Die Kabinen der Rheinseilbahn
111 Orte: Gondeln überm Fluss
"111 Kölner Orte" lautet der Titel des erfolgreichen Buches von Bernd Imgrund, und hier kommt der kleinste Ort von ihnen: Die Kabinen der Rheinseilbahn messen gerade einmal anderthalb Quadratmeter und bietet Platz für maximal vier Personen.

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss" von Bernd Imgrund und Britta Schmitz (Fotos).
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Diese müssen jedoch, sind sie denn erwachsen, auf einer der zwei Bänke Platz nehmen, denn bei einer Höhe von lediglich 1,60 Metern stießen sich die meisten Menschen sonst den Kopf.
Einen bemerkenswerten Vorteil jedoch hat diese winzige, dabei immerhin 390 Kilogramm schwere Kabine: Sie ist beweglich. Mit der sagenhaften Geschwindigkeit von 2,8 Metern pro Sekunde (also 10 Stundenkilometern) befördert sie ihre Insassen in sechs Minuten 930 Meter weit. Na und?, könnte man nun fragen. Aber genau diese 930 Meter haben es in sich, führen sie doch auf Höhe der Zoobrücke über den Rhein.
Die Rheinseilbahn wurde 1957 zur Bundesgartenschau im Rheinpark eröffnet. Damals war sie die erste Seilschwebebahn Europas, die über einen Fluss führte. Weil die Kabinenbahn in Trier inzwischen nicht mehr verkehrt, ist sie heute wieder die einzige ihrer Art in Deutschland.
In rund 50 Metern Höhe übers Wasser zu schweben, ist ein Erlebnis der besonderen Art. Weit führt der Blick nach Norden und Süden, die Autos auf der Zoobrücke wirken wie Spielzeuge, man fühlt sich fast auf der Höhe der Domspitzen.
Und wer im Flugzeug hin und wieder Angst bekommt, darf sich in der Rheinseilbahn beruhigt zurücklehnen. Das Tochterunternehmen der KVB hat in den gut vierzig Jahren seines Bestehens rund 15 Millionen Passagiere befördert, und dies ohne einen einzigen Unfall!
1963 wäre es beinahe aus gewesen mit diesem Kölner Highlight. Ihre rechtsrheinische Stütze war dem Zoobrückenbau im Weg und musste demontiert werden. Weil man zudem befürchtete, die Gondeln könnten die Autofahrer irritieren, schienen die Tage der Seilbahn gezählt. Aber die Vernunft siegte: Mit leicht veränderter Trasse feierte man im August 1966 die Wiedereröffnung.
111 Kölner Orte, die man gesehn haben muss - das Beste aus Band 1 und 2
Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss - Band 2" von Bernd Imgrund und (Fotos). Dieses Buch jetzt bestellen. Hier geht es zum Writer's Blog von Bernd Imgrund.
(Erstellt am 13. Mai 2011 - 15:44 Uhr; aktualisiert 30. Oktober 2012 - 13:51 Uhr)
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Kommentare
Eine kleine Richtigstellung
Eine kleine Richtigstellung sollte gemacht werden.
Seit einem Jahr gibt es in Koblenz eine neue Kabinenbahn. 18 Kabinen a 35 Pers. bei 850 m Länge und 124 m Höhenunterschied. Gebaut wurde sie zur BuGa. in diesem Jahr. Bin schon mit gefahren, in der 17. Kabine ist ein Glasboden von 0,80m x 1,20m eingebaut. Es hat uns gefallen.





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