8.200 Jecke und 7,5 Kilometer

20.000-Euro-Spende bringt Schullzöch auf Kurs

Die "Vorhut" des Rosenmontagszuges, die Schull- und Veedelszöch, starten am Karnevalssonntag um 11:11 Uhr in der Südstadt ihren Weg durch die Innenstadt. Probleme hatten die Veranstalter mit dem Sicherheitskonzept, eine Spende von 20.000 Euro half weiter.

8.200 Jecke – darunter viele Kapellen – machen sich bei den Schull- und Veedelszöch am Karnevalssonntag auf den 7,5 Kilometer langen Weg von der Süd- durch die Innenstadt. 3.800 kommen von den 53 Schulen, die den ersten Teil des Umzugs stellen. Sie bilden das gesamte Spektrum der Kölner Schullandschaft ab – von den Grundschulen über Privatschulen, Förderschulen und Hauptschulen bis hin zu Gesamtschulen, Gymnasien und Berufskollegs. Themen dieser sind unter anderem schulische Probleme wie der doppelten Abiturjahrgang, eine neue Mensa oder der Abschied von einem Schulleiter.

Diesmal Köln statt Mainz

Während sich die Schulen verstärkt um eine Teilnahme bewerben – im vorigen Jahr waren es nur 48, schon jetzt liegen Nachfragen für die nächste Session vor – nahm die Zahl der Teilnehmer bei den Vereinen lange Zeit ab. Grund waren sinkende Mitgliederzahlen der Vereine. Der Trend konnte 2013 gebrochen werden: unterm Strich stieg hier die Teilnehmerzahl wieder um 150 auf etwa 2.500. Vier Vereine haben sich zu Zweiergruppen zusammengeschlossen.

Gleich die erste Gruppe thematisiert die Schwierigkeiten, sich rechtzeitig zu engagieren. Unter dem Motto "Mer sin nit fädisch jewoode" präsentieren sich die Spillmannsgasser Junge mit halbfertigen Kostümen und unvollendetem Prunkwagen. Den Schluss bilden die Schlenderhahner Lumpe, die ihr 50-jähriges Bestehen feiern. Angeführt werden die Veedelszög von den Steinmurener Moorhexen. Die Gruppe kommt aus der Nähe von Baden-Baden und hat bisher dem Mainzer Karneval den Vorzug gegeben.

Bildergalerie: Schull- und Veedelszöch 2012

Problem Sicherheitskonzept: 20.000-Euro-Spende hilft weiter

Problematisch waren bei der Vorbereitung die gestiegenene Preise für die Sanitätsdienste und verstärkte Sicherheitsbestimmungen. DRK, ASB, Johanniter und Malteser leiden vor allem unter dem Wegfall des Zivildienstes, für Karnevals mussten deshalb Aushilfen aus Nicht-Karnevalsgebieten beschäftigt werden. Die Karnevalsgesellschaft "Lost Sisters" und der Taxi-Ruf Köln spendeten je 10.000 Euro für die Schull- und Veedelszöch, sodass der organisierende "Verein der Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums" die vorgeschriebenen Sanitätsdienste sicherstellen konnte. Mit allen vier Wohlfahrtsverbänden haben sich die Veranstalter auch für die nächsten zwei Jahre auf die Zahlung von 20.000 Euro geeinigt.

Die Sicherheitsbestimmungen sahen vor,Handlungsanweisungen für verschiedene Notfälle wie Überfüllung, Brand, Unwetter oder Bombendrohung zu erarbeiten. „Die Erarbeitung der Sicherheitskonzepte war für uns Ehrenamtler eine grenzwertige Herausforderung“, gesteht Wolfgang Heimes, beim Förderverein für die Organisation der Schull- un Veedelzöch zuständig. (js)

Hier ziehen die Schull- und Veedelszöch

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