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Welche Hautfarbe hatte Maria?

111 Orte: Schwarze Mutter Gottes in der Kupfergasse

Viele Christen im westeuropäischen Raum gehen davon aus, dass die Mutter Gottes eine helle Hautfarbe besaß. Schaut man aber zurück auf die Wurzeln vieler anderer Religionen, wie die der alten Ägypter, Griechen oder Kelten, stellt man fest, dass seit tausenden Jahren schwarze Göttinnen verehrt werden. Auch in der Kölner Kirche St. Maria thront die Mutter Jesu als dunkelhäutige Heiligenfigur.

Die Schwarze Mutter Gottes von St. Maria in der Kupfergasse ist bis heute eine der beliebtesten Heiligenfiguren der Stadt. Zu jeder Stunde sieht man hier, vor dem zierlichen Rokoko-Gitter, Gläubige sitzen und beten. Das aus Lindenholz gefertigte Werk kam im Jahr 1630 mit den flämischen "Unbeschuhten Karmeliterinnen" nach Köln. 1675 wurde ihr zu Ehren die Loretokapelle errichtet, die seit Anfang des 18. Jahrhunderts von einem barocken Kirchenbau umschlossen ist.


Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss" von Bernd Imgrund und Britta Schmitz (Fotos).
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Schwarze Göttinnen sind keine Erfindung des Christentums, sondern werden bereits seit Jahrtausenden verehrt. Ob bei den Ägyptern, Griechen oder Kelten – überall lassen sich schwarze, weibliche Kultfiguren nachweisen. Um der Anbetung ein genuin christliches Fundament zu geben, wird in der Forschung gern auf das Hohelied Salomons aus dem Alten Testament verwiesen. Dort heißt es an einer Stelle: "Ich bin dunkel, aber schön." Dass dieser Vers eingebettet ist in ein deutlich erotisches Gedicht über die Annäherung zweier Liebender, kongruiert durchaus mit einigen Facetten des späteren christlichen Marienkults.

So schön ist die Kölner Madonna

Schön ist sie übrigens wirklich, die Kölner Madonna. Das eindrucksvolle, "moderne" Gesicht zeugt vom Stolz auf das Kind in ihren Armen, aber auch von tiefer Ruhe und Glaubensfestigkeit. Die zahlreichen goldenen Insignien auf ihrem Haupt und an ihrem Hals stören den Anblick eigentlich mehr, als sie ihn befördern. Viele gehen auf Stiftungen Gläubiger zurück, deren Gebete hier angeblich erhört wurden.

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts hing neben der Schwarzen Madonna sogar eine doppelherzförmige Lampe mit den entsprechenden Organen eines zum Katholizismus konvertierten Fürstenpaares. Das Ensemble aus Fleisch und Gold ging jedoch nach der Säkularisierung durch die Franzosen verloren.

Adresse: Sankt Maria in der Kupfergasse, Schwalbengasse 1, 50667 Köln - Altstadt/Nord
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