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Sie KÖLN uns mal ...

Darf sich ein Kölner Bürgermeister von Düsseldorf bezahlen lassen?

1. Et es, wie et es. 2. Et kütt, wie et kütt. 3. Et hätt noch immer jot jejange. Das ist angewandte Philosophie auf kölsche Art. Und Motto unserer Kolumne "Sie KÖLN uns mal ..." von koeln.de-Chefredakteur Edgar Franzmann. Heute: Darf sich ein Kölner Bürgermeister von Düsseldorf bezahlen lassen?

Et es, wie et es, es ist, wie es ist - so heißt der erste Paragraph des "Kölschen Grundgesetz". Ich finde aber: Et es noch vill schlimmer!

Der Fall des Kölner Bürgermeisters Josef Müller (CDU) hat mich doch sehr geschockt. Sein CDU-Kollege Bietmann unter Abzocker-Verdacht? Das konnte man sich noch irgendwie vorstellen. Aber Josef Müller, der "gute Mensch" aus Porz? 

Jahrelang hielt der seinen Beratervertrag mit der Sparkasse geheim, ein Beratervertrag, angeblich abgeschlossen mit der Sparkasse Düsseldorf. Düsseldorf! Darf ein Kölner Bürgermeister sich von Düsseldorf bezahlen lassen? Das geht ja wohl gar nicht.

Und was wollte Müller eigentlich in Düsseldorf als Berater? Gut, Porz liegt auf derselben Rheinseite wie der größere Teil der Landeshauptstadt, aber Müller hat irgendwie nie den Eindruck erweckt, als dass er weit über Zündorf hinausgekommen wäre oder auch nur hinauskommen wollte

Et küt, wie et kütt - es kommt, wie es kommt. Und natürlich kommt auch so ein merkwürdiger Beratervertrag irgendwann ans Licht der Öffentlichkeit. Jetzt war es so weit. Und Müller ist dann auch sofort zurückgetreten, womit für die Kölner CDU der Skandal auch gleich erledigt scheint. Der Wähler wird das anders sehen.

Interessant ist Müllers Rücktrittsbegründung. Nicht der Beratervertrag an sich hat ihn zurücktreten lassen, sondern die Erkenntnis, dass der angeblich mit Düsseldorf abgeschlossene Beratervertrag zu Lasten der Sparkasse KölnBonn gegangen sei.

Das klingt alles höchst mysteriös. Man darf gespannt sein, was da alles noch ans Tageslicht kommt.

Et hätt noch immer jot jejange! Es ist noch immer gut gegangen. Diesmal könnte es sein, dass es nur für die Bürger gut ausgeht, weil sie ganz überraschend einen Teil der Wahrheit erfahren, und es ausnahmsweise einmal nicht gut ausgeht für die Klüngelbrüder.

Angeblich will sich auch die Staatsanwaltschaft die Beraterverträge genauer ansehen. Ich bitte darum.

(Erstellt am 2. Februar 2009 - 16:30 Uhr; aktualisiert 3. Februar 2009 - 9:59 Uhr)


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Kommentare

ich komme nicht um den

ich komme nicht um den Gedanken herum, dass überall in der Politik immer wieder " Berater" gesucht und auch gefunden werden.
Ich lese immer " Beratervertrag " aber wer wird denn in so einem Fall von wem zu was beraten??? Handelt es sich um wirkliche Leistungen, die eine Qualifikation erforderlich machen.. oder lediglich um ein bestimmtes Wissen...?

Ich kenne der Jupp schon

Ich kenne der Jupp schon lange aber datt hett ich Ihm nett zogetraut Trotsdem ettwohr nett joot

Hatte der  "Junge aus

Hatte der  "Junge aus Zündorf" als er 2000 vom Amt des CDU-Fraktionsgeschäftsführers ins Ehrenamt des "Ersten Bürgermeisters wechselte, keinen Überblick über seine monatlichen Einkünfte. Wenn da nichts war, warum hat die Familie nicht geholfen? Stattdessen wurde ein "Beratervertrag" zulasten der Sparkassenkunden vereinbart.

...Falle oder nicht, kler

...Falle oder nicht, kler ist, dass alle diese Herren, meist aus der CDU und das nicht nur in Köln sich ohne jeden Skrupel bereichern.

Sie werden in Ihrer Partei weiter mit Weihrauch überschüttet wenn erst mal Gras über die Geschichte gewachsen ist.

Für mich sind diese Menschen einfach nur Dreckschweine, da zählt keine Lebensleistung oder dergleichen. Wer klaut oder betrügt oder was auch immer der fliegt eben raus - fertig.

Bestes Beispiel ist Kohl, das Grundgesetz mit den Füßen treten und weiter machen.

 

Die Handlungsweise von

Die Handlungsweise von Josef Müller war nicht in Ordnung.

Dass Ansehen der leitenden Banker ist in der Öffentlichkeit auf dem Nullpunkt angelangt.

Hat man sich daher schon einmal die Frage gestellt, ob der SPD-Banker Adolf Schröder die renomierten CDU-Repräsentanten Müller und/oder Bietmann nicht in eine Falle hat laufen lassen? ( mit Speck fängt man Mäuse ).

Und dass dies alles kurz vor der Kommunalwahl auf den Tisch, sprich in die Öffentlichkeit, kommt, sollte der Staatsanwaltschaft Grund genug sein, auch diese Hintergründe aufzudecken - wenn es jemals beweisbar ist.

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