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Das sagen Kölns Politiker

City-Maut in Köln - Chance oder Abzocke?

Müssen Kölner und Köln-Besucher für eine Autofahrt in die City möglicherweise bald Geld bezahlen? Heftige Diskussionen unter Landes- und Kommunalpolitikern löste der Vorschlag von Verkehrsexperten aus, eine Maut in deutschen Großstädten einzuführen. Kölner Politiker befürchten eine Abzocke der Bürger, lediglich die Grünen befürworten die sogenannte City-Maut.

Eintritt zahlen, um mit dem Auto in die Kölner City zu fahren - dieses Szenario könnte bald Realität werden, wenn es nach einer parteiübergreifenden Kommission von Verkehrsexperten ginge, die Verkehrspolitikern einen Bericht zur Finanzierung des steigenden Verkehrsaufkommens in den Kommunen vorlegte. Sie ist zu dem Schluss gekommen, dass die Einführung einer City-Maut in deutschen Großstädten eine geeignete Maßnahme wäre, um die Verkehrsinfrastruktur aufzubessern. Genannt wurde ein Betrag von 6,10 Euro pro Tag.

Wie in anderen Großstädten sind finanzielle Vorteile für Köln durch eine Maut sicherlich nicht von der Hand zu weisen. Dennoch distanzieren sich viele Kölner Politiker davon, ihre Bürger zusätzlich zur Kasse zu bitten: Die Mehrheit im Stadtrat lehne die bundesweit diskutierte Abgabe für Autofahrer ab, heißt es in der Freitagsausgabe des Kölner Stadt-Anzeigers. Nur die Grünen sähen Vorteile durch die zusätzliche Einnahmequelle.

Und das sagen Kölns Politiker zur City-Maut

"Absolutes Gift" für Köln, aber auch für alle anderen deutschen Großstädte, sagt FDP-Fraktionschef Ralph Sterck, der befürchtet dass eine solche Abgabe dem Einkaufs-, Tourismus- und Messestandort Köln schaden könnte. Auch CDU-Fraktionschef Winrich Granitzka hält den modernen Wegzoll für "abstrus" und fordert, dass die Bürger nicht noch weiter abgezockt werden.

Die Kölner Sozialdemokraten arbeiten aktuell an einem Zukunftskonzept für Mobilität in der Großstadt, in dessen Rahmen eine City-Maut diskutiert werden könnte, erklärt die Partei gegenüber dem Stadt-Anzeiger.

Klar für eine Maut, sprechen sich ausschließlich die Grünen aus, die das zusätzliche Geld vor Augen haben, das die Stadt Köln für den Erhalt der Verkehrsinfrastruktur dringend benötigt. Manfred Waddey, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen, bestätigt, dass die Partei eine gesetzliche Grundlage für eine City-Maut in Köln begrüßen würde.

Trotz des Zuspruchs der Grünen müssen die Kölner zunächst keine City-Maut befürchten. Schließlich liegt es in den Händen des Stadtrates, eine Entscheidung für oder gegen eine Maut in Köln zu treffen. Und solange die Mehrheit unter Kölns Politikern dagegen ist, ist mit keiner Einführung der City-Maut zu rechnen.

Sie sind sich nicht sicher, was für oder gegen die Einführung einer City-Maut spricht? Wir haben für Sie die wichtigsten Argumente zusammen gefasst.


Argumente FÜR eine City-Maut
Argumente GEGEN eine City-Maut
Mehr Geld zur Investition in eine bessere Infrastruktur in Köln z.B. Behebung von Schlaglöchern
Finanzielle Belastung des Bürgers; durch Steuergelder zahlen die Kölner bereits für den Ausbau des Verkehrsnetzes
Flüssigerer Verkehr durch geringerees Verkehrsaufkommen Zweiklassengesellschaft: Benachteiligung von Bürgern mit geringerem Einkommen
Weniger CO2-Ausstoß durch geringeres VerkehrsaufkommenBelastung des Wirtschaftsverkehrs
Positiv-Beispiele wie London zeigen, dass eine Maut das Verkehrsaufkommen in einer Stadt durchaus senken kann
Weniger Einnahmen der Einzelhändler in der Innenstadt durch Fortbleiben einiger Einkäufer

