Kölner Architekten gewinnen
Am Breslauer Platz soll ein Glaspalast entstehen
Auf der Rückseite des Hauptbahnhofs soll am Breslauer Platz ein neuer Baukomplex aus Glas das bestehende Bürogebäude ersetzen. Der Entwurf des Kölner Architekturbüros msm meyer schmitz-morkramer hat den dafür ausgelobten Wettbewerb gewonnen.
„Mit dem Entwurf des Architekturbüros msm sind wir sehr zufrieden. Damit kann ein wichtiger Beitrag zur Stadtgestaltung in Köln geleistet werden.“, sagte Stefan Brendgen, Geschäftsführer der Allianz Real Estate Germany GmbH, der das Areal gehört. Die Gutachter waren von der Qualität der eingereichten Entwürfe, an denen sich insgesamt 7 verschiedene Architekturbüros beteiligt hatten, beeindruckt. Die Entscheidung für das Konzept von msm meyer schmitz-morkramer fiel jedoch einstimmig aus.
Der Entwurf erfülle nicht nur „die an ihn gestellten städtebaulichen und architektonischen Zielsetzungen, sondern auch hohe Ansprüche an Flächenqualität und -effizienz.“ Denn der Glaskomplex soll vielseitig und flexibel nutzbar sein, neben Büros sind auch Wohnungen vorgesehen. Der Blickpunkt ist das viergeschossige Eingangsfenster, das eine "angemessene Antwort auf die Eingangssituation des Hauptbahnhofs" gebe. Im Inneren des Gebäudes sind grüne Höfe, ein Café, ein Restaurant und ein zentraler Konferenzbereich angedacht. Eine architektonische Besonderheit ist der geplante Skygarden, der den Nutzern eine weite Sicht über Köln bietet.
Unklar ist bisher, ob der erhöhte Gebäudeteil mit seinen 29,50 Metern an der Ecke zur Altenberger Straße in dieser Form realisiert werden kann. Denn obwohl er optisch ansprechend sei, verstoße er gegen das Höhenkonzept der Stadt. Der Entwurf soll auf Anraten der Jury in mehreren Details verändert werden, bevor sich die Stadtverwaltung mit den baurechtlichen Fragen beschäftigt.
(Erstellt am 26. August 2009 - 10:44 Uhr; aktualisiert 26. August 2009 - 16:46 Uhr)
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