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Get Out

  • Land
    USA
  • Länge
    105 Minuten
  • Jahr
    2017
  • FSK
    16
  • Regie
    Jordan Peele
  • Darsteller
    Daniel Kaluuya, Allison Williams, Bradley Whitford
  • Genre
    Horror

Chris soll seinen Antrittsbesuch bei den zukünftigen Schwiegereltern machen. Der Schwarze wird von der weißen Familie allzu freundlich begrüßt. Nach und nach erfährt er, dass auf dem Landgut viele Farbige verschwunden sind. Etwas stimmt offensichtlich nicht mit den Bewohnern des Hauses. Als ein anderer Afroamerikaner Chris warnt und ihm rät, schnell das Weite zu suchen, beginnt der Horror. Das beschauliche Haus entpuppt sich als Todesfalle

Bewertung durch die FBW

Als Chris von seiner Freundin Rose gebeten wird, sie zu einem Wochenende bei ihren Eltern zu begleiten, ist der angehende Fotograf nicht wirklich begeistert. Doch Rose kann ihn beruhigen. Ihre Eltern seien super locker, liberal und aufgeschlossen - und hätten mit Sicherheit noch einmal Obama gewählt, wenn das möglich gewesen wäre. Bald schon stößt Chris jedoch im Hause der Familie Armitage auf merkwürdige Dinge. Die Hausangestellten verhalten sich mehr als seltsam. Auch die euphorische Neugier, mit der der junge Mann von den Gästen einer Dinnerparty empfangen wird, irritiert ihn. Und als dann auch noch die Mutter von Rose bei Chris eine Hypnose vorschlägt - natürlich nur, um ihn vom Rauchen abzubringen - geraten die Dinge endgültig aus den Fugen. Wenn in einem Horrorfilm jemand die warnenden Worte "Hau ab" (also "Get out") spricht, weiß der Genrekenner: Auf diesen Rat sollte man hören. Doch in GET OUT gibt es für die Warnung gleich mehrere Gründe. Denn auf geniale Weise verknüpft Jordan Peele in seinem Regiedebüt die klassischen Konventionen eines Horrorschockers mit einer hochaktuellen, politisch aufgeladenen Thematik. Als Zuschauer ahnt man von Anfang an, dass etwas nicht stimmt. Doch geschickt lässt Peele auch ihn stets nur vermuten, hält Informationen zurück, lässt Blick- und Wortwechsel doppeldeutig wirken, zeigt immer wieder neue rätselhafte Bildhinweise. So hält der Film seine packende Spannung bis hin zu einem furiosen atemlosen Finale, bei dem Peele und die Produktionsfirma Blumhouse alles auffahren, was es für ein Genrefest braucht. Daniel Kaluuya als Chris ist ein sympathischer Held, mit dem man leidet, mitfiebert und ums Überleben kämpft. Und Catherine Keener und Bradley Whitford als Eltern von Rose sind in ihrer bemüht jovialen Art sowohl seltsam bizarr als auch extrem unheimlich. Dank eines klugen Drehbuchs gelingt es Peele, vor allem in den Dialogen, eine gute Portion Humor in die Geschichte einfließen zu lassen, was nicht zuletzt durch Lil Rel Howery als Chris' bestem Freund Rod bestens funktioniert. Die Bildinszenierung ist meisterlich in Komposition, Licht- und Farbsetzung, die Musik setzt herrlich ironische Kontraste zum Geschehen. GET OUT erfüllt alles, was das Genre vorgibt. Und geht mit seinen originellen Einfällen und seiner brisanten politischen Thematik als roter Faden der Geschichte noch darüber hinaus. Ein Geniestreich....mehr

Diese Rezension wurde von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden verfasst.