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Kündigung

Egal ob es sich um die Eigenkündigung durch den Arbeitnehmer oder die Fremdkündigung durch den Arbeitgeber handelt - die Kündigung des Arbeitsverhältnisses ist immer ein heikles Thema. koeln.de hat wichtige Regeln und Informationen zur Kündigung zusammengestellt.

 

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Kündigung durch den Arbeitnehmer

Wenn Arbeitnehmer sich für eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses entscheiden und ihrer Firma den Rücken kehren, dann hat dies meist triftige Gründe. Häufig kündigen Arbeitnehmer, weil Sie mit ihrem Chef nicht zurecht kommen, das Betriebsklima schlecht oder die Bezahlung zu gering ist oder schlichtweg die Weiterbildungsaussichten kaum oder gar nicht vorhanden sind.

Dennoch sollte eine Kündigung immer gut durchdacht sein. Häufig lassen sich Probleme auch durch Gespräche mit dem Chef und/oder den Kollegen oder einem internen Stellenwechsel lösen. Mehr Informationen dazu, wann ein Jobwechsel sinnvoll ist, erhalten Sie hier: Jobwechsel: Ja oder Nein?

Hat sich der Arbeitnehmer nach langer Überlegung für eine Kündigung entschieden, muss dieser einige rechtliche Regeln beachten.

Die Kündigungsfrist

Zwar hat der Arbeitnehmer das Recht, jederzeit seinen Arbeitsvertrag zu kündigen, allerdings muss er sich an die im Vertrag festgelegte Kündigungsfrist halten. Die Kündigungsfristen sind gesetzlich festgelegt und gelten gleichermaßen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Dabei orientiert sich die Kündigungsfrist an der Dauer des Beschäftigungsverhältnisses:

Bei einer Betriebszugehörigkeit von...

2 Jahren: Einen Monat zum Ende eines Kalendermonats
5 Jahren: Zwei Monate zum Ende eines Kalendermonats
8 Jahren: Drei Monate zum Ende eines Kalendermonats
10 Jahren: Vier Monate zum Ende eines Kalendermonats
12 Jahren: Fünf Monate zum Ende eines Kalendermonats
15 Jahren: Sechs Monate zum Ende eines Kalendermonats
20 Jahren: Sieben Monate zum Ende eines Kalendermonats

Die Formalitäten

Bei der Erstellung der Kündigung müssen bestimmte Formalitäten beachtet werden, da die Kündigung durch Formfehler unwirksam werden kann. Wichtig ist, dass die Kündigung des Arbeitsvertrages klar formuliert ist, schriftlich auf Papier erfolgt und eigenhändig mit dem vollen Namen unterschrieben wird. Sind diese Formalitäten erfüllt, kann die Kündigung im nächsten Schritt ausgehändigt werden - entweder persönlich oder per Einschreiben. Bei Abgabe der Kündigung beim Vorgesetzten oder in der Personalabteilung ist es ratsam, sich den Eingang der Kündigung bestätigen zu lassen. Eine Kündigung per E-Mail oder Fax sowie das Einreichen einer Kopie ist unzulässig. 

Kündigung durch den Arbeitgeber

Die Kündigung durch den Arbeitgeber ist für viele Arbeitnehmer zunächst eine Schocknachricht. Hier gilt, erst einmal einen kühlen Kopf zu bewahren und die Kündigung des Arbeitgebers auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen. Schleicht sich auf der Kündigung ein Fehler ein, stehen die Chancen für eine Kündigungsschutzklage oder eine höhere Abfindung gut. Unwirksam ist die Kündigung beispielsweise, wenn sie mündlich erfolgt oder nicht von dem Verantwortlichen - wie der Personalabteilung oder dem Chef - handschriftlich unterschrieben wird. Als zulässige Kündigungsgründe für eine Kündigung durch den Arbeitgeber zählen:

1. Die betriebsbedingte Kündigung, die sich aus betrieblichen Erfordernissen ergibt. Beispiel: Insolvenz des Unternehmens

2. Die personenbedingte Kündigung, die sich auf Gründe, die in der Person des Arbeitnehmers liegen, beziehen. Beispiel: Aufgrund einer Krankheit oder eines schweren Unfalls kann die Arbeit nicht mehr ausgeübt werden.

3. Die verhaltensbedingte Kündigung, die aufgrund des Verhaltens des Arbeitnehmers ausgesprochen wird. Beispiel: Vertragswidriges Verhalten, Ständiges Zuspätkommen

4. Die fristlose Kündigung, die nur in besonders schweren Fällen ausgesprochen werden kann. Beispiel: Straftat des Arbeitnehmers 

Ist die Kündigung durch den Arbeitgeber wirksam, muss sich der Arbeitnehmer innerhalb von drei Tagen beim Arbeitsamt arbeitslos melden. Für den Anspruch auf Arbeitslosengeld muss der gekündigte Arbeitnehmer seine Arbeitslosigkeit drei Monate vor Ende der Kündigungsfrist der Bundesagentur für Arbeit mitteilen. Ist dies erledigt, sollte sich der Arbeitnehmer auf die Suche nach einem neuen Job begeben.

Online-Jobbörsen stellen eine einfache und bequeme Möglichkeit dar, einen neuen Job zu finden. So befinden sich in unserer koeln.de-Stellenbörse zahlreiche Jobs in Köln und Umgebung. Häufig übernimmt auch die Bundesagentur für Arbeit die Vermittlung des Arbeitnehmers und schickt diesem nach der Erstellung eines persönlichen Profils geeignete Stellenangebote zu.

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