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Ein Trümmerhügel und sein Spitzname

111 Kölner Orte: Der Monte Klamotte

Dem Herkulesberg, wie er richtig heißt, nähert man sich am besten vom Stadtgarten her. Hat man so doch die Gelegenheit, zugleich eine der verstecktesten und ungewöhnlichsten Brücken Kölns kennenzulernen. Die luftige Stahl-Beton-Konstruktion wurde im Rahmen der Erschließung des Mediaparks geschaffen und überquert in seinem Rücken die Gleise des ehemaligen Güterbahnhofs Gereon. Dahinter erreicht man nach wenigen Stufen die Spitze des Monte Klamotte.


Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss" von Bernd Imgrund und Britta Schmitz (Fotos).
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Zugereiste sind immer wieder verblüfft, wenn sie im an sich so flachen Köln auf grüne, teils bewaldete Hügel treffen. Entstanden sind diese auch nicht auf natürliche, sondern künstliche Art: Es handelt sich um Trümmerberge des Zweiten Weltkriegs. Hätte man 1945 die gesamte städtische Trümmermasse zu einem einzigen Berg aufgetürmt, wäre dieser – bei einem Basisdurchmesser von 700 Metern – 234 Meter hoch gewesen. Die Aufräumarbeiten, die sich bis in die 1950er Jahre zogen, schufen unter anderem Erhebungen wie den Vingster Berg (zwischen Merheimer Heide und Gremberger Wald) und die Hügellandschaft zwischen der Universität und dem Aachener Weiher.

Die bekannteste von ihnen ist jedoch der Herkulesberg. Obwohl nur 25 Meter hoch (absolute Höhe: 72 Meter), beeindruckt er mit seinen Ausmaßen. Sein Rücken zieht sich über 130.000 Quadratmeter Grundfläche bis fast an die Innere Kanalstraße. Als einziger Trümmerhügel kann er auch mit einem volkstümlichen Beinamen aufwarten. »Klamotte« ist zwar im Gegensatz zu »Mont« (= Berg) kein französisches Wort, aber die Zielrichtung ist klar: Klamottenberg/ Berg aus allem möglichen Zeugs. Und als ob dies nicht genug der Ehre wäre, verewigten ihn die Bläck Fööss darüber hinaus in ihrem wohl berühmtesten Lied »Mer losse d’r Dom en Kölle«, wo es heißt: »D’r Monte Klamotte, dä hieß ob eimol Zuckerhot, do köm dat Panorama schwer en Brass.«

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss" von Bernd Imgrund und Britta Schmitz (Fotos). Dieses Buch jetzt bei Amazon kaufen. Hier geht es zum Writer's Blog von Bernd Imgrund.

(Erstellt am 10. Februar 2009 - 16:07 Uhr; aktualisiert 10. Februar 2009 - 17:30 Uhr)


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Kommentare

Ich finde es gut,daß man

Ich finde es gut,daß man den Kölner Brauchtum noch so
Pflegt. Vielleicht etwas mehr Krätzchen mit reinbringen.

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