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Aborigines-Kunst im Rautenstrauch-Joest-Museum

Aus der Wüste ins internationale Kunstgeschäft

 

Mit dem Besteigungsverbot des Ayers Rock haben die Ureinwohner Australiens den jüngsten Schritt getan, ihre Jahrtausende alten Gewohnheiten zu schützen. Die Ausstellung „Wüste – Meer – Schöpfermythen“ mit Aborigines-Kunst im Rautenstrauch-Joest-Museum macht jetzt auf diesen Kampf aufmerksam, der in diesem Jahr gleich zwei wichtige Jubiläen feiern kann.

Das erste ist das Ergebnis eines Referendum, das den Aborigines vor 50 Jahren erstmals Bürgerrechte zugestand. Das zweite ist ein vor 25 Jahren ergangenes Urteil, wonach Australien bei der Entdeckung durch die Briten kein unbewohntes Land war – und die Ureinwohner damit das Recht auf Landrückgabe haben. Erstmals als Beweismittel anerkannt wurden dabei von den Aborigines gemalte „Landkarten“.

Diese Bilder haben eine lange Tradition und wurden ursprünglich an Felsen oder in den Wüstensand gemalt – und nach Gebrauch wieder verwischt. Erst seit wenigen Jahrzehnten wird auch Acrylfarbe genutzt, was schließlich auch zur Anerkennung auf dem internationalen Kunstmarkt führte. Wobei die Schöpfer dieser Arbeiten in ihrer Sprache kein Wort für Kunst in unserem Sinne haben.

„Landschaften“ sind auch auf vielen der jetzt ausgestellten Bilder dargestellt: Bachläufe, Wege, Wasserlöcher Berge, Inseln. Aber auch Pflanzen und Tiere – und alles aus der Vogelperspektive. Die meisten Arbeiten sind Gruppenarbeiten. Die Männer arbeiten dabei eher formal und mit strenger Arbeitsteilung, die Frauen sind spontaner und experimentierfreudiger. Mann und Frau dürfen nur zusammenarbeiten, wenn sie verheiratet sind, erklärt die Freiburger Galeristin Robyn Kelch zu den Bildern, die von der Gruppe „Spinifex-People“ geschaffen wurden. Diese leben im Landesinneren.

Durch graue und weiße Töne, dazu strenge geometrische Kreuzschraffuren zeichnen sich dagegen die Bilder aus, die die an der Küste lebenden Yolnu-Künstlerinnen und -Künstlern malen. Sie stellen vor allem Geschichten aus der Mythenwelt dar.

Die Ausstellung ist eine Verkaufsausstellung, die Preise für die Kunstwerke – zur Verfügung gestellt von der Galerie ArtKelch – bewegen sich zwischen 1.200 und 20.000 Euro. Das Geld ist für die beiden Gruppen bestimmt, die damit den juristischen Kampf um Landzurückgabe vorantreiben. (js)

„Wüste – Meer – Schöpfermythen: Aboriginal Art der Spinifex und Yolnu“ – bis 4. März 2018, Rautenstrauch-Joest-Museum, Kulturzentrum am Neumarkt, Cäcilienstr. 29-33, Di-So 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, jeden 1. Donnerstag im Monat bis 22 Uhr. Eintritt: 4/3 Euro Foto: Jürgen Schön

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