nicht.

Kölns städtebaulichen

Kölns städtebaulichen Projekte sind reine Realsatire, das kann man nicht einmal mehr karikieren ;)

Ich finde den Platz auch

Ich finde den Platz auch potthässlich. Aber selbst wenn die Optik gelungen wäre - lange schön bliebe er dann auch nicht. In Köln ist doch alles schon nach kürzester Zeit übelst versifft.

Meiner Meinung nach ist der

Meiner Meinung nach ist der Platz erst fertig wenn "alles" in Ordnung ist. Es fehlt ein Ratsbeschluss für den Brunnen? Ist das U-Bahn-Dach jetzt dicht? Baumängel bei der Verlegearbeit müssen sicher beseitigt werden. Sicherlich sollte der Platz "Besenrein" übergeben werden. Über Geschmack und Gestalltung sollte man nicht streiten; die Geschmäcker sind eben nicht alle gleich, das ist auch gut so. ---

der breslauer patz bzw. die

der breslauer patz bzw. die ubahnstation ist ein architektonisches verbrechen. ein betonloch ohne leben ! im prinzip hat jede alte kölner ubahnstation mehr charme und wärme...
die verstörenden projektionen an der wand, die schlechte beleuchtung...unglaublich !

Ich kann Ihnen nur recht

Ich kann Ihnen nur recht geben, gerade auch was neue die U-Bahn-Station "Breslauer Platz" angeht.Als ich da das erste Mal ausgestiegen sind, dachte ich,da ist noch Baustelle.Nein, leider nicht.Es sieht da immer so aus! Eigentlich bin ich ja auch ein leidenschaftlicher Kölner, gern ene Kölsche Jung, aber was Ästhetik,Stadtgestaltung etc. angeht, da muß man sich schämen für unsere Stadt. Zwar kenne ich mich in München oder auch Düsseldorf nicht so gut aus, aber ich denke, da kann es nur viel besser aussehen, denn "Schlimmer geht nimmer ! "

Schön ist was anderes!Ein

Schön ist was anderes!Ein Leerer Platz ohne leben ...

„Ein Meilenstein in der

„Ein Meilenstein in der Stadtgestaltung“??? LOL!!!

Oh mein Gott, ist das wieder

Oh mein Gott, ist das wieder hässlich! Ich fass es nicht!

Köln kann nur hässlich,

Köln kann nur hässlich, alles andere passt nicht ins städtebauliche Konzept.

Schlimmer noch: Köln kann

Schlimmer noch: Köln kann nur hässlich, aber selbst das noch nicht mal richtig (hier: Stolperfallen)!

Firmenvideos von Kölner Unternehmen