(Erstellt am 5. Oktober 2012 - 10:28 Uhr; aktualisiert 5. Oktober 2012 - 14:31 Uhr)


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Kommentare

Warum sich die Händler

Warum sich die Händler über die Maut aufregen erschließt sich nicht ganz. Kein Fahrer eines Autos das sich bewegt kann in einem Geschäft einkaufen, noch nicht einmal im DriveIn. Parkplätze werden indes von Geschäftsleuten belegt wie in der Mittelstraße. Damit steht dieser Parkraum den Kunden nicht zur Verfügung. Das Klientel das über die Maut mault fährt offenbar mit dem letzten Geld in die Stadt ohne einzukaufen. Alle die Maut bezahlen sind offenbar Besserverdienede die auch die steigenden Parkgebühren abdrücken können. Die Kunden sind sicherlich auch noch in der Lage Waren einzukaufen. Wenn die Ausnahmen für die Zulieferer dann auch noch zeitlich an die Fahrerlaubnisse in den Fußgängerzonen angepaßt werden, sind die Händler doch zufrieden, oder?

Wir brauchen unbedingt eine

Wir brauchen unbedingt eine City-Maut...nur laut OB Roters wird Köln nicht die 1. Stadt sein, die damit anfängt. Gerade Köln sollte damit ein positives Beispiel setzen, den Einwohnern, den Besuchern und....der Umwelt zuliebe!
Die Straßen/Brückensanierungen würen auf Grund des Wegfalls des hohen Verkehrsaufkommens schneller vorangehen und wenn die KVB mehr Einnahmen hat, werden die Preise auch wieder attraktiver, tragbarer für alle.

Wer eine City-Maut will muss

Wer eine City-Maut will muss zuerst die Infrastruktur dafür schaffen, sprich einen funktionierenden, öffentlichen Nahverkehr. Was die KVB "leistet" erleben wir ja Tag täglich, wie will sie da mit dem höheren Passagieraufkommen fertig werden, das durch eine City-Maut entsteht?
Da das Fahrrad nicht immer eine Alternative ist, besonders wenn man in den Radbezirken wohnt, könnte der Bürger auf Bus und Bahn umsteigen. Das kostet ihn aber auch Geld. Die Konsequenz davon wäre es den PKW abzuschaffen. Dadurch nimmt dann der Staat weniger KFZ, Mineralöl- und Umsatzsteuer ein. Weniger PKW bedeuten aber auch weniger Arbeit für Hersteller, Werkstätten und Zulieferer. Das wiederum bedeutet noch weniger Steuern für Vater Staat und damit auch für die Kommunen.
Auf der einen Seite kassiert man die Maut und auf der anderen verliert man die Einnahmen aus diesen Steuern und Abgaben. Ist das sinnvoll? Natürlich nicht. Deshalb soll der Bürger ja auch weiterhin mit dem PKW in die City fahren und fleißig Maut zahlen. Es geht hier also nicht um Umweltschutz, sondern darum Geld zu kassieren.

Die lieben Grünen reden mit gespaltener Zunge. Sie sind natürlich für eine City-Maut, der Umwelt zuliebe. Aber was ist mit einem generellen Nachtflugverbot für den Flughafen Köln Bonn? Schließlich werden jede Nacht um die 100000 Menschen durch extremen Lärm und Abgase belästigt? Tja, bei diesem Thema werden die Grünen plötzlich still. "Der Flughafen schafft Arbeitsplätze" und "du hättest ja nicht dort hin ziehen müssen", bekommt der geplagte Bürger immer zu hören, aber genau das gilt auch für die Kraftfahrzeuge und die Innenstadt. Vom Godorfer Hafenausbau Spektakel und der Rolle der Grünen dabei, will ich gar nicht erst reden. Die Grünen sind die Meister des Opportunismus - Stichwort Kosovo-Krieg und Stuttgart 21.

