Panne im Wahlamt
8405 Kölner erhielten falsche Briefwahl-Unterlagen
Panne vor der Bundestagswahl: 8405 Kölner erhielten falsche Briefwahl-Unterlagen, die Erststimme für den Direktkandidaten wäre damit ungültig. Neue, richtige Unterlagen, sind raus, damit der Fehler möglichst noch behoben werden kann.
Von Christian Rentrop
Exakt 8.405 Briefwahl-Unterlagen mit dem falschen Wahlkreis wurden zwischen dem 07. und 08. September an Kölner Bürger verschickt: Wer im Wahlkreis 94 Köln I (Neustadt-Nord, Altstadt Nord, Deutz, Kalk, Porz) wahlberechtigt ist und Briefwahl beantragt hatte, erhielt die Wahlunterlagen des Wahlkreises 96 Köln III (Ehrenfeld, Nippes, Chorweiler). Die Panne fiel aufmerksamen Wählern auf, die bei der Stadt und ihren Wahlkreiskandidaten nachhakten.
Fehler beim Dienstleister
Schnell stellte sich heraus: Der von der Stadt Köln beauftragte Druckdienstleister hatte die falschen Briefwahl-Unterlagen verschickt. Betroffen sind die mit dem 7. September 2009 datierten Wahlunterlagen. Rund 80.000 Briefwahlanträge hat die Stadt bisher bearbeitet, im betroffenen Wahlkreis insgesamt rund 18.000. Die erste Sendung war korrekt, die dritte ebenfalls, nur eben die 8.405 Unterlagen vom 7. September nicht.
"Ich möchte die Wählerinnen und Wähler, die den falschen Stimmzettel für den Wahlkreis 96 Köln III erhalten haben, ausdrücklich um Entschuldigung bitten", erklärte Stadtdirektor Guido Kahlen. "Die ausdrückliche Bitte um Entschuldigung geht auch an die betroffenen Kandidatinnen und Kandidaten, insbesondere im Wahlkreis 94 Köln I. Wir werden alles daran setzen, die Auswirkungen dieses Fehlers so gering wie möglich zu halten. Unser Ziel: gültige Briefwahlstimmen im Wahlkreis 94 Köln I."
Lesen Sie auf Seite 2, wie Sie als Betroffener weiter vorgehen sollten
(Erstellt am 10. September 2009 - 10:02 Uhr; aktualisiert 10. September 2009 - 11:49 Uhr)
Schon gelesen?
Vorheriger Artikel: Schultheater-Atmosphäre beim Kölner Domspiel
Kommentare
Und das ist nicht die erste
Und das ist nicht die erste Panne in Punkto Briefwahl.
Ich möchte da nur nochmal daran erinnern, dass etliche Bürger bei der Kommunalwahl nicht wählen konnten, weil die Wahlscheine für die Briefwahl erst am letzten Tag vor der Wahl ankamen.
Hierüber wird auch äußerst spärlich informiert, koeln.de gehört schon zu den rühmlichen Ausnahmen.
Die Stimmen scheinen ja einigen Personen nicht so wichtig zu sein...
Manchmal glaubt man ja
Manchmal glaubt man ja wirklich, das SCHILDA ein Stadtteil von Köln sein muß der bloß irgendwie in Vergessenheit geraten ist.
Wahlunterlagen kommen nicht an, der neugewählte Bürgermeister fährt erstmal in Urlaub und läßt warscheinlich andere seine Arbeit vorbereiten, Stifter werden verprellt und Köln kommt um ein neues Museumsgebäude und im kleinen Alltag baut man die Hohe Pforte um. Wenig später dann wieder zurück, weil der Bürgersteig ein paar Zentimeter zu breit geraten war. B E A M T E N regieren diese Stadt und offensichtlich wohnen sie in Bergheim oder anderswo - denn sonst würden sie ja selbst unter dem Mist leiden den sie anrichten.
Der neue Bürgermeister (Ex-Beamter) ist leider auch kein Lichtblick für diese gebeutelte Stadt.





Kommentar hinzufügen