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Lärmproblem

Brüsseler Platz: Anwohner wollen gegen die Stadt klagen

Die Lärmbelästigung am Brüsseler Platz ist zu einem Dauerthema in der Stadtverwaltung geworden. Immer wieder werden neue Maßnahmen getroffen um den Lärmpegel zu senken, aber nichts führte bislang dauerhaft zum Erfolg. Nun wollen einige Anwohner die Initiative ergreifen und Klage gegen die Stadt einreichen.

Der Brüsseler Platz im Belgischen Viertel ist seit Jahren ein beliebter Treffpunkt für junge Leute. Zum Ärger der Anwohner versammeln sich hier vor allem in Sommernächten hunderte Partygäste. Im Sommer 2011 hatte das Verwaltungsgericht im Eilbeschluss bereits ein Verkaufsverbot nach Mitternacht für die anliegenden Kioske verordnet, um den nächtlichen Ansturm von Feiernden und den daraus resultierende Lärm zu unterbinden. Seit einigen Monaten patroulliert abends nun auch das Ordnungsamt am Brüsseler Platz, um ab Mitternacht die Leute weg zu schicken. Doch all das scheint nicht auszureichen. 

Besucher verlassen trotz Ordnungsamt nicht den Platz

Die Einsatzdokumentation vom 30. Juli bis 26. August 2012 zeigt jedoch, dass der Platz in diesen 28 Tagen nach 24 Uhr nur fünfmal wirklich leer war. An einigen Tagen befanden sich dort auch nach Mitternacht noch weit über 200 Besucher. Jetzt erwägt eine Gruppe um Anwohner Karl Josef Wallmeyer, der seit 1960 am Brüsseler Platz wohnt, aufgrund der Lärmbelästigung Klage gegen die Stadt einzureichen. Sie befinden sich derzeit noch im Gespräch mit der Stadtverwaltung.

Allerdings sind nicht nur die Besucher des Brüsseler Platzes das Problem. Die neusten Lautstärke-Messungen ergaben bis zu 70 Dezibel, dabei sind nach Mitternacht gesetzlich maximal 45 Dezibel erlaubt. Letzten Sommer hatten jedoch Messungen gezeigt, dass der Brüsseler Platz sogar in einer Nacht ohne Besucher mit knapp 54 Dezibel den vorgegebenen Beurteilungspegel deutlich überschreitet. Das heißt nichts anderes, als dass der Platz auch unabhängig von seiner Besucherfrequenz viel zu laut ist.

(Erstellt am 18. September 2012 - 10:01 Uhr; aktualisiert 18. September 2012 - 15:47 Uhr)


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Kommentare

Die Stadt muss Europäisches

Die Stadt muss Europäisches Recht umsetzen. Eine Klage gegen die Stadt wird den Steuerzahler viel Geld kosten. Wer zu lange mit einer echten Lösung hadert wird am Ende viel Geld bezahlen müssen. Die Anwohner werden vor Gericht ihr Recht bekommen und die Stadt muss handeln. Für die lauten Gäste auf dem Brüsseler Platz wird es eng. Sicherlich finden die gehfaulen (weil: selten werden Flaschen am Kiosk zurückgegeben) auch einen anderen Platz zum Abhängen.

@ yvonne k. PRO KÖLN als

@ yvonne k.

PRO KÖLN als Argument, Quelle oder Bezug für egal welchen Sachverhalt herzunehmen ist mehr als unseriös. Sechs, setzen.

Ich bin selbst Anwohner des

Ich bin selbst Anwohner des Brüsseler Platzes und genieße es dort Abends (besonders im Sommer) meine Zeit zu verbringen. Wenn dieser geschlossen werden würde, nur weil ein paar alte, spießige Anwohner den jungen Menschen es nicht gönnen ein bisschen Spaß zu haben, würde ich mich extrem ankotzen, weil ich sonst nicht wüsste wohin. Der Aachener Weiher ist sicher keine richtige Alternative. Das Ordnungsamt ist teilweise auch echt unfreundlich und rechthaberisch und drohen einen mit teils lächerlich überzogenen Konsequenzen. Ich zum Beispiel, als völlig unbeiteiligter, bin einmal zu einer Geldstrafe "verdonnert" worden. Die Gründe in dem Schreiben waren überzogen bzw. komplett an den Haaren herbeigezogen. Ich saß in der Nähe der kleinen Gruppe welche die "Tat" begangen haben.

Ich wohne direkt an den Bahngleisen hinter der Kirche des Platzes und werde von morgens bis abends von extrem lauten Zügen gestört. Schlafen mit offenem Fenster unmöglich und auch geschlossen sind die Züge nicht zu überhören. Trotz der neulich gebauten Schallschutzmauer welche rein gar nichts bringt.

Aber das interessiert die ach so Armen Anwohner ja auch nicht.

Meiner Meinung nach zu viel Heulerei für dieses Problemchen.

Achja, und die seit diesem Sommer aufgestellten Barhäusschen und die Esstische der anliegenden Gastronomien tragen sicher auch nicht dazu bei dass weniger Menschen zum Brüsseler gehen.

ich liebe es dort nachts zu

ich liebe es dort nachts zu verweilen, frauen schöne augen zu machen und dem reissdorf zuzsprechen. es ist mein wohnzimmer. uns alle eint der trotz gegen die willkür-schliessungen der stadt, wie brüsseler platz, odonien oder früher das gewölbe. empfehle euch mal zu Joe Cocker - Summer in the City etwas zu entspannen. könnt ihr ja etwas lauter aufdrehen :)

Denke mal, dass auch Du,

Denke mal, dass auch Du, selbst mit viel Alkohol inne, ziemlich froh bist, wenn Du anschließend ins Bett kriechst und sofort Schlaf findest, weil es dort, wo Du wohnst, schön ruhig ist. Also, gönn das bitte auch den Anwohnern vom Brüsseler Platz. D. h. respektier sie, es ist nämlich ihr gutes Recht. Sonst schlage ich vor, zieh doch gleich auf die Straße.

Also ich wohne im

Also ich wohne im Dachgeschoss und mache mir desöfteren einen Spass daraus, die "Meute" von oben mit Eiern und Stinkbomben zu bewerfen. Auch werde ich unten an meinen Garten einen Elektrozaun installieren, dass die Trunkenbolde beim Pinkeln einen schönen Schrecken bekommen

Für den Anfang nicht

Für den Anfang nicht schlecht, aber noch längst nicht genug für dieses uneinsichtige Pack.

Wie währe es mit wegziehen?

Wie währe es mit wegziehen? Das ist ja wie der peinliche Streit um den Maschendrahtzaun.

So ganz hast Du aber auch

So ganz hast Du aber auch nicht mehr alle Maschen am Zaun, befürchte ich.

Hallo? Soweit kommt's noch.

Hallo? Soweit kommt's noch. Sich von der rücksichtslosen Meute auch noch aus seinen eigenen vier Wänden verjagen zu lassen - und die Stadt schaut dabei auch noch seelenruhig zu? Sag mal, geht's noch?

Richtig. Längst

Richtig. Längst überfällig, die Klage. Toi-toi-toi!

Das ist ein notwendiger Weg.

Das ist ein notwendiger Weg. Ich drücke den Anwohnern und Anwohnerinnen ganz fest die Daumen, dass sie mit ihrer Klage Erfolg haben!

...wenn da nicht mal der

...wenn da nicht mal der Klüngel wär...

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