Stellt euch mal vor wir fahren nur noch mit Bus, Bahn oder Fahrrad, wo sollen dann die Gelder für die "Instandhaltung" der Straßen herkommen? Abgaben auf Fahrkarten und eine Fahrrad-Maut? Versicherungskennzeichen für Fahrräder sind ja schon im Gespräch. Tja, für Projekte wie technisches Rathaus, Köln Arena und Messe waren hohe Summen da, die fehlen jetzt woanders. Wir brauchen keine City-Maut, sondern harte Strafen für das was man in Köln "Klüngel" nennt. Wenn die vorhandenen Mittel sinnvoll eingesetzt werden reichen sie aus, auch wenn sie karg sind. Werden sie aber für Größenwahn und Prestigeprojekte vergeudet, bleibt natürlich nichts mehr für das normale Tagesgeschäft einer Großstadt übrig.

Natürlich funktioniert die

Natürlich funktioniert die KVB! Nur mal angenommen, ich bin an Ort A und möchte nach Ort B. Jetzt steige ich in die Straßenbahn ein, die nahe Ort A ist und fahre bis Ort B.  Und dann bin ich da. Funktioniert doch! Kleinere Verspätungen und Ausfälle sind NORMAL und unvermeidlich in einem Verkehrsnetz! Und wie soll die mit höherem Kundenaufkommen klar kommen?? Ganz einfach: Mehr Kunden = Mehr Einnahmen, dann wird Personal eingestellt und die bewältigen dann die mehr Kunden!

Wenn man in den "Radbezirken" wohnt, ist das Fahrrad sicher eine Alternative! Darum heißt es ja Radbezirk! Aber was ist ein Radbezirk? Kenn ich nicht! Probleme mit dem Rad hat man höchstens in Randbezirken, aber dafür gibts Bike & Ride von der KVB! Und man muss eben dieses Gleichgewicht schaffen, langsam umzusteigen um die Umwelt nicht zu belasten, aber eben wegen Arbeitsplätzen und Geld geht das nicht von hück auf morje!

Grüne + Flughafen: Fluglärm ist keine Umweltverschmutzung 

Mir wird regelrecht

Mir wird regelrecht schlecht, wer hier was zu kamellen hat und der deutschen Sprache nicht mächtig ist - was bitteschön sind Politiger???
Ich bin absolut für eine Maut, dann wird Köln hoffentlich mal eine attraktive Innenstadt. Radwege und Grünanlagen können erweitert werden. Für die Anwohner gilt natürlich eine Ausnahme, genauso für die Lieferanten des Einzelhandels. In anderen Städten funktioniert das auch schon jahrelang - wieso nicht in Köln? Zudem wäre es auch ein Gewinn für die KVB, vielmehr würden mit der Bahn fahren, mit der man überall in der Innenstadt hinkommt und ein bisschen Bewegung hat noch niemanden geschadet!

Wenn ich die o. g. Argumente gegen eine Maut lese, kann ich nur sagen, dass sind keine akzeptablen Argumente sondern lächerliche Aussagen/Ausreden. Wenn einer ein geringes Einkommen hat, dann frage ich: wie er Geld für ein Auto, Tankfüllung und Parkgebühren haben kann? Die Fahrt mit der KVB ist wesentlich günstiger und stressfreier.

Am Besten alle mal bei der

Am Besten alle mal bei der nächsten Wahl eben nicht "grün" wählen - dann hören die auch mit so blöden Vorschlägen auf!

DOCH!!! Grün wählen!!! Die

DOCH!!! Grün wählen!!! Die habens drauf! Ihr denkt immer nur an "Au ich muss mehr zahlen", aber Leute das hat einen SINN! Und in ein paar hundert Jahren werden ihr es auch kapieren weil dann die Luft nicht völlig verpestet ist!

bis auf Euch 4 regt sich

bis auf Euch 4 regt sich keiner auf ...!!!!!

