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Willkommen bei den Hartmanns

  • Land
    Deutschland
  • Länge
    116 Minuten
  • Jahr
    2016
  • FSK
    12
  • Regie
    Simon Verhoeven
  • Darsteller
    Senta Berger, Heiner Lauterbach, Palina Rojinski
  • Genre
    Komödie

Die Flüchtlingsproblematik ist in aller Munde. Familie Hartmann will helfen und beschließt, etwas zu tun. Doch nachdem Mutter Angelika den Flüchtling Diallo aufnimmt, droht die Familie im Chaos zu versinken. Angelikas Mann, der von Anfang an dagegen war, einen Flüchtling aufzunehmen, fällt es schwer sich an den neuen Mitbewohner zu gewöhnen. Immer wieder kommt es zu Mißverständnissen und die Familie muss sich den Hausfrieden hart erkämpfen.

Bewertung durch die FBW

Diallo ist ein Flüchtling aus Nigeria. Bis zur offiziellen Entscheidung über seine Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland bleiben Diallo noch vier Wochen. Er lebt in einer der vielen Flüchtlingsunterkünfte in München, fühlt sich aber dort nicht wohl. Wie gerufen kommt da die Entscheidung der Familie Hartmann, Diallo bei sich aufzunehmen. Denn Mutter Angelika, unzufrieden mit sich und der Weltlage, möchte etwas für die Menschheit tun. Vater Richard, seines Zeichens Chefarzt einer Klinik, steht dem Ganzen skeptisch gegenüber, wie übrigens auch seinem zunehmenden Alter, den Falten und dem drohenden Ruhestand. Tochter Sophie findet es gut, was die Mutter tut - und weiß selbst nicht, wo es mit ihrem Leben hingehen soll. Sohn Philip hat einen stressigen Job und muss zudem seinen Sohn allein großziehen. Alles in allem ein wunderbares Umfeld, um sich als Neuankömmling in Deutschland so richtig wohl zu fühlen, oder? Mit einem gut aufgelegten Spiel aller Darsteller, allen voran Senta Berger als gutmenschelnde und überbesorgte Mutter und Heiner Lauterbach als Workaholic in der Midlife-Crisis, kann die satirische Komödie von Simon Verhoeven überzeugen. Auch der Rest des Cast zeigt hohe Spielfreude und wird durch eine sichere und gut getimte Schauspielführung zu einem stimmigen und harmonischen Ensemble. Mit spielerischer Leichtigkeit und einem klug gebauten Drehbuch erzählt Verhoeven von einem Thema, das hochaktueller nicht sein kann, vermeidet dabei moralisierende Predigten und hält eher dem Zuschauer einen überspitzten - und doch so treffenden - Spiegel vor. Ein leichtfüßig unterhaltsamer und dabei auch hintergründiger Film über Deutschland heute....mehr

Diese Rezension wurde von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden verfasst.