Von mir aus können die ruhig die mout machen ......
Dann fahr ich halt alleine mit meinem H2 durch Köln ...
Meine Breitling es ist doch schon lange kein Statussymbol mehr
aber wenn ich mein Hummer voll tanke und damit 400 km weit durch Köln fahre und dann nochmal am nächsten Tag voll tanke , ja dann dann ist das ein Statussymbol....

die Stadt soll sich erst mal

die Stadt soll sich erst mal um andere Dinge kümmern....NordSüd'Bahn und Fahrradwege die fehlen...Radfahrer werden abgezockt weil die stadt keine vernünftigen Radwege bauen will...Fatale Versäumnisse beim bau der Ubahn die alle viel Geld kosten und Exsitenzen vernichten...die Stadt macht die Augen zu...In frankreich würden die Leute schon auf die strassen gehen und die anderen bahnlinien blockieren...gemäß dem motto wenn in der südstadt keine bahn fährt, dann auch bitte nirgendwo...aber wir sind in Kölle...un das liegt im braven Deutschland.

Ihre Argumentation ist nicht

Ihre Argumentation ist nicht ganz logisch. Mit der Maut wird der Autoverkehr abnehmen und somit mehr Platz für die Radfahrer auf der Straße sein. Die Nord-Süd Bahn ist leider durch den unsäglichen Unfall blockiert hat aber ursächlich nichts mit einer Maut zu tun. Wenn Ihnen der französische Menschenschlag mehr liegt, wer zwingt Sie in Köln zu wohnen?

...meines Erachtens reichen

...meines Erachtens reichen die Abgaben, die wir fürs Auto entrichten !!!! Mehr Abgaben in Form einer Maut , sind nicht mehr drinnen im Einkommen der Normalversdiener!!
Vom Sprit bis Steuern......
Ich denke die Schmerzgrenze ist erreicht.
wenn die Politiger das nicht merken, sind sie aber weit von dem realen Leben entfernt. Mann kann doch nicht ein Land ausbluten lassen und sich dann wundern , wenn alles den Bach runter geht.
Wenn die abgaben auch richtig für den Verkehr verwendet würden.... :-((
Ich sage es reicht!!!!Wie weit geht die Regierung noch???
Wie breit ist der Rücken der Bevölkerung????

Wenn Sie schon kein Geld

Wenn Sie schon kein Geld mehr für die Maut haben, womit wollen Sie denn in der Stadt einkaufen? Sie sind allso ohne Geld in der Stadt und nehmen den Besuchern und Kunden mit Geld Straße und Parkraum?

Warum sollte die Maut nicht

Warum sollte die Maut nicht funktionieren? Wo sind das denn Mehrkosten? Wenn das Auto vor der Stadt stehen bleibt braucht es keinen Sprit; den Rest mit der KVB oder DB. Innerhalb der Stadt kann man sich frei bewegen und ein und aussteigen wie man es braucht, erst der letzte Weg führt dann wieder zum Auto.

Politiger? Was denn wenn

Politiger?

Was denn wenn die Politiger was ganz anderes im Sinn haben, als das Land "ausbluten" zu lassen? (Meine Güte, dein Schreibstil, als würdest du jeden Moment mit Transparenten auf die Straße rennen wollen). Weil, es blutet doch gar nix! Dann soll man eben mit der KVB fahren, oder mit dem Rad! Genau so sieht es nämlich aus!!! Besser für de Umwelt, und weniger Verkehr etc...

ist ja auch *lächerlich* ,

ist ja auch *lächerlich* , aber dass die grünen dafür sind,wo sie doch immer und überall ne abzocke der bürger sehn. die bundesländer sollten lieber darauf bestehn, dass der soli mal gerechter aufgeteilt wird. der osten hat nun lang genug davon profitiert, nun sollten die westlichen B-länder damit auch ihre infrastruktur aufmöbeln können.

Die Grünen sind mit Trittin

Die Grünen sind mit Trittin und dem Spruch: "Der Spritt muss 5 DM kosten!" an die Regierung gekommen, schon vergessen? Währe das keine Abzocke?

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